Der «Flucht-Truck» des katholischen Hilfswerks Missio | © Missio
Schweiz
Der «Flucht-Truck» des katholischen Hilfswerks Missio | © Missio

Der «Flucht-Truck» von Missio kommt in die Schweiz

Freiburg, 16.4.18 (kath.ch) Mit dem preisgekrönten Computerspiel «Menschen auf der Flucht» ist Missio Schweiz auch in diesem Jahr unterwegs. Gemeint ist der «Flucht-Truck», ein Lastwagen, mit welchem das Hilfswerk der Jugend das Problem der Flucht nahebringt. Das Game «Menschen auf der Flucht» wurde 2013 mit dem Deutschen Computerspielpreis im Bereich «seriöse Spiele» ausgezeichnet, der mit 50’000 Franken dotiert ist.

Nun tourt der Lastwagen wieder durch die Schweiz. Dieser führt die prämierte Multimediainstallation im Bereich «Best Serious Game» mit. In verschiedenen Stationen erlaubt sie die «Annäherung an den Bürgerkrieg im Kongo und damit verbundene Flüchtlingsschicksale», befand die Jury 2013. Das Spiel mache durch seine virtuelle Realität die Problematik und das Leid von Flüchtlingen «emotional nachvollziehbar».

Mit einem Avatar, einer beispielhaften Biographie, gehen die Jugendlichen zu zweit durch den Truck. Karten mit QR-Codes führen sie. In sechs thematisch verschiedenen Räumen werden die Besucherinnen und Besucher mit typischen Situationen konfrontiert: Was können Flüchtlinge noch schnell mitnehmen? Wem können sie vertrauen? Welche Perspektiven und Träume haben sie? Zum Angebot für Schulen gehören Ateliers, die das Thema Flucht vertiefen.

Der 20 Meter lange «Flucht-Truck» des Internationalen Katholischen Missionswerks Missio kommt im April wieder in die Schweiz.

Fluchtthema sichtbar machen

In einem Atelier erzählt ein Flüchtling aus Afrika ganz persönlich von seiner Flucht: Was es heisst, alles zurück zu lassen und um das Leben zu rennen. Die Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Flüchtlingshilfe hat diese Begegnung möglich gemacht, schreibt Missio.

Die Ausstellung möchte Jugendliche für das Thema Flucht sensibilisieren, teilt das Missionswerk mit. Über 65,6 Millionen Menschen sind heute gemäss Missio auf der Flucht. Sie fliehen vor Menschenrechtsverletzungen, Krieg, Verfolgung, Hunger; Naturkatastrophen und Klimawandel.

Der Truck startet am 27. April in Freiburg. Am 30. ist er in Interlaken. Dann folgen Mörschwil SG und Aarau, wo er am 2. und 3. Mai gastiert. Missio bietet den Flucht-Truck zusammen mit der Schweizerischen Flüchtlingshilfe SFH an. Der von Missio Aachen konzipierte «Flucht-Truck» war bereits 2015 in der Schweiz. (gs)

«Ich kann nicht zwei Gottesdienste anbieten. Sie wollen einen einzigen.»

 

 

 

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