Schweiz

Gottfried Locher bleibt SEK-Ratspräsident

Schaffhausen, 17.6.18 (kath.ch) Gottfried Locher wurde als Präsident des Rats des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) am Sonntagabend bestätigt. Er erhielt 43 Stimmen, seine Herausfordererin Rita Famos 24. Locher steht dem Rat seit 2011 vor und kandidierte zum dritten Mal für das Amt.

Die SEK-Abgeordnetenversammlung sprach sich am Sonntagabend in Schaffhausen für den Berner aus, wie ref.ch twitterte. Die 52-jährige Pfarrerin Rita Famos trat gegen Locher an, «weil die reformierte Kirche als demokratisch verfasste Kirche eine echte Wahl braucht», wie sie im Vorfeld gegenüber kath.ch sagte. Sie habe sich erst im Nachgang zur SRF-Sendung «Rundschau» vom 23. Mai für diesen Schritt entschieden.

Namhafte Mitglieder der Abgeordnetenversammlung hatten sich in der Sendung kritisch zum Amtsverständnis von Gottfried Locher geäussert. Zudem sei eine Gruppe von Personen aus der Basis, die nach einer Alternative zum gegenwärtigen Amtsinhaber suche, an sie gelangt.

Der nächste schwere Brocken

Die Abgeordnetenversammlung dauert noch bis 19. Juni. Bis dann berät der SEK seine neuen Statuten. Der bisherige «Schweizerische Evangelische Kirchenbund» soll in «Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz» (EKS) umbenannt werden. Die Schweizer Reformierten geben sich gleichzeitig eine neue Struktur und somit neue Statuten.

Diese sollen in Schaffhausen für die Schlussabstimmung für Advent 2018 vorbereitet werden. Der Präsident dieser Struktur soll neu zugleich Verwalter und geistlicher Leiter der Kirche sein, also auch die religiöse Leitung dieser Kirche inne haben. (gs)

Gottfried Locher | © Jacques Berset
17. Juni 2018 | 17:41
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