Franziskus wäscht an Gründonnerstag Gefangenen die Füsse

Rom, 11.3.15 (kath.ch) Papst Franziskus begeht in diesem Jahr die traditionelle Fusswaschung am Gründonnerstag im römischen Gefängnis Rebibbia. Wie der Vatikan am Mittwoch, 11. März, bekanntgab, wird er am 2. April zunächst mit den Häftlingen zusammentreffen. Um 17.30 feiert er in der Gefängniskirche «Padre Nostro» mit den Häftlingen die Gründonnerstagsmesse. Während der Zeremonie nimmt er bei einigen männlichen und weiblichen Insassen das Ritual der Fusswaschung vor.

Die Messe erinnert an das Letzte Abendmahl Jesu, bei dem dieser seinen zwölf Jüngern als Zeichen der Demut und Liebe die Füsse wusch. Traditionell fand die Gründonnerstagsliturgie in der Lateran-Basilika statt, der eigentlichen römischen Papstkirche. Die Fusswaschung vollzogen die Vorgänger von Franziskus in der Regel an verdienten Klerikern.

Franziskus brach bei seinem ersten Osterfest 2013 mit der Tradition, indem er den Gottesdienst unter weitgehendem Ausschluss von Medien in einer römischen Jugendstrafanstalt feierte. Im vergangenen Jahr verlegte er den Ritus in eine römische Behinderteneinrichtung. Dabei wusch er unter anderen einem muslimischen Behinderten aus Libyen die Füsse.

Papst-Attentäter war im Gefängnis Rebibbia inhaftiert

Das Gefängnis Rebibbia an der Via Tiburtina erlangte Berühmtheit, weil dort der Papst-Attentäter Ali Agca einsass, den Johannes Paul II. (1978-2005) im Dezember 1983 besuchte und ihm mit einer Umarmung verzieh. Am vierten Adventssonntag im Dezember 2011 kam auch Papst Benedikt XVI. (2005-2013) in der Haftanstalt zu einer Begegnung mit den Gefangenen zusammen. (cic)

News ›
Medienspiegel ›
Katholisches Medienzentrum