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Antoniusstatue

Wallfahren heute

In deutschsprachigen Ländern gerät Wallfahren neu "in Mode", auch in nichtkatholischen Kreisen. Wallfahren ist Symbol fürs Unterwegssein im Leben. Die modernen Menschen suchen nach etwas "Mehr": mehr Innerlichkeit, Besinnlichkeit, Mitte, echtes Leben, Liebe. Das meditative und gleichzeitig öffnende Wandern hilft bei diesem Suchen. Der Mensch braucht ein Ziel, zu dem er unterwegs sein kann.

Wallfahren ist ein starkes Erlebnis in der Gemeinschaft: Miteinander gleiche Wege beschreiten, miteinander Lasten tragen (Rucksäcke und Sorgen), miteinander vor Gott sein und gemeinsam Kraft erbitten. Heute geraten auch Wallfahrtsziele in den Blick, in denen nicht nur eine Kirche oder ein Heiliger im Zentrum steht, sondern lebendige kirchliche Gemeinschaften (wie z. B. Klöster oder Bewegungen). Darin liegt auch für Egg ein Berührungspunkt, nämlich das Zusammenwirken von Pilgervolk und Pfarrgemeinde.

Wallfahren ist ebenso Aus- und Aufbrechen: Ausbrechen aus den Zwängen der modernen Gesellschaft. Aufbrechen und einen Ort oder Menschen finden, wo man sich wohl fühlt und seelische Energien tanken kann. Und dann wieder aufbrechen und zurückkehren in den Alltag, um aus der Kraft des Wallfahrtsortes die Hochs und Tiefs des Lebens zu bestehen.

Der heilige Antonius von Padua wird als Patron angerufen von jenen, die etwas verloren haben. Ein Grund dafür ist, dass er in seinem Leben Tausenden von Menschen die Liebe Gottes aufgeschlossen hat und ihnen die verlorenen Wege zu den Mitmenschen neu eröffnete. Dass beides auch in und durch "Egg" sich immer wieder ereignet, bezeugt das rege benutzte Fürbitte- (und Danke-) Buch in unserer Kirche.