Bischof Lazzeri übergibt Maria Sofia Chichetti den Äbtissinnen-Ring | © Antonio Schmidt
Schweiz
Bischof Lazzeri übergibt Maria Sofia Chichetti den Äbtissinnen-Ring | © Antonio Schmidt

Bischof Lazzeri hat die bisherige Priorin von Claro zur Äbtissin geweiht

Bellinzona, 11.2.19 (kath.ch) Das Kloster Santa Maria Assunta sopra Claro wird wieder von einer Äbtissin geleitet. Der Bischof von Lugano hat der bisherigen Priorin des Benediktinerinnenklosters von Claro am Samstag die Insignien überreicht.

Der Bischof von Lugano, Valerio Lazzeri, hat die bisherigen Priorin von Claro am 9. Februar während einer gut besuchten Feier zur Äbtissin geweiht. Maria Sofia Chichetti erhielt dabei die vier Abt-Insignien: das Brustkreuz, die Regeln des Heiligen Benedikt, den Ring und den Stab – wie auf der Webseite des Bistums nachzulesen.

In der ebenfalls nachlesbaren Predigt sagte Lazzeri, dass es unter Christen nie eine einzelne Person sei, die eine spezielle Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft und der Kirche erhalte. «Es ist die Gemeinschaft, die – über das, was einem Einzelnen gegeben wird – ein einzigartiges Geschenk der Gnade von Gott erhält.» Es sei also eine Aufforderung, dem nachzukommen.

Maria Sofia Cichetti mit dem Bischofsstab | © Antonio Schmidt

Äbtissin, nicht «Ammissin»

Dann erklärte der Bischof auch, weshalb Maria Sofia Chichetti nun «Äbtissin» und nicht «Ammissin» genannt wird. Das Wort «Abba» bedeute im Aramäischen Vater, und «Amma» Mutter. Doch hier sei nicht ein gewöhnlicher Vater gemeint, sondern jener «Vater», an den sich die Christen im Gebet wendeten.

Mit dem Titel «Äbtissin» wolle man dem Kloster nicht einfach mehr Macht und Sichtbarkeit verleihen, so Lazzeri. Vielmehr gehe es darum, die evangelischen Wurzeln des monastischen und des christlichen Lebens herauszustreichen. Es gehe um die Erfahrung einer besonderen Verbindung, die aus dem Geist Christi hervorgehe und die konkrete Möglichkeit einer Geschwisterlichkeit unter den Menschen enthalte.

Die Tessiner Benediktinerinnen während der Segnungsfeier | © Antonio Schmidt

Durch die Segnung ist das in der Gemeinde Bellinzona liegende Benediktinerinnen-Kloster nach 48 Jahren wieder eigenständig geworden. 1971 war es wegen Personalmangels mit dem Florentiner Kloster von Rosano in Rignano sull’Arno vereint worden. Santa Maria Assunta sopra Claro wurde 1490 gegründet und ist somit das älteste Kloster im Tessin. (rp)

Das älteste Tessiner Kloster wird wieder eigenständig

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