Fastenopfer: Kein Schweigegeld für afrikanische Bischöfe bezahlt

Luzern, 27.8.15 (kath.ch) Die Anschuldigungen seien absurd, sagte Blanca Steinmann, Verantwortliche für religiöse Medien bei Fastenopfer gegenüber cath.ch. Finanzielle Unterstützungen gewähre das Fastenopfer einzig zur Verteidigung von Menschenrechten. Ein Artikel der lateinamerikanischen katholischen Presseagentur Aciprensa unterstellte dem schweizerischen katholischen Hilfswerk, mit Geld das Schweigen der afrikanischen Bischöfe zur Homosexualität an der Bischofssynode zu erkaufen.

Anlass zur Unterstellung bot der Presseagentur die Tatsache, dass das Fastenopfer ein Projekt des «European Forum of Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender Christan Groups (LGBT) mitfinanziert hatte. Die in Holland niedergelassene LGBT-Gruppe wollte ursprünglich einen Dokumentarfilm über die Situation der Homosexuellen in Ghana, Togo, Benin, Nigeria und Kamerun drehen. Daraus wurde schliesslich ein schriftliches Dokument, das die Zeugnisse der befragten Personen wiedergibt.

Geld für «homosexuellen Aktivismus»?

Das Projekt ziele darauf hin, «die afrikanischen Bischöfe im Rahmen der Familiensynode zum Schweigen zu bringen», zitiert cath.ch die Presseagentur Aciprensa. Die LGBT-Gruppe und ihre Finanzierer – vor allem die amerikanische Stiftung Arcus – betreibe «homosexuellen Aktivismus», insbesondere im Hinblick auf die kommende Familiensynode im Herbst, so Aciprensa.

Das Fastenopfer unterstütze diskriminierte Menschen, unabhängig von ihrer Rasse, Religion, Farbe oder sexuellen Orientierung, erklärte Steinmann das Fastenopfer-Engagement. In diesem Fall habe man die öffentliche Meinung vor der Bischofssynode für die Situation dieser Menschen sensibilisieren wollen. Darüber hinaus gehe das Engagement ihres Hilfswerks nicht.

Über die Höhe des Beitrags liegen unterschiedliche Informationen vor. Aciprensa erwähnt 15’300 Dollar, das Fastenopfer selbst spricht von 7000 Schweizer Franken. Laut Steinmann handelt es sich dabei um einen einmaligen Beitrag. Die Beträge, die Fastenopfer in der Zusammenarbeit mit afrikanischen und westlichen Diözesen ausgebe, seien viel grösser. (rp)

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