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New Age aus christlicher Sicht

Emmanuel Milingo zum Papst zurückgekehrt

Der sambische Erzbischof Emmanuel Milingo ist nach Italien zurückgekehrt. Er werde sein Amt wieder aufnehmen, teilte der Vatikan gestern mit. Milingo hatte 2001 in einer Zeremonie der Mun-Sekte eine Südkoreanerin geheiratet, woraufhin ihm die Kirche mit Exkommunizierung drohte. Auf die Bitte von Papst Johannes Paul II. hin trennte sich Milingo von der Frau und zog sich für ein Jahr zurück. Er gab an, er habe mit seiner Hochzeit einen «Schock provozieren» wollen, da er ein Jahr zuvor aus einem hohen Vatikanamt entlassen worden war. Milingo war beschuldigt worden, seine so genannten Glaubensheilungen und Exorzismus-Riten fortzusetzen, wegen derer er bereits 1983 sein Amt als Erzbischof von Lusaka in Sambia verloren hatte. (Quelle: ap)

Die Deutsche Presseagentur (dpa) meldete dazu am 1.10.2002:

Rom - Emmanuel Milingo (71), katholischer Erzbischof, hat sich erstmals
öffentlich zu seiner Kurzzeit-Ehe geäussert, die im Vorjahr für weltweite
Schlagzeilen gesorgt hatte. Im Mai 2001 hatte der ehemalige Erzbischof
von Lusaka (Sambia) bei einer Massenhochzeit der Moon-Sekte in New York
die südkoreanische Moon-Anhängerin Maria Sung geheiratet, von der er
sich drei Monate später auf Druck des Vatikans jedoch wieder trennte.

Ein Wiedersehen mit Sung schloss Milingo in einem am Montagabend
ausgestrahlten Interview mit dem italienischen Fernsehsender RAI UNO
aus. Er liebe Maria Sung weiterhin, jedoch so wie alle anderen Menschen
auch, sagte er. Milingo war nach dem Ende der Affäre ein Jahr lang aus
der Öffentlichkeit verschwunden. Der Vatikan hatte ihm angeordnet, sich
in dieser Zeit zu läutern.

Erst in der Vorwoche war Milingo von einem längeren Aufenthalt in einem
argentinischen Kloster nach Rom zurückgekehrt. In Zagarolo bei Rom will
er bald wieder als Exorzist Teufelsaustreibungen vornehmen. Wegen dieser
umstrittenen Praktiken war er bereits vor seiner Affäre in die Kritik
geraten.

Quelle: Infosekten, 27.09.2002

Freitag, 27. September 2002

 
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