«Leuchte Spaniens»: Heilige Teresa erhält zum 500. Geburtstag Ehrendoktor

Madrid, 5.8.15 (kath.ch) Die Mystikerin Teresa von Avila (1515-1582) ist posthum mit der Ehrendoktorwürde ihrer Heimatuniversität ausgezeichnet worden. Die Ehrung erfolgte im Rahmen einer Konferenz zum 500. Geburtstag der gelehrten Ordensfrau, wie die Universidad Catolica de Avila mitteilte.

Den Doktorhut und die Universitätsmedaille nahm stellvertretend der Generalobere der Karmeliten, Saverio Cannistra, entgegen. Valencias Kardinal Antonio Canizares Llovera, seinerseits Träger einer Ehrenpromotion der Hochschule, hielt die Laudatio.

Ein Leben, kaum zu überbieten

Das Leben Teresas sei sowohl an «Aktion» als auch an «Kontemplation» kaum zu überbieten, verwies Valencias Kardinal Antonio Canizares Llovera, seinerseits Träger einer Ehrenpromotion der Hochschule, in seiner Laudatio auf die Zeitumstände der Heiligen und ihrer Stellung als Frau. Es lohne sich, ihr ganzes verdienstvolles Leben, das man kaum in wenigen Worten zusammenfassen könne, genau zu betrachten; Gott habe die Karmelitin, die auf «fast besessene Weise einzig der Kirche dienen wollte», als Werkzeug einer nötigen Umformung ihrer Zeit ausgewählt.

Universitätsrektorin Maria del Rosario Sáez Yuguero bezeichnete die Patronin Avilas in ihrer Ansprache als «Leuchte Spaniens, geniale und fruchtbare Schriftstellerin und unerschrockene Reformerin des Karmelordens». Sie habe als geistliche Lehrerin und Pädagogin der Kontemplation gewirkt und sei neben nicht nur eine hervorragende und einzigartige Kirchenlehrerin, sondern auch ein ausgezeichnetes Beispiel in der Ausübung aller Tugenden.

Teresa von Avila wurde bereits 1622 heiliggesprochen. Papst Paul VI. (1963-1978) erhob sie 1970 als erste Frau zur Kirchenlehrerin. Die Universität Salamanca machte sie 1922 zur Doktorin honoris causa. (kna)

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