Weihnachtsbaum vor dem Petersdom | © KNA
Vatikan
Weihnachtsbaum vor dem Petersdom | © KNA

Drei Dinge braucht das Weihnachtsfest

Rom, 17.12.17 (kath.ch) Um Weihnachten wirklich angemessen feiern zu können, sind für den Christen drei Dinge wichtig: «Freude, Gebet und Dankbarkeit.» Darauf hat Papst Franziskus in seiner Ansprache beim Mittagsgebet am dritten Adventssonntag hingewiesen. Der Papst liess die Menschen auf dem Petersplatz diese drei Begriffe mehrmals wiederholen.

Die Lesungen aus der Bibel am dritten Adventssonntag zeugten von diesem Geist, mit dem es nun auf das Fest der Geburt Jesu zugehe, sagte Papst Franziskus. In seinem ersten Brief an die Thessalonicher rufe Paulus die Christen auf: «Freut euch zu jeder Zeit!» Christen sollten denn auch keine «Unglückspropheten» sein, sondern Zeugen und Vorkämpfer der Freude.

Freude, auch wenn es nicht rund läuft

Eine beständige Freude, auch wenn es im Leben nicht nach eigenen Wünschen läuft, sei die erste Grundhaltung des Christen, so der Papst. Der wichtigste Grund dieser «ansteckenden Freude» sei Jesus, der gekommen sei, den Menschen die Würde und die Freiheit der Kinder Gottes wiederzugeben.

Begründet sei diese Freude in Gott. Zu ihm sollten Christen unablässig beten. Dadurch lasse sich eine dauerhafte und tragfähige Beziehung zu Gott aufbauen, sagte der Papst mit Verweis auf das zweite von ihm hervorgehobene Merkmal mit Blick auf Weihnachten.

Die dritte Grundhaltung sei die Dankbarkeit über den Ertrag und die Früchte von Gottes Gnade, die der Mensch erfahren dürfe. Hier nannte der Papst ausdrücklich Gottes Liebe, Barmherzigkeit, Geduld und Güte, für die der Mensch dankbar sein dürfe.

Geburtstagsständchen für den Papst

An seinem 81. Geburtstag war der Papst schon vorher mit Sprechchören und Spruchbändern erwartet worden. Zwischen den beiden üblichen Ansprachen brachte ihm die Menge auf dem Petersplatz ein Ständchen dar.

Anschliessend segnete der Papst die von Teilnehmern mitgebrachten Jesuskind-Figuren, die in diesen Tagen in den Weihnachtskrippen von Familien, Pfarreien oder Klöstern liegen. Das Segnen der sogenannten «Bambinelli» ist eine Tradition in Italien. (cic)

Gaudete

Der dritte Adventssonntag trägt auch den lateinischen Namen Gaudete-Sonntag, was aus dem Lateinischen übersetzt «Freut euch» heisst. Dieses «Freut euch» steht im ersten Satz der Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher, der am dritten Advent in den katholischen Gottesdiensten gelesen wird. (ms)

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