Die Tagsatzung der Bündner Katholikinnen und Katholiken
Juni 1994 bis Mai 2001
Die Idee einer Tagsatzung ist aus der Notsituation im Bistum
Chur in den 90er Jahren entstanden. Die Tagsatzung war eine freie
Zusammenkunft der Bündner Katholikinnen und Katholiken, die als
Volk Gottes in schwerer Zeit sinnvoll und verantwortbar Kirche
Jesu Christi am Ort sein wollten. Die Tagsatzung wurde begleitet
und unterstützt durch das Parlament der Landeskirche (Corpus
Catholicum) und vom Kantonalen Seelsorgerat. Wichtig war auch die
Unterstützung durch den Nuntius Karl Josef Rauber. Von Seiten der
Bistumsleitung wurde die Tagsatzung mitgetragen durch Weihbischof
und Generalvikar Paul Vollmar, ab 1999 wurde sie vom neuen Bischof
Amédée Grab begrüsst und besucht.
Die Tagsatzung erörterte die pastorale Lage im Kanton
Graubünden und beriet jene Sachgebiete, die dringlich waren und
es immer noch sind. Es ergaben sich sieben Themenkreise, nämlich:
- Sicherstellung und Weiterführung der Seelsorge
- Dienste und Ämter in der Kirche
- Erwachsenenbildung; Ehe- und Familienpastoral
- Katechese – Jugendpastoral
- Sakramentenpastoral
- Ökumene
- Diakonie
Die Tagsatzung hatte über sieben Jahre hinweg Bestand. Sie
arbeitete in der 1. Phase jährlich mit zwei Plenarversammlungen,
in der 2. Phase mit jährlich einer, jeweils drei Tage im Kloster
der Dominikanerinnen
In Ilanz, ferner in den sieben Kommissionen der Themenkreise und
weiteren Arbeitsgruppen und in zahlreichen Sitzungen des
Präsidiums. Sie erstellte sieben Dokumente über die Sachgebiete
der Themenkreise und begann mit der Umsetzung von deren Anliegen.
Die Arbeit geschah in einem Klima des Vertrauens und der
Offenheit und mit grossem Verantwortungsbewusstsein. Die
Tagsatzung hat sachorientiert gewirkt und in der Öffentlichkeit
Beachtung gefunden. |