Gastbeitrag, 22.05.2019, 14:36

Gemeinsames Fastenbrechen: 1500 Gäste vereint auf dem Weinfelder Marktplatz

Medienmitteilung

Am vergangenen Samstag organisierte die Schweizerische Islamische Gemeinschaft (SIG) Bürglen das zweite gemeinsame Fastenbrechen auf dem Weinfelder Marktplatz.

Für Muslime begann der Fastenmonat Ramadan dieses Jahr am 6. Mai. Seither verzichten sie von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Dabei geht es auch um Enthaltsamkeit von schlechten Taten und Worten, um sich Gott spirituell zu nähern. Der Ramadan-Tradition folgend lud die Schweizerische Islamische Gemeinschaft Bürglen zum zweiten gemeinschaftlichen Iftar-Essen ein, was auf sehr grosses Interesse stiess. Von nah und fern nahmen über 1500 Menschen unterschiedlicher Kultur und Herkunft an der Veranstaltung teil.

Zum vielseitigen Bühnenprogramm gehörten die Koranrezitation von Herrn Furkan Antepli, die Begrüssungsansprachen der amtierenden Regierungspräsidentin des Kantons Thurgau Cornelia Komposch, der Weinfelder Gemeinderätin Ursi Senn-Bieri und des Vizepräsidenten der Schweizerischen Islamischen Gemeinschaft und gleichzeitigen Mediensprechers der Föderation Islamischer Dachorganisationen Schweiz Önder Günes und der Vortrag über die Weisheit des Liebens vom Islamwissenschaftler Dr. Ali Özgür Özdil. Für Unterhaltung sorgten der Poetry Slam Auftritt der Slammerin Siham, ein Schülerbeitrag der SIG Bürglen Moschee und der Kinderchor der Bosnischen Islamischen Gemeinschaft Bischofszell unter der Leitung von Imam Nagim Mustafoski. Zu den weiteren Gästen zählten der Gemeindepräsident von Bürglen Erich Baumann, Schulleiter der Primarstufe Bürglen Fabian Traber, Weinfelder Gemeinderat Hans Eschenmoser und Weinfelder Gemeindeschreiber Reto Marty.

Das Motto des Abends war das arabische Wort «Salām», welches für Frieden steht. Nachdem die Moderatoren Yasemin und Emin Catan auf die Diversität des Publikums hinwiesen, betonten sie: «Mehr als Unterschiede weisen wir jedoch Gemeinsamkeiten auf. Wie zum Beispiel, dass wir alle Schweizer sind, ein Teil der hiesigen pluralistischen Gesellschaft, so vielfältig und bunt.» Die SIG Bürglen vertritt die Meinung, dass der kulturelle und religiöse Pluralismus eine Chance ist, die es zu nutzen gilt. Hierfür müsse man den Austausch untereinander fördern, um Gemeinsamkeiten zu erkennen und Vorurteile abzubauen und dadurch die gegenseitige Toleranz und Akzeptanz zu stärken.

Das OK-Team der SIG Bürglen bedankt sich bei allen ehrenamtlichen Helfern und den zahlreich erschienenen Gästen und freut sich bereits auf das dritte traditionelle gemeinsame Fastenbrechen im Jahr 2020.

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