Katholische Pfarrei

St. Antonius

Alpenstrasse 5

8304 Wallisellen ZH

 

Tel   044 832 58 80

Fax  044 832 58 81

 

Pfarrei - "Wintermärchen" im Wallis Tagebuch vom 12. - 18. Feb. 2017

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(unser Ferienhaus: Chalet Frohsinn, Saas Grund VS)

Samstag 18. Februar - Rückreisetag

Schon frühmorgens war emsiges Treiben auf allen Stockwerken. Noch vor dem Frühstück packten die meisten ihre Koffer und brachten sie mit den Skiausrüstungen auf den Vorplatz. Das letzte Frühstück war besonders reichhaltig und einige besorgten sich noch einen Reiseproviant, den die aufmerksame Küchenmannschaft bereitgestellt hatte. Dann hiess es alle Zimmer räumen, Kissenüberzüge und Fixleintücher abziehen und vor allem die Küche gründlich reinigen. Es war eindrücklich mitanzusehen, wie unsere Männer die Küche mit leidenschaftlichem Eifer schrubbten ! Machen sie es zuhause wohl auch mit dieser Hingabe ?! - Das obligate Gruppenfoto zum Abschluss der Ferienwoche durfte natürlich nicht fehlen. Leider fehlten beim Fotoshooting sechs Teilnehmer (plus Fotograf), weshalb wir es separat nachholen mussten (sie waren zum letzten Einkauf ins Dorf gegangen). Das Warten auf den Reisebus nutzte Nora Belluscio um eine wunderschöne Eiskristallscheibe zu bestaunen, Luna Braun pflückte ein zartes Blümchen. Doch schon Augenblicke später traf der Hesscar ein und pünktlich um 9.30 Uhr fuhren wir ab in Richtung Visp, St. Maurice, dem Genfersee entlang und weiter Richtung Bern. Der traditionelle Trick-Film an Bord liess nicht lange auf sich warten. Andere nutzten die Zeit, um vor sich hinzudösen. Beim Mittagshalt – wiederum bei Gruyères – erleichterten sich einige dessen, was sie dringend nötig hatten und man genoss bei strahlendem Sonnenschein den Lunch. Als wir uns Zürich näherten, bedankte sich Pfarreileiter Claudio Cimaschi bei allen, die zum guten Gelingen des Pfarrei-‚Wintermärchens‘, beigetragen hatten. Allen 41 Teilnehmenden – Gross und Klein – sei aus tiefstem Herzen gedankt. Ohne das beherzte Mittun aller wäre das ‚Wintermärchen‘ nicht so märchenhaft schön geworden: fröhlich, unbeschwert und ‚cool‘ wie die Kids attestierten. Ja, ohne Unfall und ohne Missstimmung. Reiseleiterin Gisela Regenscheit verkündete die Frohe Botschaft, dass auch nächstes Jahr das Pfarrei-Winterlager geplant sei. Das Datum wird demnächst bekanntgegeben. Um 15.30 Uhr traf unser Bus planmässig vor der Antoniuskirche ein. Bei vielen herzlichen Umarmungen gab man sich bereits das Rendezvous für nächstes Jahr ! 

Die Redaktoren Giulia u. Claudio Cimaschi 

   

Freitag 17. Februar - 6. Ferientag

Unser Ueberraschungsgast Leonardo Nigro erschien frisch ausgeruht zum Frühstück und erzählte von seinen Erfahrungen beim Film und seine nächsten  Filmprojekte. Die meisten waren jedoch bereits unterwegs zum Gipfel, wo sie den letzten Tag nutzten, um ein letztes Mal gehörig die Pisten hinunterzusausen.  Gegen Mittag kam leichter Nebel auf und es wurde deutlich kälter, was die meisten bewegte, früher ins Tal zu fahren. Die Lagerverantwortlichen Gisela und Claudio nutzten die Gelegenheit um ein weiteres Ferienhaus zu besichtigen, das künftig mehr Platz bieten sollte. Auf 17.30 Uhr wurde ein Glühwein-Apéro auf der Terrasse mit feinen Walliser Spezialitäten serviert.  Gleich danach machten sich in der Küche emsige Hände daran, ein echtes Walliser Fondue für den Schlussabend vorzubereiten. Auch an jene, die kein Fondue lieben, wurde gedacht. Martin Kaiser buck meisterhaft Pizza Margherita und Prosciutto, mit von Hand gefertigtem Teig. Es war ein Super-Essen !  Nun freute man sich auf den Bunten Abend, für den verschiedenen Darbietungen der Gäste angekündigt waren. Es folgten Geschicklichkeits- und Ratespiele, Sketches, Zauberkünste und Tanzeinlagen. Musikalisch gab es ein paar Intermezzi vom Musiker-Duo Martin und Marlène Moritz. Höhepunkt des Abends war ein Sketch über  „Aschenbrödel“ , das viele spontane Lacher auslöste und von den Pfarrei-Teammitgliedern performed wurde.  Zu guter Letzt wurden die freiwilligen Geister mit Saaser Schokolade geehrt,  als Dank für die vielen kleinen und grossen Dienste, die sie vor und hinter den Kulissen mit viel leidenschaftlicher  Hingabe, geleistet haben. Den süssen Abschluss des Abends bildete eine tolle Vanille-Crème, die als Gute-Nacht-Mümpfeli nicht fehlen durfte.

   

Donnerstag 16. Februar - 5. Ferientag

Heute stand das Kinder-Skirennen bei der Mittelstation auf dem Programm. Ganz aufgeregt fuhren unsere 17 Lager-Kinder mit ihren Eltern auf den Kreuzboden (2300m).  Bei strahlendem Wetter  nahmen mehrere  Kinder-Gruppen am Rennen teil und tatsächlich: alle St. Antonius-Kinder landeten auf dem Siegerpodest und ergatterten eine Medaille ! – Ein grosses Bravo unseren Kids! !  Dazwischen gab es immer wieder ein kurzes Stell-dich-ein auf der Sonnenterrasse, wo Mütter über die  Skikünste ihrer Kinder plauderten. Nach dem Skifahren gings im Chalet ruhiger zu und her. Kinder und Erwachsene amüsierten sich bei verschiedenen Gesellschaftsspielen, während Véronique Roth den Mädchen hübsche Zöpfe flocht. Eine weitere Gruppe (Mathis, Tennents, Cimaschis) fuhren mit dem Postauto nach Saas Fee und genossen die Bergwelt mit dem wunderschönen Allalinhorn. Familie Marucci mit Alissa und Luca gönnten sich noch einen Besuch im lokalen Hallenbad. Bernadette und René Baumgartner kamen endlich auf ihre Rechnung und fuhren mit Martin Kaisers Auto zum Langlaufen nach Saas Almagell. Unterdessen kam in der Chalet-Küche Hochbetrieb auf. Auf dem Menüplan stand ‚Aelpler-Magronen‘ und Resteverwertung auf hohem Niveau: aus dem übriggebliebenen Steinpilz- und Tomatenrisotto wurden schmackhafte ‚Reistätschli‘ gezaubert, dazu in Butter knusprig gebratene Polenta. Bloss, dass die  (erste) Zwiebelschweitze etwas anbrannte. Doch Martin zauberte blitzschnell eine zweite, so hatten wir den Luxus von zwei verschiedenen Zwiebelschweitzen ! Zu Beginn des Abendessens traf der angekündigte Ueberraschungsgast ein: der Schweizer Filmschauspieler Leonardo Nigro, der sich als Göttibub von Claudio Cimaschi entpuppte.  Im Schweizer Film ‚Der Schellen-Ursli‘ spielte er eine starke Charakterrrolle, die des hartherzigen  Dorfkrämers  Armon.  Zusammen schauten wir den Film an und die Kids konnten im Anschluss Leonardo Fragen stellen, die er geduldig und mit viel Charme beantwortete. Nachdem  sich die Kleinsten bald in die  warmen Federn verkrochen, diskutierten ein paar Erwachsene noch eine Weile mit Leonardo über Film und die Schauspielerei.

Mittwoch 15. Februar - 4. Ferientag

Erneut begrüsste uns der neue Tag mit warmem Sonnenschein. Wie gut meint es der liebe Gott mit uns ! Bald schon flogen die Sportverrückten aus und liessen sich im Nu auf den 3‘142 m hohen Hohsaas-Gipfel hieven. Gisela mit ihren Kids machten sich heute auf die Schlittelpiste auf, das für alle zu einem Riesengaudi wurde. Heute hat es Ashen geschafft, sich auf die Skier zu wagen und fand seinen Spass dabei. Während die Neulinge sich am Erfolg erfreuten, leisteten sich die Grossen einen Ausflug auf den Gipfel, mit einer unvergesslich tollen Aussicht auf mehrere Viertausender. Zuvor auf der Mittelstation 'Kreuzboden' vergnügte sich Familie Hofstetter, mit Klein-Alexander, der im Skikindergarten seine ersten Skikünste erlernt hatte. Auf der Bergfahrt erfuhren wir im Sessellift von den legendären Crèmeschnitten, die das Gipfelrestaurant anbot, und tatsächlich, wir wurden nicht enttäuscht ! Unten im Chalet Frohsinn verweilten indes ein paar Kleine beim beschaulichen Klötzli-Bauen, wo wahre Meisterwerke entstanden. Am frühen Nachmittag traf endlich – um 2 Tage zeitverschoben - das Spitzenköche-Duo Martin und Marion ein, das seine Schatten auf ein währschaftes Abendessen bereits vorauswarf:  echtes Tessiner  Steinpilz- und Deutschschweizer Tomaten-Risotto mit Cippolata-Würstchen, das jedes Gaumen-Herz erfreute ! Doch zuvor wurde es noch besinnlich. Auf 17.30 Uhr war eine Ferien-Andacht im nahegelegenen Kirchlein (erb. 1735, der Dreifaltigkeit geweiht) angesagt. Thema der Feier war ‚Zeit haben‘ für sich, für die anderen und für Gott. Diakon Claudio Cimaschi erzählte dazu eine Geschichte, die den Wert der Zeit hervorhob. Der Text aus dem biblischen Buch Kohelet, der von Véronique Roth vorgetragen wurde, sprach davon, dass Gott uns für alles eine bestimmte Zeit schenkt, die wir nutzen sollten. Mit viel Hingabe wurde die Andacht musikalisch von Marlène (Gitarre) und Martin (Flöte) Moritz und Lars Mathis (Trompete) gestaltet. Die Lichter, die die Teilnehmenden während der Feier entzündet hatten, wurden sodann in einer Prozession ins Lagerhaus getragen. Mit einem besonders beliebten Dessert (Schoggi-Crème mit Meringues) und bei spannenden Gesprächen über Gott und die Welt, klang der Abend aus.

Dienstag 14. Februar - 3. Ferientag

Der Valentinstag bescherte uns wiederum ein strahlender Sonnentag. Die ersten Frühaufsteher unterstützten Gisela in der Küche bei der Frühstücksvorbereitung und bereiteten u.a. gesunde Rohkost für unsere Sportler vor. Wenig später auf der Übungspiste waren die Fortschritte unserer jüngsten Skifahrer zu bewundern. Toll wie rasch sie das Skifahren erlernen ! Noch während die Kleinsten die Piste auf und runter fuhren, gönnten sich Gisela und Giulia an der Pisten-Bar eine Erfrischung und genossen die warmen Sonnenstrahlen. Gegen Mittag trafen sich einige zum kurzen Lunch-Stopp im Chalet, um bald in die 'Luft' zu gehen. Auf der Mittelstation 'Kreuzboden' (2300m) angelangt, eröffnete sich uns ein atemberaubendes Panorama, umringt von der berühmten Mischabelgruppe. Gegen 15 Uhr fanden sich zufällilg bei der Aprés-Skibar ein paar 'Walliseller' ein, die dort zwischen den Abfahrten einen kurzen Halt einlegten. In dieser prachtvollen Atmosphäre mit Almhüttenmusik im Hintergrund genossen wir einen Drink und liessen uns erneut von den Sonnenstrahlen küssen. Nach diesem märchenhaften Intermezzo ging es zurück ins Tal hinunter, die einige Skibeibegeisterte nutzten, um ein letztes Mal ins Tal hinunterzusausen. Zum Abendessen erwartete uns im Chalet ein kulinarischer Höhepunkt, ein rassiges Rindsgulasch mit Polenta/Teigwaren und Gemüse, meisterhaft zubereitet von Monika, Danica, Giulia, Amy und professionell abgeschmeckt von Gisela. Krönender Abschluss waren die leckeren (Original-) Gruyères-Meringues. Nach der „Märzliziit“ mit Bernadette begaben sich die Kids auf einen abenteuerlichen Dorfspaziergang im Fackelschein bis zum nahen Eisstadion, wo gerade ein Eishockeyspiel stattfand. Mit Gesellschaftsspielen und angeregten Gesprächen klang auch dieser, mit vielen neuen Eindrücken vollgepackte Lagertag, aus. Guet Nacht und bis morgä!

Montag 13. Februar - 2. Ferientag

Ein stahlblauer Himmel und strahlender Sonnenschein begrüsste den ersten Ferientag im Wintermärchen-Lager. Schon kurz nach 7 Uhr meldeten sich die ersten Frühaufsteher und es dauerte nicht lange, als Kaffeeduft das Haus durchströmte. Heinzelmännchen und liebenswürdige Feen hatten einen Superzmorge mit allem Drum und Dran aufgetischt. Gegen 9 Uhr trafen denn auch die letzten Langschläfer im Aufenthaltsraum ein. Da waren die geübten Skifahrer bereits unterwegs zur Talstation, wo sie die Luftseilbahn auf die 'Hohsaas' bestiegen, um auf 3142 Metern die Pisten zu erkunden. Doch für die Newcomer hiess der erste Lagertag, lernen Ski zu fahren. Unter der professionellen Anleitung von Bernhard Rohrmoser und später auch von Gisela Regenscheit erhielten die Kids ihre ersten Lektionen auf der Kinderpiste. Und schon zeigten sich die ersten Erfolge ! Während am späten Nachmittag einige bereits von der Abfahrt heimkamen, waren fleissige Hände in der Küche daran, für das Abendessen einen schmackhaften Kartoffelsalat mit heissem Fleischkäse vorzubereiten. Nach dem Znacht überraschte uns das Musikerpaar Marlène und Martin Moritz mit lüpfiger und erfrischender Musik, sodass man mühelos bekannte Songs und Evergreens aus voller Kehle singen konnte. Die Kleinsten liessen sich dabei beim beschaulichen Spielen nicht stören, alles hatte Platz und auf kleinstem Raum. Das war nur möglich, weil jeder sich Mühe gab auf den anderen zuzugehen und sich in den unterschiedlichen Aufgaben zu unterstützen und zu ergänzen. Dieser erste Ferientag ging später zu Ende als am Vorabend, waren sich die Teilnehmenden zwischenzeitlich etwas  nähergekommen, und liess so etwas wie ein Familiengefühl aufkommen.

Sonntag, 12. Februar  -  Anreisetag

Nachdem 43 Ferienhungrige in der Kapelle den Reisesegen durch Diakon Claudio Cimaschi erhalten hatten, bestieg die fröhliche Schar den nigelnagelneuen Hesscar und schon ging's mit dem freundlichen Chauffeur Hans Richtung Westschweiz. Im berühmten Gruyère-Land gab‘s einen wohlverdienten Rast-Halt, um die Beine zu vertreten. Bald schon blinzelte uns die Walliser Sonne beim Schloss Chillon entgegen. Ganze 10 Minuten früher gegenüber dem Programm erreichten wir um 15.20 Uhr das beschauliche Dorf Saas Grund. Aber o weh, wenig Schnee lag im Ort, dafür waren die umliegenden Berge weiss ‚wie Schnee‘. Lagerleiterin Gisela Regenscheit erwartete uns schon sehnlichst und gab bereits die ersten Instruktionen und machte uns mit den Hausregeln bekannt. Alsbald wurden von den Kindern die mit Märchennamen bezeichneten Zimmer in Beschlag genommen. Es dauerte nicht lange und es wurde als Zvieri die in Wallisellen bekannte Schwarzwäldertorte von Mariella Mattmüller serviert. Danach gingen die Wintersportbegeisterten ins nahegelegene Sportgeschäft, um die Skis und Skischuhe für den morgigen Tag anzuprobieren. Bald schon hiess es, sich im Aufenthaltsraum für den z’Nacht zu versammeln, wo eine dampfende Spaghetti Bolognese auf uns wartete. Danach lockte ein mit vielen Kerzli beleuchteter Pfad die Kids in den Hof zum ‚Märli-Hüüsli‘, in welchem Bernadette Achermann ein rührendes Märchen erzählte. Während die einen Eltern die Küche aufräumten, sassen andere beim Schlummertrunk, bis dann alle - überraschend früh - in den warmen Federn landeten. (cc)