Sektenflyer
New Age aus christlicher Sicht

Wachsende Probleme für Schweizer Scientologen?

Scientology Schweiz scheint derzeit vor grösseren Problemen zu stehen. Zum einen räumte sie ihre mehrstöckige "Org" in der Badener Strasse in Zürich (eine der größten "Orgs" Europas) und zog in ein preisgünstigeres Aussenviertel um. Anscheinend konnte die Miete, die sich auf 10 Mio. Schweizer Franken pro Jahr belaufen haben soll, nicht mehr bezahlt werden. Um den Verlust der zentralen Lage zu kompensieren, wurde am belebten Strassenbahnknotenpunkt Stauffacher ein Beratungs- und Informationsbüro eröffnet, was jedoch prompt den Protest der benachbarten Gewerbetreibenden auslöste. In Basel führten solche Klagen dazu, daß die Werbeaktivitäten der Scientologen auf öffentlichem Grund und Boden von Behördenseite stark eingeschränkt wurde. In Zürich ist den Hubbard-Anhängern bisher lediglich auf dem Gelände des Hauptbahnhofs das Ansprechen von Passanten und Verteilen von Prospekten untersagt worden, doch werden weitergehende Maßnahmen nach Basler Vorbild bereits diskutiert.

Des weiteren hat die "Kirche" Probleme im Kanton Luzern, wo einer Scientologin das Führen einer Privatschule untersagt wurde. Das Luzerner Verwaltungsgericht gab ihrer Beschwerde zwar vorläufig recht, sodass die Schule vorerst weiter bestehen kann, doch ist nicht damit zu rechnen, daß die Erziehungsdirektion des Kantons Luzern ihr Vorgehen gegen die Schule einstellen wird. Die Auseinandersetzung ist für Scientology ungeachtet des vorläufigen Erfolgs eine schwere Niederlage, da offenbar versucht wurde, den scientologischen Hintergrund der Privatschule zu verschleiern.

Christian Ruch, Zürich

Quelle: Infosekten, 14.01.2000

Freitag, 14. Januar 2000

 
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