mission 21, 11.02.2019, 10:35

Der Islam gehört zur Schweiz

Medienmitteilung

Was bedeutet diese Aussage im Alltag? Mission 21 bietet an der Tagung für interreligiöse Friedensarbeit Antworten. Fachleute aus Psychologie, Politik und Gesellschaft zeigen Wege auf weg von Ängsten und Naivität hin zu einem konstruktiven Miteinander.

«Der Islam gehört zur Schweiz.» Dieser Satz hat es in sich. Für die einen ist er schlicht eine Feststellung. Andere sehen darin eine beängstigende Provokation. Mission 21 hat zu ihrer diesjährigen Fachtagung Expertinnen und einen Experten eingeladen, die verschiedene Perspektiven bieten für einen konstruktiven Dialog zwischen Musliminnen und Muslimen und der Schweizer Mehrheitsgesellschaft. In Referaten und Workshops geht es darum, Ängste zu erkennen, die zur Ausgrenzung von Fremden führen und andererseits Naivität zu vermeiden – mit dem Ziel, eine funktionierende Partnerschaft in der Gesellschaft anzustreben.

Angst, Gegenseitigkeit, Rücksichtnahme

Die Psychoanalytikerin Jeannette Fischer bietet Einblicke zum Thema Angst. Im Referat spricht sie über Gründe, warum Menschen die Welt und besonders Fremde als Bedrohung erfahren können. Im Workshop eröffnet Fischer Zugänge, um von Ängsten zu befreien. Die Politikwissenschaftlerin Elham Manea postuliert das Prinzip der Gegenseitigkeit als verbindend und verbindlich. Sie bringt Beispiele, wie auch muslimische Migrantinnen und Migranten als verantwortliche Bürgerinnen und Bürger gefördert und gefordert werden. Die Theologin Magdalena Zimmermann von Mission 21 widmet sich einem gesellschaftlichen Thema: sie fragt in ihrem Referat nach, wie Rücksichtnahme unter Angehörigen verschiedener Religionen konkret aussieht in der Schweiz. Workshops: Einblicke in soziale Arbeit und gesellschaftliches Engagement Die Pädagogin Nazlije Memeti, muslimische Seelsorgerin am Kantonsspital St. Gallen, erörtert wie das islamische Konzept von Seelsorge und Fürsorge im europäischen Kontext aussehen kann. Der frühere Schlierener Imam Muris Begovic erläutert anhand von Beispielen aus dem Kanton Zürich, wie und wo sich Musliminnen und Muslime in der Gesellschaft engagieren – freiwillig oder auf professioneller Basis – und wo Verbesserungspotential besteht.

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