Madres de los dioses, AR / FR 2015, Preisträger der Interreligiösen Jury | © 2015 Visions du réel
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Madres de los dioses, AR / FR 2015, Preisträger der Interreligiösen Jury | © 2015 Visions du réel

Nyon: «Madres de los dioses» erhält Preis der interreligiösen Jury

Nyon VD, 25.4.15 (kath.ch) Die interreligiöse Jury des internationalen Filmfestivals «Visions du Réel» in Nyon verleiht ihren Preis an den französisch-argentinischen Film «Madres de los dioses» (2015). Das Dokumentarfilmfestival ist am Freitag, 24. April, zu Ende gegangen.

Der Film von Pablo Agüero werfe ein «exemplarisches Licht» auf die spirituelle Suche von fünf Frauen, die die Schwierigkeiten ihres Lebens zu überwinden suchten, heisst es in der Mitteilung der Jury. Gleichzeitig bemühten sich diese, ihre neu erworbenen Stärken mit andern zu teilen. Die im Film dargestellten Frauen schöpfen Kraft aus ihrer Spiritualität. Aber sie beten nicht zum gleichen Gott, was sie nicht stört: Gemeinsam entscheiden sie sich, in Patagonien einen ökumenischen Tempel zu bauen.

Der Film überzeuge auch künstlerisch voll und ganz, begründet die Jury ihre Wahl. «Madres de los dioses» lege den Fokus zudem mehr auf die Suche als auf das Ergebnis. Dies sei aus Sicht der Jury «zentral für einen Dialog unter Glaubenssystemen».

Der Preis der interreligiösen Jury ist mit 5000 Franken dotiert. Gestiftet wird er von der Katholischen Kirche Schweiz und Médias-pro, dem Mediendepartement der Konferenz der reformierten Kirchen in der Romandie.

Lobende Erwähnung an «Homeland»

Die Jury vergibt ausserdem eine Lobende Erwähnung an den irakisch-französischen Film «Homeland» (2015). Der Film von Abbas Fahdel schaue sorgfältig und respektvoll auf die äusserst schwierige Situation einer Familie in Bagdad kurz vor und nach der US-amerikanischen Militäroperation von 2003, heisst es in der Mitteilung.

Das internationale Dokumentarfilmfestival «Visions du Réel» ist am Freitag, 25. April, zu Ende gegangen. Mit über 35’000 Besuchern habe es einen neuen Publikumsrekord verzeichnet, teilten die Organisatoren am Freitagabend mit. Gezeigt wurden 166 Beiträge aus 54 Ländern. Im Jahr des Gedenkens an den Genozid am armenischen Volk vor hundert Jahren setzte das Filmfestival zudem einen Armenien-Schwerpunkt. (bal)

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