Wir über uns

Weshalb die ZöFra?

Liebes-Beziehungen von katholischen Priestern gibt es viel mehr, als in der Öffentlichkeit bekannt ist.
Für die betroffenen Frauen bedeutet das:
  • Viele offene Fragen Gewissenskonflikte Schuldgefühle Versteckt leben und lieben Angst vor dem Entdecktwerden Einsamkeit
  • Zukunftsängste

Wozu die ZöFra?

  • Wir bieten fünf bis sechs Mal im Jahr gemeinsame Gespräche in einem geschützten Rahmen.
  • Wir wollen Frauen in diesen schwierigen Situationen ermutigen, ihr Schweigen und ihre Einsamkeit zu durchbrechen.
  • Wir wollen uns gegenseitig stärken und Ängste und Schuldgefühle abbauen helfen, damit neues Selbstbewusstsein wachsen kann.
  • Ein Teil der Gruppe engagiert sich auch in der Öffentlichkeit für unsere Anliegen.
Wie die ZöFra entstand
  • 1987 zog Katharina Thomas-Kanka, die zuvor in Deutschland während 5 Jahren Mitglied der „Initiative für vom Zölibat betroffene Frauen" war, in die Schweiz und versuchte hier ebenfalls ein Netz aufzubauen. 
  • Ab 1994 übernahm Gabriella Loser Friedli die Koordination. 
    Das Jahr 1995 brachte durch die Vaterschaftsanerkennung des Bischof Hansjörg Vogel eine entscheidende Wende. Das Bewusstsein um die Problematik des Pflichtzölibat erwachte in breiten Kreisen der Bevölkerung und es gelang, eine Struktur aufzubauen. 
    Im März 1997 zog sich Katharina Thomas-Kanka aus gesundheitlichen Gründen aus der Leitung zurück.
    Am 23. September 2000 konstituierte sich die ZöFra als Verein.
    09. März 2001 erhielt die ZöFra den Preis für "Freiheit in der Kirche" der Herbert Haag-Stiftung.
  • Am 17. Mai 2001 wurde die ZöFra von der Delegiertenversammlung des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes als Mitglied aufgenommen.

tigkeitsfelder

  • Die ZöFra ist eine Selbsthilfegruppe für Frauen, die sich wegen der Beziehung zu einem katholischen Priester in einer schwierigen Lebenssituation befinden oder immer noch an den Folgen leiden. 
    Da diese Beziehungen oft während einer gewissen Zeit heimlich gelebt werden, sind viele Frauen froh um gemeinsame Gespräche in einem geschützten Rahmen. 
    So können Frauen ermutigt werden, ihr Schweigen und ihre Einsamkeit zu durchbrechen, Ängste und Schuldgefühle abbauen, damit neues Selbstbewußtsein wachsen kann und sie so vielleicht Lösungen finden, um ihre schwierige Lebenssituation zu meistern.
  • Der Vorstand engagiert sich einerseits um eine breite Öffentlichkeit auf die Problematik der Pflichtzölibats aufmerksam zu machen und anderseits z.B. um mit kirchlichen Hierarchieträgern menschenwürdige Lösungen zu finden für Paare, die durch die Verletzung der Zölibatsvorschrift fast immer ihrer Existenzgrundlage verlustig werden [vor allem auch, weil viele Frauen im kirchlichen Dienst arbeiten] in dem Moment, wo sie öffentlich zu ihrer Beziehung stehen.
  • Ein besonderes Augenmerk legt die ZöFra zudem auf den juristischen Bereich. 
    Da die meisten Betroffenen Öffentlichkeit [wie z.B. Ämter und Beratungsstellen] aus verständlichen Gründen meiden müssen, ist es immer mit Ängsten verbunden, wenn sich die Frauen über ihre Möglichkeiten orientieren möchten. 

    Sind die Lebensumstände noch zusätzlich emotional schwierig, fehlt manchmal auch der Mut, eine Situation rechtlich zu sichern.
  • Die ZöFra möchte langfristig die freie Wahlmöglichkeit in der Frage des Zölibats für Priester und verwendet sich, die Doppelbödigkeit der kirchlichen Hierarchie transparent zu machen.

 

Die Organisatorische Struktur der Zöfra

Die ZöFra hat organisatorisch eine dreiteilige Struktur:
  • intensives Kommunikationsnetz zwischen den einzelnen Betroffenen [Regionale Ansprechpartnerinnen in der Deutschschweiz gibt es in Aarau, Basel, Bern, Winterthur, Luzern, Zürich]halbjährliche Tagung in der Deutschschweiz
  • Der Vorstand bestehend aus 5 Frauen, die sich 6-8x pro Jahr treffen, um die Öffentlichkeits- und strukturelle Arbeit rasch, kompetent und gezielt voranzutreiben.
  • Betroffene Frauen treffen sich ungefähr 6x pro Jahr in geschütztem Rahmen um ihre Erfahrungen auszutauschen und Hilfestellungen zu erhalten.

Das Engagement ist ehrenamtlich. Die administrativen Bereiche werden durch freiwillige Beiträge der Betroffenen und Spenden finanziert.

Publikationen der ZöFra

Die ZöFra gibt seit 1998 einen Jahresbericht sowie thematische Broschüren heraus z.B.: „Wer sind wir?", „Rechtlicher Leitfaden" und „Bücher & Videos".

Psychologische Beratung

Adressen können Sie erhalten bei: ZöFra-Schweiz, Postfach 26, 1746 Prez-vers-Noréaz, oder E-Mail: zoefra@kath.ch


Kontakte mit anderen Gruppierungen

Die ZöFra unterhält Kontakte mit folgenden Gruppierungen: Adressen und Links