Papst Benedikt und sein Bruder Georg Ratzinger im Jahr 2008 | © KNA
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Papst Benedikt und sein Bruder Georg Ratzinger im Jahr 2008 | © KNA

Georg Ratzinger: «Bete täglich für gute Sterbestunde für uns»

Hamburg, 14.2.18 (kath.ch) Fünf Jahre nach dem Rücktritt von Papst Benedikt XVI. äussert sich Georg Ratzinger besorgt über den Gesundheitszustand seines Bruders Joseph (90). «Inzwischen muss er immer wieder auf den Rollstuhl zurückgreifen», sagte der 94-Jährige der Zeitschrift «Neue Post» (Mittwoch).

«Die grösste Sorge ist, dass die Lähmung irgendwann aufs Herz gehen könnte. Und dann kann es schnell vorbei sein», so der frühere Regensburger Domkapellmeister. «Ich bete jeden Tag für eine gute Sterbestunde für mich und meinen Bruder. Für uns beide. Das ist ein grosser Wunsch, den wir haben.»

Tägliche Telefonate

Bei täglichen Telefonaten tauschten sich die Brüder über alles aus, berichtete Georg Ratzinger weiter. «Das ist ein grosses Geschenk. So ist keiner einsam», sagt der Geistliche. «Und so Gott will, sehen wir uns am 8. April wieder.» Er hoffe, dann noch einmal nach Rom reisen zu können, um am 16. April den 91. Geburtstag seines Bruders zu feiern. «Aber das ist noch eine lange Zeit. Wer weiss, was bis dahin alles passiert.»

«Ich bin auf der Wallfahrt nach Hause»

Benedikt XVI. hatte am 11. Februar 2013 überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Seither lebt er zurückgezogen im früheren Kloster «Mater Ecclesiae» in den vatikanischen Gärten. In einem Brief an die italienische Tageszeitung «Corriere della Sera» schrieb er vor kurzem: «Langsam schwinden die physischen Kräfte, innerlich bin ich auf der Wallfahrt nach Hause.» Das auf den 5. Februar datierte Schreiben wurde in der vergangenen Woche in der Zeitung abgedruckt. (kna)

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