Herzlichen Dank für alles, Niklaus!

 

Ende Jahr hat Niklaus Isenring den Schlüssel der Gontner Kirchenorgel zurückgegeben, leider unwiderruflich. Seine Orgelmelodien sind endgültig verklungen.

 

Damit ist eine eigentliche Musik-Ära zu Ende gegangen. Schon Vater und Grossvater, Theodor Anton (1878–1962) bzw. Anton Josef (1904–1966), beide sehr geachtete Lehrer an der Mittelstufe und zudem Bezirksaktuare von Gonten, wirkten an Kirche und Schule für Gesang und  Musik.

Niklaus begann bereits 1962, mit 24 Jahren, den Kirchenchor Gonten zu dirigieren und spielte Orgel in den damals üblichen „Singmessen“. Erster Lehrmeister und Vorbild in beiden Disziplinen war sein Vater. Als dieser erkrankte, sprang der Sohn ein, bei den wöchentlichen obligatorischen Proben für Kirchenlieder in der Pfarrkirche nach der letzten Schulstunde am Samstag und auch an der Orgel.

Nach dem viel zu frühen Tod von „Lehrer Isenring“ 1966 übernahm „Chläus“ die Leitung des Kirchenchores – für volle 42 Jahre – und das Amt des Organisten in der Verena-Kirche. Beim legendären  Domkapellmeister Johannes Fuchs besuchte er Gesangsunterricht und vertiefte in Weiterbildungen seine Kenntnisse im Dirigieren.  

Mit Herzblut hat sich das Naturtalent neben seinem Beruf als Dreher ganz in den Dienst der Musik in Gonten gestellt. So spielte er ausser dem Engagement für die Kirche ebenfalls in der Bürgermusik Gonten, die er von 1979 bis 1985  auch dirigierte, und war Freimitglied der Harmonie Appenzell. Niklaus glänzte zudem als brillanter Schauspieler und Regisseur bei den Theatern an den Jahreskonzerten. Unvergesslich sind ebenso seine Wiener Lieder in manch froher Runde. 

„Mozart von Gonten“ sind denn auch Prädikat und Titel, welche Niklaus Isenring treffend verliehen wurden. Ständiges Üben auf dem grössten Instrument war selbstverständlich und gehörte zur seriösen Vorbereitung der ungezählten Einsätze jedes Jahr. Perfektion, Genauigkeit und Zuverlässigkeit sind Markenzeichen von Niklaus; er stellte sehr hohe Ansprüche an sich, und seine Meisterschaft erfreute die GottesdienstbesucherInnen stets. Einen markanten Einschnitt und Höhepunkt bedeutete zweifellos die Einweihung der neuen von Organistenkollege Johann Manser konzipierten Orgel am Fest Mariae Empfängnis 1973. Mit viel Liebe und grösster Aufmerksamkeit hat er das neue Werk seither begleitet und umsorgt.

In den letzten Jahren hat „Iserings Chläus“ seine Orgel-Einsätze in den Sonntagsgottesdiensten und bei Bestattungen reduziert und an Stefan und Raphael Holenstein, Johann Manser, Christian Fritsche und Jan Fässler abgegeben; den Chor begleitet seit 2003 Tanja Rechsteiner-Przhyluska.

Wir danken Niklaus Isenring sehr herzlich für alles, was er für die Kirche und Gonten als Dirigent und Organist während fast sechs Jahrzehnten treu und unermüdlich geleistet hat. Wir wünschen ihm weiterhin von Herzen gute Gesundheit und Freude an der Musik und gönnen ihm ein vielfach verdientes „otium cum dignitate“, wenn auch ohne die geliebte aktive „musica sacra“!

 

Kirchgemeinde und Pfarrei Gonten

 

Rücktritt von Kirchenratspräsident Josef Manser

 

Auf die Kirchhöri 2021 hat Josef Manser seinen Rücktritt als Präsident des Kirchenrates Gonten bekannt gegeben. Josef Manser amtete 38 Jahre im Kirchenrat. Zu Beginn als Aktuar und später als Präsident setzte er sich mit viel Engagement für die Kirchgemeinde und Pfarrei Gonten ein. Mit ihm verliert der Kirchenrat ein umsichtiges, gut vernetztes und sehr geschätztes Mitglied. Die Verdankung und Würdigung seiner Verdienste erfolgt an der ordentlichen Kirchhöri 2021. Kirchenrat Gonten

 

 

 

 

 

Gratulation an Katechetin Sr. Elisabeth 

Im November durfte Sr. Maria Elisabeth Pustelnik vom Kloster Leiden Christi, Jakobsbad, den Fachausweis als Katechetin entgegennehmen. Sie erteilt seit dem Schuljahr 2020 in den Pfarreien Gonten und Appenzell je zwei Lektionen Religionsunterricht.

Sr. M. Elisabeth hat ihre vierjährige Ausbildung zur Religionspädagogin im Teilamt unter der Ägide des Bistums St. Gallen mit der ausgezeichneten Note 5,5 abgeschlossen. Wir gratulieren ihr dazu sehr herzlich und wünschen viel Freude und Erfolg bei der Vermittlung des christlichen Glaubens an unsere junge Generation. Es freut uns besonders, dass eine junge Ordensfrau sich in den Dienst der Kirche auch ausserhalb der Klostermauern stellt, wie dies Frau Mutter Sr. Mirjam Huber seit vielen Jahren ebenfalls tut. Wir sind dafür Sr. M. Elisabeth und der ganzen Schwesterngemeinschaft im „Klösterli“ äusserst dankbar und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

Kirchgemeinde und Pfarrei Gonten

Kirchgemeinde und Pfarrei Appenzell