PR-Beraterin Irène Messerli  | © Regula Pfeifer
Schweiz
PR-Beraterin Irène Messerli | © Regula Pfeifer

«Die Webseite ist der Hub der Kommunikation»

Zürich, 14.6.18 (kath.ch) Die Kommunikationsberaterin Irène Messerli von der Agentur Bernet Relations rät dem Katholischen Medienzentrum, besser auf die Bildsprache zu achten und in den Sozialen Medien auf Kommentare anderer zu reagieren. Messerli hat an der Generalversammlung des Vereins Katholisches Medienzentrum über die Beratung von Organisationen in digitaler Kommunikation referiert.

Regula Pfeifer

Was gefällt Ihnen an kath.ch?

Irène Messerli: Mir gefällt die Vernetzung der verschiedenen Kanäle – die Webseite ist der Hub der Netz-Kommunikation. Die Social-Media-Kanäle sind gut sichtbar, deren Inhalte werden teilweise in der Webseite angezeigt.

«Diese Offenheit scheint mir für die Kirche wichtig.»

Wie beurteilen Sie den Inhalt?

Messerli: Besonders interessant finde ich die Berichterstattung über gesellschaftsrelevante Themen – ohne konfessionelle Grenzen. Diese Offenheit scheint mir für die Kirche wichtig. Gut, dass das Medienzentrum diesen redaktionellen Ansatz pflegt und den Dialog sucht.

Was könnte man verbessern?

Messerli: Auf die Auswahl der Bilder könnte die Redaktion mehr achten. Bilder vermitteln Botschaften und unterstützen die Aussage eines Artikels visuell. Auch die Qualität der Bildauswahl ist wichtig. Allgemein sehe ich viel Text und wenig Freiraum. Die Aufmerksamkeit im Netz ist kurz: Visualität sowie Textstruktur helfen und geben Orientierung beim Lesen.

«Die Botschaft könnte man kerniger formulieren.»

Was meinen sie zu den Diskussionen in den Sozialen Medien?

Messerli: Mir sind keine grösseren Diskussionen aufgefallen. Einzelne Artikel werden kommentiert, kath.ch reagiert manchmal, meistens nicht. Vielleicht zu Recht, etwa wenn der Kommentar ein Loswerden eines Statements ist. Auf Facebook interagiert kath.ch mehr, auf Twitter weniger. Twitter wird vor allem flankierend verwendet – für Hinweise auf Blogartikel beispielsweise. Diese Mitteilungen könnte kath.ch etwas kerniger mit einer klaren Botschaft formulieren – und mehr mit Fotos und Videos arbeiten.

Bindet kath.ch eine Community?

Messerli: Der Dialog mit einer Community hat dann eine Wirkung, wenn die Community die gleichen Ziele verfolgt und Interessen besitzt wie die Organisation. Anfang Mai hat kath.ch einen Besuch auf der Redaktion ausgeschrieben und eine Doodle-Anmeldung publiziert. Klickt man auf den Link, sieht man, niemand hat sich angemeldet. Warum nicht? Interessiert sich die Community nicht für die Arbeit der Redaktion? Wurde die Einladung nicht gesehen? Oder nicht verstanden, was der Besuch bringt?

Es würde sich lohnen, redaktionsintern zu besprechen, wie kath.ch damit umgeht. Ob und wie die Redaktion den Besuch nochmals ausschreibt und die Community für den Besuch gewinnen kann. On- und offline zu verbinden, ist sinnvoll, die direkte Begegnung von Menschen ist wichtig und wird an Bedeutung gewinnen, davon bin ich überzeugt.

Katholische Medienzentren erhalten Rückenwind

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