Frieden zwischen Stadt und Land

Appell der Stiftung Bruder Klaus

Durch eine weltweit wogende Seuche ist unser Land – wie viele andere auch – bis in die Familien hinein in eine heftige Zerreissprobe geraten. In dieser Situation erinnert die Stiftung Bruder Klaus eindringlich an die Grundlagen der Schweiz. Unser Land verdankt sich einem Frieden, der tiefgreifende Konflikte zu integrieren vermag. Unverdient ist die Schweiz deshalb verschont geblieben von totalitären Ideologien und Kriegen.

Zwei Tage vor Weihnachten, am 22. Dezember 1481, hat Niklaus von Flüe, Bruder Klaus genannt, das Friedenabkommen von Stans vermittelt. Diese Friedensordnung besteht in ihrer Essenz aus einem institutionalisierten Ausgleich zwischen Stadt und Land. Dieser wurde damals erreicht durch die Zurücksetzung der Städte Solothurn und Fribourg. Heute ist dieser Friede von neuem bedroht vom Gegensatz der unterschiedlichen Erfahrungswelten. Hier das Wissen, das aus dem tagtäglichen Umgang mit Pflanzen und Tieren erwächst, dort das Wissen, das sich aus der Weiterentwicklung von wissenschaft-lichen Erkenntnissen, technischen Fähigkeiten und einer sachkundigen Verwaltung der dazu notwenigen Finanzmittel ergibt. Einmal mehr droht dieser Unterschied zum Nährboden von Misstrauen und Diffamierungen zu werden. Auch wo etwas alternativlos vernünftig zu sein scheint, wird das Zusammenleben nachhaltig zersetzt, wenn Menschen durch äusseren Druck genötigt und innerlich gebrochen werden. In dieser Situation appelliert die Stiftung Bruder Klaus insbesondere an alle, die an Weihnachten das Evangelium zu verkünden haben. Sie müssen diesen hoch aktuellen Aspekt der Weihnachtsbotschaft zum Klingen bringen! Die klassischen Erzählungen Lukas 2 und Matthäus 2 stellen ihn anschaulich vor Augen: Das Kind in der Krippe versöhnt die unterschiedlichen Erfahrungen, die sich aus den unterschiedlichen Lebensaufgaben ergeben. Es vereint die Hirten vom Feld und die sternkundigen Magier mit den Geschenken, die den Reichtum und das pharmazeutische und kosmetische Können der damaligen Zeit repräsentieren. Wer sich vor diesem Kind beugt, kann diskriminierendes Unrecht ertragen, ohne deswegen seine Würde und Freiheit zu verlieren. Der weihnächtliche Frieden ist eine hochkomplexe, beunruhigend fragile Wirklichkeit. Er war für die Hirten präsent im Lob der Engel. Die Sternkundigen aber konnten nicht verhindern, dass ein angstgetriebener Machthaber an den Kindern von Bethlehem ein grausames Verbrechen beging. Das selbstkritische, vertrauensvolle Nachdenken über diese Zusammenhänge ist auch heute wieder die Voraussetzung dafür, dass der Frieden in unserem Land sich erneuern und Bestand haben kann. Durch eine weltweit wogende Seuche ist unser Land – wie viele andere auch – bis in die Familien hinein in eine heftige Zerreissprobe geraten. In dieser Situation erinnert die Stiftung Bruder Klaus eindringlich an die Grundlagen der Schweiz. Unser Land verdankt sich einem Frieden, der tiefgreifende Konflikte zu integrieren vermag. Unverdient ist die Schweiz deshalb verschont geblieben von totalitären Ideologien und Kriegen.

Zwei Tage vor Weihnachten, am 22. Dezember 1481, hat Niklaus von Flüe, Bruder Klaus genannt, das Friedenabkommen von Stans vermittelt. Diese Friedensordnung besteht in ihrer Essenz aus einem institutionalisierten Ausgleich zwischen Stadt und Land. Dieser wurde damals erreicht durch die Zurücksetzung der Städte Solothurn und Fribourg. Heute ist dieser Friede von neuem bedroht vom Gegensatz der unterschiedlichen Erfahrungswelten. Hier das Wissen, das aus dem tagtäglichen Umgang mit Pflanzen und Tieren erwächst, dort das Wissen, das sich aus der Weiterentwicklung von wissenschaft-lichen Erkenntnissen, technischen Fähigkeiten und einer sachkundigen Verwaltung der dazu notwenigen Finanzmittel ergibt. Einmal mehr droht dieser Unterschied zum Nährboden von Misstrauen und Diffamierungen zu werden. Auch wo etwas alternativlos vernünftig zu sein scheint, wird das Zusammenleben nachhaltig zersetzt, wenn Menschen durch äusseren Druck genötigt und innerlich gebrochen werden.

In dieser Situation appelliert die Stiftung Bruder Klaus insbesondere an alle, die an Weihnachten das Evangelium zu verkünden haben. Sie müssen diesen hoch aktuellen Aspekt der Weihnachtsbotschaft zum Klingen bringen! Die klassischen Erzählungen Lukas 2 und Matthäus 2 stellen ihn anschaulich vor Augen: Das Kind in der Krippe versöhnt die unterschiedlichen Erfahrungen, die sich aus den unterschiedlichen Lebensaufgaben ergeben. Es vereint die Hirten vom Feld und die sternkundigen Magier mit den Geschenken, die den Reichtum und das pharmazeutische und kosmetische Können der damaligen Zeit repräsentieren. Wer sich vor diesem Kind beugt, kann diskriminierendes Unrecht ertragen, ohne deswegen seine Würde und Freiheit zu verlieren.

Der weihnächtliche Frieden ist eine hochkomplexe, beunruhigend fragile Wirklichkeit. Er war für die Hirten präsent im Lob der Engel. Die Sternkundigen aber konnten nicht verhindern, dass ein angstgetriebener Machthaber an den Kindern von Bethlehem ein grausames Verbrechen beging. Das selbstkritische, vertrauensvolle Nachdenken über diese Zusammenhänge ist auch heute wieder die Voraussetzung dafür, dass der Frieden in unserem Land sich erneuern und Bestand haben kann.

www.stiftungbruderklaus.ch

Bruder-Klausen-Stiftung
18. Dezember 2021 | 15:14