Sektenflyer
New Age aus christlicher Sicht

Ivo Saseks "Organische Christus-Generation" (OCG)

In den nächsten Wochen ist mit verstärkter Werbung einer extrem-evangelikalen Gruppe um den Schweizer Ivo Sasek zu rechnen. Titel: Novatorium II - Der Proteros-Konverter.
Das Stück, von Sasek auch als "christliche Dramödie mit einem Hauch von Prophetie" beschrieben, soll nach Nürnberg (5.7.), Hamburg (19.7.), Heidelberg (12.7.), Salzburg (26.7.) nun auch in Dresden (9.8.), Zürich (16.) und Berlin (23.8.) stattfinden. Geplant ist jeweils eine Vormittagsveranstaltung um 10.30 Uhr mit einführenden Vorträgen, Brunch und Musik sowie um 18.30 das von Sasek selbst komponierte Musical.
Die Veranstaltung im Vorjahr, das Novatorium I mit dem Titel "Lemuel - Der Mann zwischen Himmel und Erde" wurde bereits kritisch beschrieben: ttp://www.relinfo.ch/obadja/lemuel.html
Die veranstaltende Organisation, die "Organische
Christus-Generation (OCG)" wird in Fachkreisen äußerst kritisch betrachtet. "Von einer Bereitstellung kirchlicher Räume ebenso wie von einer Teilnahme an den Veranstaltungen dieser Gemeinschaft kann nur dringend abgeraten werden", sagt der Berliner Pfarrer Thomas Gandow.
Die Radikalität der Gruppe wird an dem von Sasek geforderten "Ganzopfer" deutlich. Darunter versteht Sasek nicht nur, dass die Anhänger alle persönlichen Bindungen aufgeben sollen, die der von Sasek definierten Gottesbeziehung im Wege stehen, sondern zugleich auch die Unterordnung unter Saseks Autorität. Ivo Sasek ist in der Schweiz mit seinen aggressiven Aussagen zur Kindererziehung in die Kritik geraten, weil er das Schlagen und Züchtigen der Kinder zur Erreichung einer gelungenen "Gottesbeziehung" und zur Vermeidung von Höllenqualen propagiert.
Der Schweizer Sektenfachmann Georg Otto Schmid bewertet so: "Ivo Saseks radikale Theologie vermag auf den ersten Blick zu beeindrucken, geht aber in ihrer absoluten Fassung des "Christus
in uns" über die Faktizität des Menschlichen hinweg. Die Folge ist Verdrängung, die sich in säuberungsartigen Psychodynamiken in Saseks Gemeinde und in schrillen Drohreden gegenüber Gemeinden, die sich Saseks vermeintlichem apostolischen Auftrag nicht unterordnen wollen, Bahn bricht. Dass sich mit dem theologischen
Anliegen menschliche Geltungswünsche verbinden, kann Sasek nicht sehen, weil er keine Korrektur von aussen anzunehmen bereit ist.
Eine zunehmende Zahl von Sonderlehren ist weitere Folge dieser mangelnden Kritikfähigkeit. Das traurigste Kapitel ist aber die Züchtigung der Kinder mit der Rute, die Sasek nicht nur an seinen
eigenen Kindern übt, sondern auch von den Menschen, die sich seinem Werk anschliessen, als Glaubenspflicht forderte." Ausführliche kritische Darstellung:
http://www.relinfo.ch/obadja/index.html

Quelle: Infosekten, 22.07.2003

Dienstag, 22. Juli 2003

 
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