Sektenflyer
New Age aus christlicher Sicht

Baha´i - Religion

Sie ist auf dem Boden des schiitischen Islam 1844/1867 entstanden, auch wenn sich die Baha´ischon bald nach ihrer Gründung nicht mehr als Muslime verstanden, da der Islem mit seinen Lehren aus ihrer Sicht durch neue Lehren überholt ist. Daher werden sie vom Islam abgelehnt bzw. z. T. verfolgt. Sich selbst verstehen sie als jüngste der historischen Religionen, als einzigartiges Modell einer neuen, gottgegebenen Weltordnung. Drei Gestalten sind in ihrer Geschichte von Bedeutung: Mirza Ali Muhammed (der Báb), Mirza Huseyn Ali (Bahá´u´lláh), der als Offenbarer und damit als Madhi (Messias) der Muslime, als wiedergekommener Christus der Christen, als Messias der Juden und als fünfter Buddha der Buddhisten gilt, und sein ältester Sohn Abdu´l-Baha. Seit 1904 in Deutschland wurde 1933 in Genf ein internationales Büro eröffnet, 1953 erfolgte die Gründung des Nationalen Geistigen Rates Italien-Schweiz und 1962 desjenigen der Schweiz. Die Leitung wird seit 1963 durch einen gewählten, neunköpfigen Rat, das "Universale Haus der Gerechtigkeit" mit Sitz in Haifa/Israel wahrgenommen. Dieser ist nicht nur für die Ausbreitung der Baha´i-Lehren, sondern auch für die organisatorische Festigung und Geschlossenheit der Baha´i verantwortlich. Die Lehren enthalten weniger dogmatische, sondern hauptsächlich sittliche und soziale Ziele (Einheit der Menschheit, Weltfrieden, Einheitssprache, gleiche Erziehung für beide Geschlechter, Betonung der gemeinsamen Grundlage aller Religionen), die auf ein Reich Gottes auf Erdenverwirklicht werden sollen.

Quelle: Infosekten, 04.02.2000

Freitag, 4. Februar 2000

 
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