Bedrohtes Kind | © pixabay geralt
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Bedrohtes Kind | © pixabay geralt

Französische Bischöfe stimmen für Missbrauchskommission

Lourdes, 8.11.18 (kath.ch) Die französischen Bischöfe wollen eine unabhängige Kommission für die Untersuchung der Missbrauchsfälle seit 1950 in der katholischen Kirche einsetzen. Die Vollversammlung der Französischen Bischofskonferenz, die seit Samstag in Lourdes tagt, sei vom Austausch mit den Missbrauchsopfern geprägt worden, heisst es in der am Mittwochabend in Lourdes veröffentlichten Erklärung.

Das Treffen mit den Opfern habe die «Notwendigkeit der besseren Zusammenarbeit beim Kampf gegen die Pädophilie» deutlich gemacht, so die Bischöfe. Die unabhängige Kommission soll die Gründe für die Art und Weise erklären, wie die katholische Kirche mit den Missbrauchsfällen umgegangen ist.

Zudem soll sie die Massnahmen der Bischofskonferenz gegen Missbrauch seit dem Jahr 2000 analysieren und bewerten. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse sei in etwa anderthalb bis zwei Jahren zu erwarten. Wer Teil der unabhängigen Kommission ist, soll demnach in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden.

Ausserdem beschlossen die Bischöfe, besonders die Opfer von verjährten Fällen finanziell zu entschädigen. Regelmässig soll nun darüber berichtet werden, was in der Kirche, besonders in den Gemeinden, gegen sexuellen Missbrauch getan wird. Priester, die solche Taten begangen haben oder dafür anfällig seien, sollen besonders begleitet werden, heisst es in der Erklärung. (kna)

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