Alt-Papst Benedikt «spielt wieder Klavier, aber hat Probleme mit den Beinen»

Rom, 12.2.15 (kath.ch) Benedikt XVI. geht es laut Erzbischof Georg Gänswein zwei Jahre nach seinem Rücktritt dem Alter entsprechend gut. Über den Gesundheitszustand des emeritierten Papstes würden oft böswillige Gerüchte verbreitet, sagte Gänswein am Donnerstag in einem Interview der italienischen Tageszeitung «Corriere della Sera». Demgegenüber stellte der Privatsekretär des emeritierten Papstes klar: «Benedikt XVI. ist ein Mann von beinahe 88 Jahren, und wie es normal ist für sein Alter, hat er gelegentlich Probleme mit den Beinen. Das ist alles».

Sein Kopf funktioniere noch hervorragend, sein Gedächtnis sei ausgezeichnet. In letzter Zeit spiele Benedikt XVI. auch wieder verstärkt Klavier, vor allem Stücke von Mozart.

Benedikt XVI. hatte sich nach seinem Rücktritt im Februar 2013 in ein umgebautes Kloster in den vatikanischen Gärten zurückgezogen. Gänswein ist als Präfekt des Päpstlichen Hauses auch für Papst Franziskus tätig.

Tag beginnt 7.45 Uhr mit Messe – dann Frühstück

Benedikt XVI. hat nach Gänsweins Angaben einen festgeregelten Tagesablauf: Er beginnt seinen Tag demnach um 7.45 Uhr mit einer Messe. Nach einem kurzen Frühstück verbringt er den Vormittag mit Gebet, Lesen, Studium sowie mit Erledigung der Korrespondenz. «Gelegentlich» empfängt er auch Gäste. Gegen 13.30 Uhr nimmt er üblicherweise mit Gänswein das Mittagessen ein.

Anschließend geht ein paar Schritte auf der Terrasse des umgebauten Kloster «Mater Ecclesiae». Um 16.15 Uhr begibt sich der emeritierte Papst dann zur Lourdes-Grotte in den Vatikanischen Gärten, wo er den Rosenkranz betet. Anschließend widmet er sich entweder weiter dem Gebet oder dem Studium. Um 19.30 Uhr folgt das Abendessen. Danach sieht er sich die Nachrichten im italienischen Fernsehen an. Nach einem Gebet in seiner Kapelle geht der ehemalige Papst schlafen. (cic)

12. Februar 2015 | 14:01
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