Codex ferris
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Codex ferris

Kreuzfeuer – oder die Gefahren einer Chance I

26.04.2018 – Es ist ein fröhlicher, warmer Frühlingsmorgen. Die Anruferin ist freudig erregt, dazu hat sie auch allen Grund. Es ist ihr Geburtstag den sie heute feiert. Sie bedankt sich für die Geburtstagskarte die ich ihr geschickt hatte. Als wir uns bereits verabschiedet hatten, ruft sie noch mit fröhlicher Stimme ins Telefon: «Hast du gehört?! In Bayern […]

Wortschritt

Fundwort. Worte wollen gefunden werden. Sie schlummern zum Beispiel in dunklen Ecken oder schweben über mehr oder weniger bewegten Oberflächen. Sie verstecken sich manchmal sehr gut, gerade wenn man sie am nötigsten braucht, sind sie weg. Tschüss. Wenn sie fehlen, sind sie manchmal wie Marchsteine an den Grenzen des Verstands. Fehlwort. Geschriebene Worte, gesprochene Worte, […]
Gedeckelte Worte
Worte zwischen Buchdeckeln.

Der bewegte Christ – oder der abgeheftete Glaube

Paulus, das wissen wir alle, war nicht faul. Er reiste viel und schrieb oder diktierte Briefe in alle Himmelsrichtungen. Seine Briefe sind uns überliefert, wir lesen sie in der Bibel und hören sie in den Gottesdiensten. Sein Zeigefinger zeigt mal auf diese Missstände und mal auf jene, und manchmal, so kommt es mir vor, auch […]
Der administrierte Glaube.
Der administrierte Glaube.

Vom Bedürfnis zum Zeugnis

Ich besuche die Heilige Messe aus einem Bedürfnis heraus. Wenn ich längere Zeit verhindert bin daran teilzunehmen, dann macht mich das traurig. Wie zum Beispiel nach meinem Unfall. Ich mache mir Gedanken darüber, wann es mir zum Bedürfnis wurde und was genau dieses Bedürfnis auslöst. Als Kind begleitete ich oft meine Mutter zur Messe. Sie […]
Vom Bedürfnis zum Zeugnis
Vom Bedürfnis zum Zeugnis

Mein linker Fuss – Ausgebremst in Höchstgeschwindigkeit

Das vierte Semester erwies sich als bisher intensivstes. Die Anforderungen im Studium verhielten sich unharmonisch zu den Bedürfnissen meiner Familie. Während ich voll frischer Energie das vierte Semester anpackte, häuften sich zu Hause die viel beschworenen Hiobsbotschaften. Der arme Hiob. Muss der schon wieder herhalten. Doch verglichen mit ihm, geht es uns in jedem Fall […]
Mein linker Fuss

Gestickte Gebete – zum Frauentag vom 8. März 2017

Meine Mutter begann vor einigen Jahren, während der ersten schweren Krankheit unseres Vaters, am Spitalbett zu sticken. Tag für Tag, Stunde für Stunde verarbeitete sie Wollreste aus einer langen Zeit des Zusammenlebens. Sie verarbeitete Wolle, Emotionen, Hoffnungen und Ängste auf ein Stück Stoff. Mehrere Jahre arbeitete sie am ersten Kissen, wie sie die Stickerei zu […]
Gestickte Gebete | Martha Broggi - Hutter 2010 |
Gestickte Gebete | Martha Broggi – Hutter 2010 |

Ausgerechnet Herzogenbuchsee – Wovon träumt einer der auswandert? – Teil 3

In meiner persönlichen Auseinandersetzung mit der Abstimmungsvorlage «Bundesbeschluss über die erleichterte Einbürgerung von Personen der dritten Ausländergeneration» habe ich versucht, mich in die Situation hineinzuversetzen: Möchte ich die Schweizer Staatsbürgerschaft, wenn ich sie nicht schon von Geburt an hätte? Wenn ja, wären da für mich weitere Fragen zu klären: akzeptiert mein Heimatstaat die Doppelbürgerschaft? Oder […]
Schweizer sein und werden | Anna Di Paolo 2017
Schweizer sein und werden | Anna Di Paolo 2017

Ausgerechnet Herzogenbuchsee – Wovon träumt einer der auswandert? – Teil 2

In Teil 1 meiner Mini-Serie stellte sich mir diese Frage: Oder war da doch ein Traum, am Anfang jener Geschichte? Und bezog sich der Traum nicht auf einen Ort in der Welt sondern auf einen Platz in dieser? Das Ende der Geschichte meines Urgrossvaters deutet jedenfalls auf letzteres hin. Mein Urgrossvater reiste jedes Jahr nach […]
Baumeisterwerkzeug | Anna Di Paolo 2017
Baumeisterwerkzeug | Anna Di Paolo 2017

Ausgerechnet Herzogenbuchsee – Wovon träumt einer der auswandert? – Teil 1

1897 wanderte mein Urgrossvater in die Schweiz ein. Soweit ich weiss, kam er direkt nach Herzogenbuchsee im Kanton Bern. Damals boomte der Eisenbahnstreckenbau und viele Arbeiter wurden gebraucht. Eine Zeit lang war der Bahnhof Herzogenbuchsee als Knotenpunkt vorgesehen, der heute der Olterner Bahnhof ist. Daraus wurde zwar später nichts, ist aber für die Geschichte die […]
Handwerkszeug eines Auswanderers, um 1897 | Anna Di Paolo 2017
Die Wasserwaage, des Maurers wichtigstes Ding. Handwerkszeug eines Auswanderers, um 1897 | Anna Di Paolo 2017

Das Wunder der Begegnung

Es ist Freitagabend. Zügig eile ich vom Pfarramtsbüro durch die Sakristei. Mein Ziel ist der Schriftenstand ganz hinten in der Kirche. Es ist kurz vor Feierabend, ich will dort noch kurz nach dem Rechten sehen, Ordnung machen. Später wird eine Adventfeier in der Kirche stattfinden. Alles soll aufgeräumt sein. Angekommen vor der Tür zum Kirchenraum […]
Kirche Herz-Jesu, Herzogenbuchsee | Anna Di Paolo 2017
Kirche Herz-Jesu, Herzogenbuchsee | Anna Di Paolo 2017
Anna di Paolo
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Anna Di Paolo

Anna Di Paolo arbeitet als Pfarreisekretärin eines katholischen Pfarramts in der Berner Diaspora.  Sie ist verheiratet und Mutter zweier Töchter. Sie lebt mit der Familie im Oberaargau, im „Zentrum des Schweizer Durchschnitts“. Neben der Familie studiert sie seit September 2015 Theologie an der Universität Fribourg. Sie schreibt hier über das, was sie als Frau, Mutter, Ehefrau, Arbeitnehmerin und Studentin innerhalb und ausserhalb der katholischen Kirche bewegt.

Im Blog von Anna Di Paolo

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