Schweiz

Angelina schreibt den Schlussbericht an ihre Chef-Engel

Engelberg, 11.1.17 (kath.ch) Tja, da werden die Chefs Augen machen! Kaum ist man mal 2000 Jahre weg von der Erde, ist alles ganz anders. Wo soll ich bloss beginnen? Die ersten Tage waren ja hart. Raus aus dem Halleluja-Feeling und rein in die Kälte. «Alles fresh?» – Das hat die Sache auf den Kopf getroffen. Aber das ist Geschichte. Bloss muss ich jetzt meine Sprache wieder auf Himmelsdeutsch umstellen. Sonst versteht ja keiner meinen Bericht. Und das wäre doch schade. Also:

Bericht von Engel Angelina an den Erzengel Gabriel zu Handen der Vorsitzenden der Engels-Throne:

  1. Auf der Erde wird Weihnachten gefeiert.
  2. Aber ein bisschen eigenartig: Schon Anfang Advent brennen die Weihnachtsbäume und es werden Weihnachtsessen mit viel Trinken gehalten.
  3. Lichterketten, gebackener Teig und Geschenke spielen eine grosse Rolle.
  4. Gesungen wird an manchen Orten ganz schön. An anderen Orten aber mehr geschrien.
  5. Das mit dem Familienfest klappt nicht mehr überall.
  6. Nach Weihnachten ist die Freude schnell vorbei.

Also, liebe Chefs. Nach einem Monat auf der Erde muss ich festhalten: Weihnachten, wie wir es im Himmel feiern, ist hier nicht mehrheitsfähig. Das ist postfaktisch, könnte ich sogar sagen. Denn ich bin mir nicht einmal sicher, ob alle Leute hier überhaupt noch wissen, was an Weihnachten gefeiert wird. Das hat mir zu denken gegeben.

Aber je länger ich hier war, desto lieber habe ich diese Menschen bekommen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es eine etwas andere Sprache braucht, um die Weihnachtsgeschichte aktuell unter die Leute zu bringen. Statt dem grossen Halleluja mal einen «Little Trip to Heaven» von Bruder Tom gelten lassen… – Wenn ich mir diesen kleinen Tipp an die Abteilung «Himmlische Inspiration» erlauben darf.

Oder weltlich kurz: Kopf hoch, Flügel weit. Wir bleiben dran!

#läuftbeimir, Angelina

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