Jean-Marie Lovey, Bischof von Sitten | © 2014 Josef Bossart
Schweiz
Jean-Marie Lovey, Bischof von Sitten | © 2014 Josef Bossart

Bischof Lovey: Neuer Abt sollte die Jungen zum Kirchendienst motivieren

Sitten VS, 21.3.15 (kath.ch) Ein neuer Abt von Saint-Maurice sollte ein Partner bei der Evangelisierung des Bistums sein und die Jugend für den Kirchendienst motivieren können. Das wünscht sich der Bischof von Sitten, Jean-Marie Lovey, vom Nachfolger des abtretenden Abts von Saint-Maurice, Joseph Roduit.

Um die Jugend anzusprechen, brauche es einen Mann, der zeige, was für ein Glück es sei, Priester im Dienst der lokalen Kirche zu sein, erklärte Lovey im Gespräch mit cath.ch. Die Motivation der Jugend sei wichtig, denn, so fragte er rhetorisch: «Wer wird der Nachfolger des Nachfolgers von Abt Roduit sein?»

Auch Roduit selbst hatte vor kurzem Bedenken über den Fortbestand seines Klosters geäussert: «Ich weiss nicht, was die Zukunft bringen wird», sagte er am Mittwoch, 18. März gegenüber kath.ch. «Die Kirche ist ewig, nicht die Abtei. Ich wünsche mir aber, dass sie noch eine Zeit lang besteht.» Roduit tritt von seinem Amt zurück inmitten der Feierlichkeiten zum 1500 Jahr-Jubiläum des Walliser Klosters.

Mit seinem Rücktritt verlässt Roduit auch die Schweizer Bischofskonferenz. Nach all den Wechseln in den letzten Jahren könne man sagen, die alte Garde mache Platz, kommentierte Bischof Lovey die Situation. Er selbst ist im letzten September als Letzter zur Bischofskonferenz zugestossen, kurz nach Urban Federer, dem Abt von Einsiedeln.

Der 75-jährige Roduit hatte am 17. Dezember beim Papst seine Demission als Abt von Saint-Maurice beantragt. Dieser wurde am 18. März stattgegeben. Nun leitet er als Apostolischer Administrator die Geschicke des Klosters, bis ein neuer Abt antritt. (cath.ch/rp)

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