Greta Thunberg bei der Generalaudienz von Papst Franziskus. | © KNA
Schweiz
Greta Thunberg bei der Generalaudienz von Papst Franziskus. | © KNA

Greta Thunbergs Treffen mit dem Papst wirkt auch in die Schweiz

Zürich, 20.4.19 (kath.ch) Greta Thunberg trifft Papst Franziskus am Rand der Generalaudienz und Bischof Felix Gmür hebt die Bedeutung des Umweltschutzes hervor. Kirche und Klimaschützer stehen sich nahe.

Durch Papst Franziskus könne gegenüber den hunderten Millionen von Katholikinnen und Katholiken weltweit Türen und Tor – oder «Ohren und Geist» – für das Anliegen Klimaschutz geöffnet werden. Dies sagte Caesar Anderegg, Mitorganisator der Klimastreiks in Zürich und Winterthur, in der Sendung «10 vor 10» von Schweizer Fernsehen SRF (Ausgabe vom 17. April).

Nicht einspannen lassen

Vom kurzen Zusammentreffen der schwedischen Schülerin und Vorzeigefigur des Klimastreiks Greta Thunberg mit Papst Franziskus dürfte die Klimabewegung mehr profitieren als die Kirche, heisst es im Beitrag weiter. Denn für Anderegg wird der Papst und damit die katholische Kirche durch solche Ereignisse auch Teil der Klimadebatte.

Einspannen lassen will sich die Klimabewegung von der Kirche aber nicht: «Wenn uns eine Institution unterstützt, heisst das nicht, dass wir sie auch unterstützen», sagte Anderegg gegenüber SRF.

Konsequenzen gefordert

Bischof Felix Gmür | © zVg Wey
Auf den Stellenwert des Treffens der Schülerin Thunberg mit dem Papst wurde im Beitrag auch der Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, Felix Gmür, angesprochen. Die Schweizer Bischöfe fänden es «eine super Sache», dass der Papst die Schwedin getroffen habe.

Der Bischof von Basel machte klar, dass der Schutz des Klimas für die Kirche und ausdrücklich auch für die Schweizer Bischöfe einen hohen Stellenwert habe. Gmür ermutigte denn auch zu konsequentem Handeln: «Das Bewusstsein fürs Klima muss sich ändern. Wir sollten wieder mehr überlegen, was wir wirklich brauchen.»

Papst unterstützt das Anliegen

Doch die Klimadebatte für eigene Zwecke zu nutzen, das liege der Kirche fern, sagte Gmür. Greta Thunberg habe den Papst besucht, nicht umgekehrt: «Er unterstützt eine junge Frau, die etwas verändern möchte.» Darin erkennt Bischof Gmür ein wichtiges Zeichen.  (ms)


Greta Thunberg besucht Papst Franziskus

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