Bischof Markus Büchel | © Kirche in Not
Bischof Markus Büchel | © Kirche in Not
Kirche in Not, 22.01.2019, 14:35

Verfolgte Christen brauchen eine Stimme – «Kirche in Not» nimmt sie wahr

Medienmitteilung

Das Hilfswerk «Kirche in Not» gedenkt jeweils zu Jahresbeginn in einer besonderen Ge­denkfeier ihres Gründers, dem niederländischen Ordensmann Werenfried van Straaten, im Volksmund oft «Speckpater» genannt. Das Hilfswerk gibt weltweit den verfolgten Christen eine Stimme, was durch den Hauptzelebranten am diesjährigen Gedenkgottesdienst, dem St. Galler Bischof Markus Büchel, gewürdigt wurde. Die eindrückliche Feier wurde vom Oberwalliser Bitscher Chor unter Leitung von Dr. Marcel Mangisch festlich umrahmt. Wiederum konnte Geschäftsführer Jan Probst die Gläubigen und Gäste in der nahezu vollbesetzten Luzerner Jesuitenkirche begrüssen.

 

In seinem Willkommgruss konnte Geschäftsführer Jan Probst bekanntgeben, dass «Kirche in Not» im abgelaufenen Jahr dank Unterstützung durch die Spenderinnen und Spender in 148 Län­dern Projekte unterstützen konnte. In einer kürzlich stattgefundenen Begegnung mit dem em. Papst XVI. betonte dieser die Wichtigkeit, dass weltweit die verfolgten Christen nicht vergessen werden. Er sicherte dem Hilfswerk sein Gebet zu. Ein besonderer Willkommgruss galt Ehrengast Bischof Markus Büchel, dem Präsidenten des Hilfswerks, Dr. Marco Reichmuth, dem Bitscher Chor aus dem Oberwallis sowie der mitwirkenden Ministrantengruppe aus Nottwil.

 

Aufruf zur gläubigen Verbundenheit mit den Christen

Bischof Büchel nahm in der Predigt Bezug auf das Tagesevangelium, welches die Hochzeit zu Kana beinhaltete. Jesus wirkte damals sein erstes Wunder durch die Verwandlung von Wasser in Wein und zeigte, dass Gott ihn der Welt geschenkt hatte. Maria ermunterte damals die Jünger, das zu tun, was er euch sagt. – Ein marianischer Mensch war auch der «Speckpater», der spürte, dass die Menschen in der Welt Hilfe brauchen. Es gilt, achtsam zu sein, wo die Freude am Leben stirbt. Derzeit leben wir in der grössten Christenverfolgung aller Zeiten. Das Hilfswerk «Kirche in Not» verpflichtet sich, Menschen zusammen zu bringen. Die Christen sind eine Weltgemein­schaft mit Verantwortung aus dem Geist Christi. Es geht um innere gläubige Verbundenheit mit den Christen dieser Welt. Der Vizepräsident der Schweizer Bischofskonferenz dankte dem Hilfs­werk «Kirche in Not» von Herzen für seinen Einsatz mit der Empfehlung, auch der Kraft des Gebetes zu vertrauen.

 

 Leidende Christen müssen neue Hoffnungen erhalten

Im Fürbittgebet gedachten Vertreter des Hilfswerks Christen, die in jüngster Zeit zufolge ihres Glaubensbekenntnisses weltweit den Märtyrertod erlitten hatten. Es wurden als Mahnmal, wie als Zeichen der Solidarität, auf dem Altar vier Kerzen angezündet. Mögen leidenden Christen neuen Hoffnungen entflammen. Die Christen im Nahen Osten, besonders in Syrien, wo ihre Zahl innert zehn Jahren von 2.5 Millionen auf 700›000 geschrumpft ist, benötigen Soforthilfe, damit sie in ihren Heimatländern einen Neuanfang verwirklichen können. Die Kollekte wurde für solche Projekte aufgenommen.

Eine besonders festliche Note verlieh dem eindrücklichen Gottesdienst der aus dem Oberwallis angereiste, rund 30 köpfige Bitscher Chor. Die Sängerinnen und Sänger, unterstützt durch einen Blaswandler und zwei Gitarristen, verstanden es, ansprechende Melodien nach Kompositionen und Texten ihres einheimischen Dirigenten Dr. Marcel Mangisch zur feierlichen Stimmung vorzutragen. Die Ministrantengruppe aus dem luzernischen Nottwil, unter der Leitung des Nottwiler Sakristans Stefan Troxler, freute sich, bei dieser Messfeier mitzuwirken.

 

Eindrückliche Erlebnisse im Heiligen Land – Hilfe von Wichtigkeit

Im Anschluss an den Gedenkgottesdienst berichtete Bischof Büchel über Begegnungen mit Chri­sten im Heiligen Land, wo er letzthin weilte. Im Vergleich zu diesen Menschen sind wir hier in Europa kleingläubig. «Ihnen ist der Glaube lebensnotwendig», so der Bischof und weiter «es ist wichtig, die Christen zu besuchen. Sie flehen darum, dass wir sie nicht vergessen. Sie fühlen sich immer mehr eingeengt, als Christen anerkannt zu werden. Ich habe die Not in den Flüchtlingsla­gern gesehen. Es gibt Gebiete wo nur das Hilfswerk «Kirche in Not» hilft. Die Menschen brau­chen uns und unsere Hilfe. Gerade bei den Christen ist die Not sehr gross, weshalb die Aufbau­hilfe enorm wichtig ist.»«» Es gibt stets neue Herausforderungen. Zudem wird es in der säkularen Welt immer schwieriger, Mittel zur Hilfe für Christen zu erhalten. Die Christen müssen sich gegenseitig helfen, auch wenn es um die Religionsfreiheit geht. Es gilt, dies immer wieder anzumahnen. Da muss die Solidarität unter den Bischöfen gross sein. Sie geben Zeugnis davon, dass das Leben einen Sinn hat, auch über den Tod hinaus. «Möge Gott uns den Segen geben, um das zu tun, was Jesus in Kana gesagt hat»«», so der abschliessende Wunsch von Bischof Büchel.

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