Vereins-Logo von Exit | © Georges Scherrer
Schweiz
Vereins-Logo von Exit | © Georges Scherrer

Exit Deutschschweiz und Tessin verzeichnet steigende Mitgliederzahl

Zürich, 13.2.18 (kath.ch) Die Sterbehilfeorganisation Exit verzeichnet einen ganz leichten Anstieg bei der Freitodbegleitung. 734 Personen nahmen die Hilfe der Organisation vergangenes Jahr in Anspruch. Das sind elf mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der Mitglieder des Vereins wächst. Über 110’000 Personen unterstützen heute  Exit.

Im vergangenen Jahr traten gemäss einem Communiqué von Dienstag über 10’000 Personen dem Verein bei. Im Januar 2018 taten dies bereits weitere tausend Personen. Die Zahlen betreffen die Deutschschweiz und das Tessin. Exit Westschweiz arbeitet unabhängig von der Deutschschweiz. Die Westschweizer Zahlen werden Ende April veröffentlicht, hiess es auf Anfrage.

Im vergangenen Jahr habe der «Selbstbestimmungsverein», wie Exit sich selber nennt, 3500 Anfragen für Freitodbegleitung erhalten. Bei 1031 Mitgliedern wurden «Abklärungen für eine mitmenschliche Begleitung beim Freitod» getroffen. 734 Menschen wurde schliesslich das rezeptpflichtige Mittel Natrium-Pentobarbital gegeben, das den Tod herbeiführt.

1,5 Prozent der jährlichen Todesfälle

Vergangenes Jahr nahmen mehr Frauen (60 Prozent) als Männer (40 Prozent) die «Begleitung» durch Ext in Anspruch. Der Altersdurchschnitt lag bei 78,1 Jahren. Die häufigsten Grunddiagnosen der Sterbenden waren terminale Krebsleiden (39 Prozent) gefolgt von Alterspolymorbidität (25 Prozent) und chronischen Schmerzerkrankungen (7 Prozent).

Freitodbegleitungen blieben insgesamt jedoch selten in der Schweiz, hält Exit fest. Sie betreffen etwa 1,5 Prozent der jährlich rund 66’000 Todesfälle. (gs)

News ›
Medienspiegel ›
Katholisches Medienzentrum