Firmgottesdienst © Gian Rudin
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Firmgottesdienst © Gian Rudin

Auch der Bischof neigt sein Haupt

04.10.2017 – Dienende Macht Hierarchie. Im Kontext katholischer Amtstheologie haftet diesem Wort ein ungeniessbarer Beigeschmack an. Schade eigentlich, denn dem Konzept einer heiligen Ordnung ist durchaus etwas positives abzugewinnen. Sicherlich ist es ein unschöner Beitrag zu einem sinnvollen Hierarchie-Verständnis , wenn der bischöfliche Leib des Franz-Peter Tebartz-van Elst nur in einer 4000 Euro-Badewanne körperliche Purifizierung finden kann. […]

le pittoresque

Es gibt Phänomene, die kann man lange hin und her beschreiben und mit Worten behängen, sie bleiben unbegreiflich. Wie könnte eine allgemeine Beschreibung einer weltkonstitutiven Erscheinung, wie derjenigen der Farbe, ergründet werden? Nur tastend-annähernd. Deshalb verabschiede ich mich vom Nachdenken und beginne poetisch zu stammeln: habhaft werd ich ihrer nicht, der unbegrenzten tiefe der farbe […]
Fassade, Berlin © Gian Rudin

Die Ambivalenz des Predigens

Zwei Beispiele aus der Popkultur verdeutlichen die Janusköpfigkeit des Predigens.
Grosse Freiheit, Hamburg © Gian Rudin

Advent: Her-Kunft, An-Kunft, Zu-Kunft

Advent: Gedächtnis der Geburt Gottes inmitten der Geschichte einst und jetzt Heimelig. Überall Lichtermeere. Der Geruch gebrannter Mandeln paart sich mit dem Geschmack würzigen skandinavischen Glühweins. Das traute Heim blüht in sanftmütiger Gastlichkeit. Bald kommt das Christkind. Menschwerdung. Radikaler Eingang in die Mitte dieser Welt durch die Verfleischlichung Gottes. Als Kind habe ich jeweils mit […]
Adventlicher Jesus © Gian Rudin

Der Schuh oder was unterscheidet den Menschen vom Gnu?

Man kann den Schuh als Behältnis für ein nicht-käsehaltiges Käse-Analogon betrachten. Oder ihm ein bisschen mehr Würde zuerkennen und seine kulturellen Status herausarbeiten.
Schuhe, wild © Rudin, Gian

Der Discopumper: Ausgeburt eines narzissmusschwangeren Gesundheitsfetischismus

Memento mori war im Barockzeitalter die Geisteshaltung, um die eigene Endlichkeit im Blick habend ein sittsames Leben zu führen. In seiner Daseinsanalytik bestimmt Martin Heidegger den Menschen als in die Welt geworfenes «Sein-zum-Tode». Fraglich ist, ob den deutschen Rapper Kollegah solcherlei Konzepte geleitet haben, als er, sein eigenes Dahinscheiden vorwegnehmend, folgende Zeile zu Papier bracht: […]
Musculus biceps brachii © Rudin, Gian

Der Sinn des Möglichkeitssinns.

Soll ich? Muss ich? Ich könnte. Was die Sprache des Menschen über dessen Freiheit zu sagen hat. Sagen könnte.
Skulptur in Jerusalem | © Rudin, Gian

Gedanken zur Nacht

Die Nacht ist ein aufschlussreiches Sinnbild. Auf Erkundung mit dem romantischen Poeten Novalis.
Nächtliche Impression in Ohrid, Mazedonien | © Rudin, Gian

Pikachu: Ein Seufzer der ewigkeitsberaubten Kreatur.

Wireless. Unverdrahtet. Networken. Sich-Vergemeinschaften. Glücklicherweise sind die folgenden Zeilen keine Abhandlung über technische Errungenschaften der Menschheitsgeschichte, das wäre nicht mein Fachgebiet und ich würde wohl meine potentielle Leserschaft sogleich wieder verlieren, ehe ich sie gewonnen hätte, würde ich mich in die seichten Gefielde des Namedroppings begeben. Am Züricher Hauptbahnhof laufen neuerdings Menschen in seltsam gebückter […]
Grafitti in Florenz | © Rudin, Gian
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Gian Rudin

Gian Rudin hat in Luzern Theologie studiert und absolviert derzeit einen Master in Kulturwissenschaft. Diesem Profil entsprechend werden seine Blogeinträge auch diese beiden Bereiche miteinander ins Gespräch zu bringen versuchen. Dabei wird von Alltagsthemen oder kulturellen Aktualitäten eine theologische Tiefenhermeneutik zu ergründen versucht.

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