Ehemaliger Bischofsvikar Kurt Stulz ist tot  | © zVg
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Ehemaliger Bischofsvikar Kurt Stulz ist tot | © zVg

Ehemaliger Bischofsvikar Kurt Stulz ist tot

Freiburg, 7.12.17 (kath.ch) Der ehemalige Bischofsvikar für Deutschfreiburg, Kurt Stulz, ist tot. Der Domherr starb am 6. Dezember in seinem 79. Lebensjahr, wie der Todesanzeige des Bistums Lausanne, Genf und Feiburg zu entnehmen ist.

«Er war ein fröhlicher Mann, der das Leben liebte und gleichzeitig ein grosser Arbeiter», erinnert sich Marianne Pohl-Henzen, die als Pastoralassistentin einige Jahre mit Stulz gearbeitet hatte. Stulz war künstlerisch tätig, vor allem als Aquarellmaler und Autor. In den Jahren 1986 und 2000 veröffentlichte er zwei kleine Bücher: «Zum Beten führen. Vier erprobte Lerneinheiten» (zusammen mit Hugo Beck und Andreas Kohlbrecher) und «Von der Kunst, gut zu leben».

Er sei auch dafür bekannt gewesen, Menschen dazu zu ermutigen, sich in der Kirche zu engagieren. Marianne Pohl-Henzen unterstreicht die Qualität seiner Predigten: «Ihm gelang es, immer das rechte Wort zu finden und das Evangelium mit aktuellen Themen in Verbindung zu bringen.»

Pfarrer, Militärseelsorger, Religionslehrer

Kurt Stulz wurde am 8. Mai 1939 in Tafers im Kanton Freiburg geboren. 1961 begann er das Theologiestudium an der Universität Freiburg und wurde 1966 zum Priester geweiht. Zwischen 1966 und 1973 war er zunächst als Vikar in der deutschsprachigen Pfarrei Christ-König in Freiburg, in Neuenburg und La Chaux-de-Fonds. Ausserdem war er von 1969 bis 1995 Feldprediger der Schweizer Armee. Von 1975 bis 1984 arbeitete er als Religionslehrer am kantonalen Lehrerseminar und am Kindergärtnerinnenseminar in Freiburg sowie als Leiter der Arbeitsstelle Erwachsenenbildung in Deutschfreiburg. Danach war er von 1984 bis 1996 Pfarrer der Pfarrei Düdingen und von 1996 bis 2000 Pfarrer in Murten.

Bischofsvikar von Deutschfreiburg

1997 wurde er zum Dekan des Dekanats Petrus Kanisius ernannt. 2000 wurde er Bischofsvikar für den deutschsprachigen Teil des Kantons Freiburg. Im Jahr 2001 erhielt er den Titel des Domherrn des Freiburger Domkapitels St. Nikolaus.

Von 2011 bis 2014 war er als mitarbeitender Priester in der Seelsorgeeinheit Sense-Oberland aktiv und gleichzeitig als Seelsorger zuständig für die Deutschsprachigen in Lausanne. Von 2014 bis 2016 übernahm er die Aufgabe als Spiritual des Klosters Maria Rickenbach in Niederrickenbach (NW). Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich im selben Jahr. Er starb am 6. Dezember in einem Pflegeheim in Ulmiz (FR), nachdem er fast ein Jahr in der «Institution de santé pour religieuses et religieux Fribourg» in Freiburg verbracht hatte. (cath.ch/ft)

Hinweis: Der Beerdigungsgottesdienst findet am Montag, 11. Dezember, um 14.30 Uhr in der Kathedrale St. Nikolaus in Freiburg statt.

Nachruf der Katholischen Kirche im Kanton Freiburg

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