Ausland

Deutsche Bischöfe veröffentlichen Vorträge zu Themen der Familiensynode

Bonn, 21.7.15 (kath.ch) Die Deutsche Bischofskonferenz hat die Vorträge eines internationalen Studientags zur Familiensynode veröffentlicht. Sie sind zusammen mit einer kurzen Zusammenfassung der Diskussionen bei der Veranstaltung ab sofort auf Deutsch, Italienisch und Französisch auf der Webseite der Bischofskonferenz abrufbar. An dem Studientag hatten auch Schweizer Bischöfe und Theologen teilgenommen.

Die Vorträge wurden gehalten auf einem Treffen von deutschen, schweizerischen und französischen Bischöfen mit Theologen und Kurienmitarbeitern am Pfingstmontag, 25. Mai, an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Aus der Schweiz nahmen die Bischöfe Jean-Marie Lovey und Felix Gmür teil. Lovey nimmt im Herbst für die Schweiz an der Familiensynode teil. Gmür vertrat an der Studientagung den SBK-Präsidenten, den St. Galler Bischof Markus Büchel.

Zwei Beiträge aus der Schweiz

Im Mittelpunkt der Tagung standen sechs Vorträge über Ehe, Familie und Sexualität, die anschliessend im Plenum diskutiert wurden. Darunter waren auch Referate der Schweizer Theologen François-Xavier Amherdt (Freiburg i.Ü.) und Eva-Maria Faber (Chur).

Der Studientag mit rund 50 Teilnehmern sollte nach dem Willen der Veranstalter zur «theologischen Vertiefung» der bei der Synode anstehenden Themen beitragen. Hier gebe es erheblichen Nachholbedarf. Einige Medien hatten damals sehr kritisch über ein Geheimtreffen progressiver Kräfte zur Absprache einer gemeinsamen Strategie für die Synode spekuliert.

Keine «vereinfachenden Kompromisse»

Die neue Zusammenfassung der Debatten befasst sich abschliessend auch mit möglichen Konsequenzen für die Synode selbst. Dabei heisst es unter anderem, es könne in keinem Fall «um vereinfachende Kompromisse gehen, sondern nur um ein ehrliches gemeinsames Ringen», und das ohne Spaltung und ohne «gegenseitige Verunglimpfung, Beleidigung und Beschimpfung». Es gehe nicht darum, «angesichts der Zeitströmungen das Niveau des christlichen Ethos zu senken und Erleichterungen zu schaffen».

Die bevorstehende Synode dürfe sich aber auch «nicht darauf beschränken, das Bestehende und bereits Gesagte zu affirmieren». Kirchliche Texte, die die Menschen nicht ansprächen und damit auch nicht zum Denken und Handeln anregten, verfehlten ihre Intention. Die Synode habe «die grosse Chance, die Botschaft Jesu von der Ehe und Familie neu als Theologie der Liebe zu entdecken und zu verkünden». (kna/bal)

Hinweis für Redaktionen: Fotos finden Sie in der KNA-Bild-Datenbank auf www.kna-bild.de

Link zu den Texten

Familiensynode der Bischöfe im Vatikan | © Mazur/catholicnews.org.uk
21. Juli 2015 | 10:11
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