Schweiz

«Grüner Patriarch» fordert beim Klimaschutz zum Handeln auf

Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel hat der Weltwirtschaft die Leviten gelesen. «Wir haben die Erde ausgebeutet und die Arten zum Aussterben gebracht», sagte das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie am Mittwoch beim Weltwirtschaftsforum in Davos (WEF 2020).

«Wir können nicht sagen, wir hätten es nicht gewusst», so der Kirchenführer, der wegen seines langjährigen Einsatzes für den Umweltschutz auch «Grüner Patriarch» genannt wird. Das Schlimmste sei, so Bartholomaios I.: «Wir haben die Schwächsten unter uns den Folgen unseres rücksichtslosen Energieverbrauchs ausgesetzt.»

Es wird sehr wenig getan

Der 79-Jährige forderte Unternehmer und Verbraucher zu energischerem Handeln beim Klimaschutz und zur Bewahrung der Schöpfung auf. Leider werde «sehr wenig getan»; es gebe «einen grossen Abstand zwischen Kopf, Herz und Händen».

Sein Plädoyer lautet: «Unsere Welt ist nicht verhandelbar. Die Welt wartet, die Welt schaut zu. Wir sind für unser Handeln verantwortlich.» (kna)

Patriarch Bartholomaios I. bei einer Rede in Freiburg | © Martin Spilker
22. Januar 2020 | 14:38
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