Bischof Markus Büchel eröffnete gestern die Pforte der Barmherzigkeit in der St. Galler Kathedrale | © 2015 Regina Kühne
Bischof Markus Büchel eröffnete gestern die Pforte der Barmherzigkeit in der St. Galler Kathedrale | © 2015 Regina Kühne
Bistum St. Gallen, 14.12.2015, 11:03

Was ist Barmherzigkeit im Alltag?

Medienmitteilung

700 Gläubige feierten die Öffnung der Heiligen Pforte in der Kathedrale – Im Rahmen einer Versöhnungsfeier eröffnete Bischof Markus Büchel gestern die Pforte der Barmherzigkeit für das Bistum St. Gallen Sie bleibt nun ein Jahr lang geöffnet. Barmherzigkeit ist kein verstaubter Begriff, sondern eine zu allen Zeiten aktuelle Herausforderung. Der lateinische Begriff, miseri-cor-dia – bedeutet: «Ein Herz für die Schwachen». Darauf macht der Papst zusammen mit allen Diözesen der Welt im Heiligen Jahr aufmerksam.

 

Papst Franziskus hat für den ganzen Erdkreis ein Jahr der Versöhnung ausgerufen und am 8. Dezember die Pforte der Barmherzigkeit in Rom geöffnet. Er bat darum, dass in jedem Bistum weltweit ebenfalls eine Pforte der Barmherzigkeit eröffnet werde. Ein Jahr lang lädt die «St.Galler-Pforte» nun dazu ein, in der Barmherzigkeit einen neuen Zugang zum Glauben und zur Kirche zu wagen. «Das ist auch dringend nötig, denn unsere Erde ist überschwemmt von Hass und Terror, überflutet von Strömen von Leid und Blut, Tränen und Verzweiflung», sagte der Beauftragte für die Pforte der Barmherzigkeit Philipp Hautle bei der gestrigen Eröffnungsfeier in St. Gallen. «Und wieviel Leid, Angst und Ohnmacht nagen ganz im Stillen in unseren Herzen?».

Tauferinnerung

Die St. Galler Pforte wurde im Rahmen einer adventlichen Versöhnungsfeier in der Kathedrale mit Bischof Markus Büchel und dem Projektteam mit Philipp Hautle, Dompfarrer Beat Grögli und Hildegard Aepli und Barbara Walser, Pastoralassistentinnen am Dom, eröffnet. In einer eindrücklichen Prozession gingen die 700 Mitfeiernden im Kirchenschiff zur Pforte der Barmherzigkeit. Bischof Markus Büchel öffnete die Türe mit dem Evangeliar in den Händen und mit den Worten: «Ich bin die Tür, spricht der Herr, wer durch mich hineingeht wird gerettet werden…». 700 Gläubige folgten dem Bischof durch den Kreuzgang der Kathedrale und wieder hinein ins Kirchenschiff zum Taufbecken. Hier waren alle eingeladen, sich selber oder einander das Kreuzzeichen auf die Stirn zu zeichnen und sich damit an die eigene Taufe zu erinnern. Musikalische Kostbarkeiten schufen dazu einen besinnlichen Rahmen.

Weltweit verbunden

Die Versöhnungsfeier wurde mit Stille, Gebeten und dem Schlusssegen des Bischofs abgeschlossen. Das Jahr der Barmherzigkeit aber nicht. Alle sind eingeladen, sich durch die Pforte der Barmherzigkeit auf den Besinnungsweg im Kreuzgang zu machen, geistig verbunden mit dem Papst und den Millionen von Gläubigen auf der ganzen Erde. (sar./Bistum St. Gallen)

Ein Jahr lang offen und betreut

Die Pforte der Barmherzigkeit ist bis zum Otmarstag im November 2016 dann offen, wenn die Kathedrale geöffnet ist. Der Weg durch den Kreuzgang in die Kathedrale ist zum Thema Barmherzigkeit gestaltet. Was bedeutet Barmherzigkeit im Alltag, für die Welt, für unser Christsein?

Jeden Mittwoch wird um 15 Uhr und 17 Uhr eine Begleitung durch die Pforte angeboten. Gruppen können sich auch zu anderen Zeiten für eine Begleitung anmelden.

Die Seelsorgenden der Kathedrale gestalten jeden 3. Mittwoch im Monat um 17.30 Uhr einen Impuls zu Barmherzigkeit und Versöhnung. Es besteht die Möglichkeit zum Seelsorgegespräch beim Taufbrunnen oder zu einem Beichtgespräch

Weitere Informationen: www.bistum-stgallen.ch/misericordia

Kontakt und Anfragen: misericordia@bistum-stgallen.ch

Die Pforte ist nun für ein Jahr offen. Über dem Türbogen ist das Wort miseri-cor-dia in den Stein geschlagen worden | © 2015 Regina Kühne
Die Pforte ist nun für ein Jahr offen. Über dem Türbogen ist das Wort miseri-cor-dia in den Stein geschlagen worden | © 2015 Regina Kühne
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