Sektenflyer
New Age aus christlicher Sicht

Der Churer Bischof Vitus Huonder zur Herausforderung des Christentums durch Phänomene wie Aberglaube, Esoterik u.a.

In seiner Predigt der Karfreitagsliturgie am 21. März 2008 in der Kathedrale Chur ging Bischof Vitus Huonder auch auf die Herausforderung durch die Esoterik und andere Phänomene ein:

“Mein Volk, was habe ich dir getan, womit nur habe ich dich betrübt? Antworte mir.”

Brüder und Schwestern im Herrn, heute noch einmal öffnen wir uns der Frage unseres Herrn: “Was habe ich dir getan? Warum hast du mir das Kreuz bereitet?” Wir tun dies als Nachklang der heutigen Johannespassion, stellt sie uns den Herrn ja als den wahren Gott, den wahren König, den wahren Tempel und das wahre Opferlamm vor. Er ist der wahre Gott, vor dem die Soldaten zurückweichen und zu Boden stürzen; er ist der wahre König, denn sein Königtum ist nicht von dieser Welt, wo jedes Königtum und jedes staatliche Gebilde vergänglich und immer auch zur Ungerechtigkeit und Sünde hingeneigt ist; er ist der wahre Tempel, aus dem Blut und Wasser, die Quelle des Heils fließen und wo wir an Leib und Seele gesunden, die Quelle, die alles Salzige, alles Bittere und Todbringende in uns süß und gut werden lässt; er ist das wahre Opferlamm, an dem kein Gebein zerbrochen wurde und durch dessen schützendes Blut wir dem tödlichen Zugriff des Engels der Vernichtung entgehen.

(...)

“Mein Volk, ich habe Zeugnis abgelegt für die Wahrheit bis zum Kreuz. Ich habe mein eigenes Leben nicht geschont, um dir Leben zu ermöglichen, um dir ewiges Leben zu schenken. Ich habe für dich mein Herz öffnen lassen, damit du nicht zugrunde gehst, sondern aus den Quellen des Heils schöpfen kannst, aus meinen Sakramenten. Du aber lässt dich von weltlicher Weisheit beeindrucken und verführen. Du suchst im Aberglauben, in der Esoterik, in fremden Kulturen und allen möglichen Ideologien die Wahrheit und weisest den Anspruch des wahren Gottes zurück. Du stellst meine Lehre so dar, als wäre sie eine Möglichkeit unter anderen. Du stellst mich so dar, als wäre ich ein Mensch unter andern. Du relativierst alles, du relativierst, ja verneinst sogar mein Sühnesterben und meine Hingabe für das Leben aller Menschen und der ganzen Welt. Mein Volk, was habe ich dir getan, womit nur habe ich dich betrübt? Was hätte ich für dich noch mehr tun können? Warum bereitest du mir tagtäglich das Kreuz durch deine Lauheit, deine Feigheit und deine Selbstherrlichkeit? Warum lässt du mich nicht mehr den sein, der ich bin: Der wahre Sohn Gottes und Erlöser der Welt. Antworte mir.”

Quelle: http://www.bistum-chur.ch/am_dioezesanbischof_109.html

Quelle: Infosekten, 26.03.2008

Mittwoch, 26. März 2008

 
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