Bischof Huonder als Glückskette-Telefonist: Würde es wieder tun

Chur, 7.5.15 (kath.ch) Der Churer Bischof Vitus Huonder hat sich am Dienstag, 5. Mai, als «Telefonist» der Glückskette betätigt. An diesem Tag sammelte die Glückskette Spenden für die Erdbebenopfer in Nepal. Das eindrücklichste Gespräch hatte der Bischof mit einer Frau, die ihn kritisierte, aber dennoch spendete, erklärte Bischof Huonder am Donnerstag gegenüber kath.ch.

Das Telefon der Glückskette  bediente der Bischof während einer Stunde. Zu seinem Einsatz sagte der Bischof gegenüber kath.ch: «Es ist eine gute Aktion: Prominente als Telefonisten, damit möglichst viele anrufen und für Menschen in Not spenden. Ich fühlte mich verpflichtet, als ich angefragt wurde.» Zu seiner Erfahrung als Telefonist meinte er: «Es war gut, sich nützlich zu fühlen und den Menschen in Nepal nicht nur mit Gebet, sondern auch mit Geld helfen zu können.»

Als eindrücklichstes Erlebenis schildert der Bischof das Gespräch mit einer Frau, «die mir am Telefon sagte: Ich bin oft nicht mit Ihnen einverstanden, aber hier machen Sie eindeutig etwas Gutes!» Für einen derartigen Einsatz sei er jederzeit bereit, «wenn es den Menschen in Not hilft».

17 Millionen Franken für Nepal

Am Dienstag organisierte die Glückskette gemeinsam mit der SRG und diversen Lokalradios einen nationalen Solidaritätstag für die Opfer des Erdbebens in Nepal und sammelte über 11 Millionen Franken. Bis Montag Abend hatte die Glückskette bereits 6,1 Millionen Franken für Nepal gesammelt, teilte die Glückskette auf Anfrage mit. Am 25. April forderte das Erdbeben der Stärke 7,8 auf der Richterskala in Nepal mehrere Tausend Menschenleben und ebenso viele Verletzte. Es entstanden zudem enorme Schäden.

Zu den Partnerorganisationen der Glückskette gehören unter anderen Caritas Schweiz, Fastenopfer, Solidar Suisse, Helvetas, Christoffel Blindenmission und Terre des Hommes. (gs)

7. Mai 2015 | 16:07
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