Kloster Fahr, 11.12.2018, 13:43

Gemeinsame Vision wird Wirklichkeit

Medienmitteilung

Mit einem breit angelegten Strategieentwicklungsprozess und einer öffentlichen Ausschreibung suchte das Kloster Fahr Partner für die Entwicklung und zukünftige Nutzung der Annexgebäude und Betriebe in Ergänzung zum laufenden Renovationsprozess. Im Rahmen des Ausschreibungs- und Auswahlverfahrens hat das Projekt «erfahrbar» den Zuschlag erhalten. Die Vertreter des Projektes «erfahrbar», lokal verankerte Familien und die PROSPERITA Stiftung für berufliche Vorsorge als Investorin, haben ein Gesamtkonzept mit christlichem, gemeinschaftlichem Mehrgenerationenwohnen, nachhaltiger Landwirtschaft und Ausflugs-Gastronomie eingereicht.

Das Echo und das Interesse dieser öffentlichen Ausschreibung waren gross und es sind über zwanzig Projekte eingereicht worden. In einem zweistufigen Verfahren prüften die Klostergemeinschaften Fahr und Einsiedeln in den vergangenen neun Monaten mit Unterstützung von Fachpersonen die verschiedenen Konzepte.

Das Gesamtkonzept «erfahrbar» überzeugt und freut die Klostergemeinschaften. Mit «erfahrbar» wird eine gemeinsame Vision Wirklichkeit: die Klostergemeinschaft gibt Antwort auf ein Bedürfnis der Zeit, sie stellt in der ehemaligen Bäuerinnenschule Raum für eine innovative, ökumenische und klosternahe Lebensform zur Verfügung. Das Zusammenleben mehrerer Generationen unter einem Dach begegnet der Vereinsamung in der Gesellschaft und knüpft dabei an die benediktinische Tradition des Klosters an. Die Wohngemeinschaft soll sich aus Mitgliedern verschiedener christlicher Konfessionen zusammensetzen (katholisch, reformiert, freikirchlich). Zudem kann das Ensemble erhalten bleiben und das Areal in einem ausgewogenen Ausmass mit Jung und Alt belebt werden. Die Landwirtschaft und die Gastronomie werden den heutigen Bedürfnissen und Möglichkeiten angepasst und machen nachhaltige Lebensmittelproduktion und -verwendung für die Besucherinnen und Besucher des Klosters erfahrbar.

Hauptsächlicher Zweck und Mittelpunkt des baulichen Ensembles bleiben das Klostergebäude und die dort lebende Benediktinerinnengemeinschaft. Mit Blick auf die Ausstrahlung in die Region und darüber hinaus bleibt der Charakter des Klosters erhalten: Das Kloster Fahr als Ort steht auch künftig für die benediktinische Lebensform, für die katholische Konfession und die ökumenische Offenheit. Wie bisher soll diese Offenheit gegenüber Menschen aller Konfessionen und Religionen, für die regionale Verwurzelung im Limmattal und für gesellschaftliche Toleranz spürbar bleiben.

Das Kloster Fahr und die Investorin, die PROSPERITA Stiftung für berufliche Vorsorge, starten nun gemeinsam mit den Behörden die Konkretisierung als Basis für die Vertragsausarbeitung und anschliessende Umsetzung des Gesamtkonzeptes. Dem Ziel, die grüne Oase im Limmattal als attraktiven Begegnungsort zu stärken, soll optimal Rechnung getragen werden.

Die Klostergemeinschaft dankt nochmals allen Projekteingebenden für ihr Interesse und ihr grosses Engagement und auch den Behörden, welche sie auf dem bisherigen und auch weiteren Weg so wertvoll unterstützen. Auch wenn noch viel Arbeit zu tun ist, ist die Klostergemeinschaft überzeugt, mit dieser Vision in einer technisierten, digitalisierten und anonymisierten Gesellschaft als Kloster ein Ort zu sein, an dem sich zeigt, wie sich Gemeinschaft in Mitmenschlichkeit und gelebter Solidarität verwirklichen lässt.

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