Sektenflyer
New Age aus christlicher Sicht

Das Kalachakra-Ritual des Dalai Lama in Graz (11.-23.10.2002) - eine evangelische Stellungnahme

Im folgenden dokumentiert infosekten eine Presseerklärung der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin (EZW)

Presseerklärung
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Kontroverse um die Kalachakra-Einweihung in Graz

Vom 11.-23. Oktober 2002 wird der Dalai Lama die jährlich
stattfindende Einweihung nach den Riten des Kalachakra Tantra in
Graz vornehmen und dies mit einer allgemeinen Einweisung in den
tibetischen Buddhismus verbinden. Das Autorenehepaar mit dem
Pseudonym "Trimondi" und andere wenden sich gegen den Dalai Lama mit
der Behauptung, er und der an ihm orientierte Buddhismus strebten
die politische Weltherrschaft an. Mit der Kalachakra-Einweihung
seien ethisch unzulässige Praktiken und Bewusstseinsmanipulation
verbunden.

Dazu ist Folgendes zu bemerken: Die Kalachakra-Einweihung in Graz
findet in friedlicher Absicht statt, es kann weder von
Bewusstseinsmanipulationen noch von einem Aufruf zum Anstreben der
Weltherrschaft im politischen Sinne die Rede sein. Stattdessen
handelt es sich im Eigenverständnis des tibetischen Buddhismus um
Übungen der geistigen Transformation und Integration zerstörerischer
Kräfte im Menschen. Ihr Zweck ist also gerade die innere Überwindung
von Gewalt, Intoleranz und Krieg.

Die EZW plädiert für eine kritische und unverklärte
Auseinandersetzung mit dem "Phänomen Dalai Lama" und seiner
außerordentlichen missionarischen Wirkung im Westen. Diese
Auseinandersetzung muss allerdings fair und in Respekt gegenüber dem
Selbstverständnis des tibetischen Buddhismus geschehen.

(für Rückfragen: Dr. U. Dehn, Tel. 0049-30-28395-213)

EZW
Evangelische Zentralstelle für
Weltanschauungsfragen Berlin
Auguststr. 80
D-10117 Berlin
Tel: 030/2839 5211
Fax: 030/2839 5212
www.ezw-berlin.de

Quelle: Infosekten, 09.10.2002

Mittwoch, 9. Oktober 2002

 
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