Kath. Pfarramt

Dorfstrasse 23

5420 Ehrendingen


Tel. 056 222 49 85

 

Öffnungszeiten Sekretariat:

Dienstag und Donnerstag

09.00 - 11.00 Uhr

14.00 - 16.00 Uhr

 

 Agathakapelle

 

 

Nach alter Überlieferung befand sich bei der Kapelle ein Klösterchen für Beghinen. (Religiöse Frauengemeinschaft für Mädchenerziehung und Krankenpflege).

 

Die kulturhistorisch wertvolle Kapelle wurde im Jahre 1370 erstmals erwähnt. Sie gehörte damals zur Pfarrei Niederweningen und diente (neben einer Blasiuskapelle in Oberehrendingen) als Gotteshaus für Ehrendingen.

 

Im 16. Jahrhundert kam es zur reformationsbedingten Trennung. Niederweningen trat zur neuen Lehre über, Ehrendingen blieb katholisch. In den ersten Jahren nach der Trennung wurden in der Agathakapelle die Gottesdienste der Pfarrei Ehrendingen gefeiert.

 

Die Agathakapelle, die sich harmonisch in die umliegenden Gebäude einfügt, wurde seither mehrmals verändert. Leider fehlen baugeschichtliche Daten. Bei der Renovation in den Jahren 1941/42 wurden in einer Tiefe von 2,2 m Mauerreste gefunden.

 

Das Innere der Kapelle wird geprägt durch drei spätgotische Holzplastiken, die heiligen Agatha, Margaretha und Verena darstellend. Nach der Überlieferung stammen sie aus der Pfarrkirche Niederweningen.

 

Von künstlerischer Bedeutung ist auch das Altarbild, eine Kreuzigungsgruppe, bei dem die Heilandsfigur aus Holz geschnitzt ist und Maria und Johannes gemalt sind. Das Bild trägt die Jahrzahl 1627.

 

Die beiden Glocken, die 1956 durch neue ersetzt wurden, stammen aus den Jahren 1596 und 1639. Die eine Glocke, die als Denkmal vor der Kapelle aufgestellt ist, war eine Stiftung des Domkapitels in Konstanz.

 

Seit 1966 steht die Kapelle unter Denkmalschutz. Sie wurde im Verlaufe der Jahre 1994/1995 renoviert.

 

 

Eine detailliertere Beschreibung und weitere Bilder findet sich im empfehlenswerten Band "Kunstdenkmäler des Kantons Aargau", Bd VII, Basel 1995