Diakonenweihe in Oerlikon

Medienmitteilung

Am Samstag, 9. Januar weihte Weihbischof Marina Eleganti  sechs verheiratete Theologen in der Kirche Herz Jesu Oerlikon zu Ständigen Diakonen.

Unter Anteilnahme einer grossen Zahl von Gläubigen wurden Pedro José Guerrero-Diaz, Hl. Josef in Affoltern am Albis, Andreas Diederen-Ott, Hl. Marzellus in Gersau, Martin Oertig, Hl. Martin in Galgenen, Manfred Kulla, Herz Jesu in Zürich-Oerlikon, Marek Slaby, Hl. Nikolaus in Hombrechtikon und Stefan Arnold, Leiter der Behindertenseelsorge in Zürich zu Ständigen Diakonen geweiht. Vier der geweihten Seelsorge verrichten ihren pastoralen Dienst im Kanton Zürich, die übrigen zwei im Kanton Schwyz.

Die Weiheliturgie  ist geprägt von eindrücklichen Zeichen. Nach der Befragung der Weihekandidaten, bei sie ihre Bereitschaft bekundeten ihr Amt als Diakone mit all ihren Kräften auszuführen, kamen die Ehefrauen nach vorne und bezeugten, ihre Ehemänner in der Ausübung ihres Dienstes zu unterstützen. Es folgten dann die grosse Heiligenlitanei, bei der die Weihekandidaten ausgestreckt auf dem Boden lagen und die feierliche Handauflegung durch den Bischof.

 

In seiner Predigt machte Weihbischof Eleganti deutlich, dass es für das Amt des Diakons neben Professionalität vor allem das Gebet brauche. So gelobten die Weihekandidaten, aus dem Geist der Innerlichkeit zu leben und Männer des Gebet zu werden. Sie verpflichten sich das Stundengebet regelmässig zu verrichten. «Wenn wir täglich Gott nur eine halbe Stunde schenken würden, dann könnten wir alle die Welt verändern. Das Gebet hat die Kraft dazu», sagte Eleganti.

Der Gottesdienst wurde stimmungsvoll durch eine Jugendband mit Chor, Orgel, Trompete und Sologesang gestaltet. Die musikalische Gestaltung hatte dabei durchaus persönliche Beziehung zu den Weihekandidaten. Die Jugendband wurde durch den langjährigen Kollegen von Manfred Kulla Diakon Alexander Gonzales, Maria Lourdes Zürich-Seebach geleitet. Die Orgel spielte Johannes Diederen und die Trompete Patrick  Arnold.

 

Weltweit gibt es ca. 43.000 ständige Diakone, wobei der Grossteil in Europa lebt und arbeitet. In der Schweiz sind es 246 Diakone, davon 51 im Bistum Chur.

Im Unterschied zu Deutschland werden im Bistum Chur hauptsächlich verheiratete Theologen geweiht. In Deutschland machen die Diakone mit Zivilberuf den Hauptanteil der Diakone aus. 1458 Diakone mit Zivilberuf taten 2014 ihren Dienst. Hingegen waren lediglich 934 im Hauptberuf.

Der Ständige Diakon ist kirchenrechtlich nicht mehr Laie, sondern Kleriker. Er kann das Sakrament der Taufe spenden und bei der Eheschliessung als Zeuge auftreten, nicht aber die Krankensalbung spenden. (Manfred Kulla)

Sechs Familienväter zu Ständigen Diakonen geweiht

Gastbeitrag
14. Januar 2016 | 12:34