Basler Mieterverband geht gegen katholischen Verein vor

Basel, 13.8.17 (kath.ch) Der Basler Mieterverband erhebt Verbandsbeschwerde gegen einen katholischen Verein, der an der Mattenstrasse in Kleinbasel vier Häuser abreissen will. Im Visier ist der Verein Vinzenzkonferenz, der in der Basler Pfarrei St. Marien angesiedelt ist.

Der Verein bezeichne sich als soziale Institution, vernichte aber bezahlbaren Wohnraum, kritisiert der Co-Geschäftsführer des Basler Mieterverbands, Beat Leuthardt, im Beitrag von «Regionaljournal Basel Baselland" von Radio SRF am 12. August.

Laut Leuthardt wird sich die Miete der Wohnungen in den betreffenden vier Häusern von bisher 1000 auf 2000 Franken erhöhen. Das könnten sich viele bisherige Bewohner nicht leisten, sie würden verdrängt. Die Vernichtung solch bezahlbaren Wohnraums verändere die Quartierstruktur und sei falsch. Der Mietervertreter ist überzeugt: Eine umsichtige Sanierung der alten Häuser – gemeinsam mit den Bewohnern – käme viel günstiger als der geplante Neubau.

Der Präsident des katholischen Vereins Vinzenzkonferenz war am 13. August nicht erreichbar. Gegenüber dem Regionaljournal hatte er im Vorfeld ausgesagt, dass der Verein bei einer Sanierung «drauflegen müsste».

Brückenbauerin zu Benachteiligten

Die Vinzenzkonferenz St. Marien zählt gemäss Angaben auf der Homepage elf aktive Mitglieder. Sie verstehe sich «als Brückenbauerin zu Benachteiligten, Einsamen oder Armen sowie als wirksame Partnerin anderer sozialer Dienstleister in der Pfarrei St. Marien und in der ganzen Stadt Basel», heisst es weiter. (rp)

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