Katholisch sein – (wieder) katholisch werden

Ein Kirchenaustritt muss nicht endgültig sein. Jedes Jahr werden in der ganzen Schweiz zahlreiche Erwachsene wieder der römisch-katholischen Kirche bei. Während zum Beispiel der Kanton St. Gallen nach Angaben des Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institutes im Jahre 1990 lediglich 68 Eintritte verzeichnete, waren es im Jahr 2005 bereits 165. In Deutschland gibt es zahlreiche niederschwellige Angebote für (Wieder)-Eintretende. In der Schweiz wird bis jetzt wenig für Zurückkehrende unternommen. Einzig im Bistum Basel gibt es eine erste Kampagne.

Die Zahl der Erwachsenentaufen und Wiedereintritte in die katholische Kirche haben in den letzten Jahren zugenommen: zum Beispiel Menschen, deren Einstellung sich gegenüber der röm.-kath. Kirche geändert hat oder die den Glauben neu entdeckt haben; Eltern, die ihr Kind taufen lassen wollen.

Besuch eines Katechumenats

Es bietet sich  die Teilnahme an einem Katechumenat an. Der Katechumenat – Glaubenskurs mit anschliessender Taufe – war am Anfang der Geschichte des Christentums der übliche Weg, um Christ zu werden. Durch die dann einsetzende Praxis der Kindertaufe trat der Katechumenat in den Hintergrund. Heute wird er neu entdeckt und gewinnt an Bedeutung. Anstelle der Taufe können Menschen, die (wieder) in die Kirche aufgenommen werden wollen und schon getauft sind, zum Beispiel in der Osternacht ein selbstverfasstes Bekenntnis sprechen.

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