Muslimisches Symbol am Haus der Religionen | © Stefan Maurer
Schweiz
Muslimisches Symbol am Haus der Religionen | © Stefan Maurer

«Haus der Religionen» erhält den Doron-Preis 2017

Zug, 16.3.17 (kath.ch) Mit dem «Haus der Religionen» in Bern sei ein «einzigartiger Ort des Gesprächs und der Begegnung» entstanden. Die Schweizerische Stiftung für den Doron Preis zeichnet am 22. März in Zug den Verein «Haus der Religionen» mit 100’000 Franken aus.

Der Verein «Haus der Religionen – Dialog der Kulturen» habe mit seiner Plattform «einen einzigartigen Ort der Information, des Gesprächs und der Begegnung für verschiedene Religionen und Kulturen geschaffen», heisst es in der Mitteilung der Stiftung.

Labor für das Zusammenleben

Im «Haus der Religionen» seien «würdige Kultusräume» von in der Schweiz vertretenen Religionsgemeinschaften entstanden. Damit würde sowohl der Dialog unter den Gemeinschaften gefördert, wie auch der breiten Bevölkerung ein Ort der Information und des Erfahrungsaustausches geboten, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Stiftungsrat nennt dies weiter «ein einzigartiges Labor» für das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen.

Gerda Hauck, Präsidentin des Vereins «Haus der Religionen», zeigte sich auf Rückfrage von kath.ch sehr erfreut und geehrt über die Auszeichnung. «Dieser Preis kommt wie ein warmer Frühjahrsregen zur rechten Zeit», sagte sie humorvoll.

Anerkennung von anderer Seite

Das 2014 eröffnete Haus will das Preisgeld laut der Präsidentin vor allem «in Inhalte investieren». Gerda Hauck erwähnte dabei speziell den Bildungsbereich, den das Haus anbietet. Die Nachfrage sei momentan so gross, dass die Betreiber nicht alle Anfragen bedienen können.

Für den Verein sei die Auszeichnung aber auch eine wichtige Anerkennung «aus einem anderen Teil der Gesellschaft» wie es die Präsidentin ausdrückte. Die Stiftung für den Doron Preis hebe mit ihren Preisen gesamtgesellschaftliche Engagements hervor. Für das «Haus der Religionen» sei es wichtig, auch über den Kreis der an Religion interessierten Menschen hinaus bekannt zu werden. Ein Blick in die Liste der 81 bisherigen Doron-Preisträger werte die Auszeichnung deshalb noch einmal auf, so Hauck.

Mit einem Preisgeld in gleicher Höhe wird als zweite Organisation die «Association Maison Blanche» des Architekten Le Corbusier in La Chaux-de-Fonds ausgezeichnet.  Die Preise werden am 22. März in Zug übereicht. Die Laudatio für den Verein «Haus der Religionen» wird Roger de Weck, Generaldirektor der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft, halten. Der Verein hatte 2016 den Herbert-Haag-Preis für Freiheit in der Kirche erhalten.  (ms)

Stiftung des Rohstoffhändlers Marc Rich

Die Schweizerische Stiftung für den Doron Preis zeichnet seit 32 Jahren Leistungen in den Bereichen Kultur, Gemeinwohl und Wissenschaft aus. Die Stiftung unter dem Vorsitz des früheren Zuger Stadtpräsidenten Christoph Luchsinger gehört zu den Rich-Stiftungen, die auf den 2013 verstorbenen Rohstoffhändler Marc Rich zurückgehen. (ms)

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