Rolf Sigg | © Tilmann Zuber
Schweiz
Rolf Sigg | © Tilmann Zuber

Exit-Gründer Rolf Sigg im Alter von hundert Jahren gestorben

Zürich, 10.11.17 (kath.ch) Der reformierte Pfarrer und Mitgründer der Sterbehilfe-Organisation Exit, Rolf Sigg, ist Mitte September gestorben, wie am Freitag bekannt wurde. Sigg setzte sich jahrelang für ein selbstbestimmtes Sterben ein.

Gemäss einer Todesanzeige in der «Neuen Zürcher Zeitung» (10. November) verstarb Sigg bereits am 15. September. Auf Wunsch der Familie wurde sein Tod erst am Freitag publik. Am 30. Oktober wurde in Zürich im Familien- und Freundeskreis Abschied genommen.

Der Pfarrer und Psychologe habe sich seit den 1980-er Jahren für ein selbstbestimmtes Sterben eingesetzt und die Sterbehilfe-Organisation Exit mitgegründet, meldet die Schweizerische Depeschenagentur (SDA). Als Geschäftsführer von Exit habe Sigg massgeblich dazu beigetragen, die Organisation landesweit bekannt zu machen, mit dem Ziel, Vorurteile abzubauen. Als reformierter Pfarrer habe Sigg zudem das Begegnungszentrum Rüdlingen im Kanton Schaffhausen gegründet.

Umstrittenes Engagement

Wegen seines Engagements habe Sigg sich immer wieder Widerständen ausgesetzt gesehen: So habe er 1986 sein Pfarramt in Grenchen SO verloren. In der Presse sei er jahrelang unter dem Namen «Todesengel» bekannt gewesen. In Deutschland sei er gar mehrmals verhaftet worden. 2012 habe Sigg den Prix Courage-Publikumspreis des Magazins «Beobachter» gewonnen. (ref.ch/sys)

Hinweis: Portrait zum 100. Geburtstag von Rolf Sigg (ref.ch).


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