25/2003

INHALT

Kirche in der Welt

War der Kirchentag ökumenisch?

von Rolf Weibel

 

Der Deutsche Evangelische Kirchentag steht seit seiner Gründung 1949 in zunehmender Verbindung mit dem Deutschen Katholikentag, der erstmals 1848 in Mainz zusammengekommen war, und seiner Trägerschaft, dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). 1958 wurde vereinbart, die Katholikentage stets in den geraden Jahren und die Evangelischen Kirchentage in den ungeraden Jahren abzuhalten, so dass in Deutschland in jedem Jahr ein grosses christliches Ereignis stattfinden konnte. In der Aufbruchstimmung des Zweiten Vatikanischen Konzils wurde 1971 eine gemeinsame Veranstaltung durchgeführt, das ökumenische Pfingsttreffen von Augsburg. Ein Vierteljahrhundert später wurde der Gedanke eines gemeinsamen Kirchentages wieder besonders aktuell, weil die Unterzeichnung einer gemeinsamen katholisch-lutherischen Erklärung zur Rechtfertigungslehre bevorzustehen schien. Obwohl sich diese Unterzeichnung arg verzögerte, wurde ein gemeinsamer Kirchentag beschlossen, der unter dem Leitwort «Ihr sollt ein Segen sein» vom 28. Mai bis 1. Juni 2003 als erster Ökumenischer Kirchentag in Berlin durchgeführt wurde.

Vorgaben

An den letzten Katholikentagen und Kirchentagen beteiligten sich in zunehmendem Mass Glieder der jeweils anderen Kirche als Mitwirkende wie als Besucherinnen und Besucher. Trotz dieser erfahrenen Nachbarschaft war es für die Vorbereitung des Ökumenischen Kirchentags nicht einfach, die unterschiedlichen Kulturen der beiden bewährten und vertrauten Grossanlässe so zusammenzuführen, dass nicht einfach am gleichen Ort und zur gleichen Zeit der Katholikentag und der Kirchentag durchgeführt wurden. Diese Herausforderung wurde in der Vorbereitungszeit so angenommen, dass Hans Joachim Meyer, der katholische Präsident des Ökumenischen Kirchentags, an der Eröffnungspressekonferenz von einem Ertrag vor Beginn sprechen konnte: «Denn die Jahre der Vorbereitung haben zu einer Vielzahl von neuen ökumenischen Initiativen, Aktivitäten und Projekten geführt, haben neue Formen der Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Organisationen und Institutionen geschaffen und so neue Wege gegenseitiger Kenntnis und gegenseitigen Verstehens gebahnt. Was bisher nicht selten vor Ort die Sache einiger ökumenischer Aktivisten war, hat jetzt eine sehr viel breitere Basis gewonnen. Das zeigt sich nicht zuletzt an der grossen Zahl gemeinsamer Gruppen aus Gemeinden und Verbänden für die Teilnahme in Berlin. So ist ein dichtes und kräftiges Wurzelwerk der ökumenischen Zusammenarbeit entstanden, durch das die neu gewachsene Gemeinsamkeit über den Tag hinaus Bestand haben wird.»
Der Ökumenische Kirchentag wollte vor allem ein Fest der Gemeinsamkeit im christlichen Glauben sein. So wurde ein geistliches und ein kulturelles sowie ein breites thematisches Angebot vorbereitet; dazu kamen Veranstaltungen aus Anlass des Kirchentages. Die gut 200000 Besucherinnen und Besucher konnten ihr Kirchentagsprogramm aus einem Angebot von rund 3200 Veranstaltungen zusammenstellen; eine Einschränkung bildeten nur die Distanzen zwischen den Veranstaltungsorten im Zentrum der Stadt und dem Messegelände im Westen.
Geordnet bzw. gruppiert worden waren die thematischen Einzelveranstaltungen zu vier Themenbereichen. Die beiden ersten nahmen die Gemeinschaft der Christinnen und Christen und den ökumenischen Dialog in den Blick, zu dem ­ wie zu jedem Dialog ­ neben Phasen des Brückenbaus auch Phasen der Identitätsvergewisserung gehören. So hiess der Themenbereich 1: «Glauben bezeugen ­ im Dialog leben», und der Themenbereich 2: «Einheit suchen ­ in Vielfalt einander begegnen». Weil es zum Selbstverständnis von Katholikentagen und Evangelischen Kirchentagen gehört, sich den Herausforderungen der Zeit zu stellen, befassten sich die beiden anderen Themenbereiche mit aktuellen Fragen: der Themenkreis 3 mit «Menschenwürde achten ­ die Freiheit wahren» und der Themenkreis 4 mit «Welt gestalten ­ in Verantwortung leben». Diese vier Themenbereiche waren mit Hauptvorträgen, Hauptpodien, Foren, Podien, Podienreihen, Abendreihen, Werkstätten vergleichbar strukturiert. Dazu kamen themenübergreifende Zentren und die wie die Themenbereiche gruppierte Agora, eine grosse, die Kirchenmeile der Katholikentage und den Markt der Möglichkeiten der Evangelischen Kirchentage weiterführende Ausstellung.

Stolperstein oder Stein des Anstosses

Mit einem eigenen Stand auf der Agora vertreten war auch die «KirchenVolksBewegung ÐWir sind Kircheð», die mit der «Initiative Kirche von unten (IKvu)» und der Pfarrerschaft der Kirchengemeinde Prenzlauer Berg-Nord zu Berlin im September 2002 erklärt hatte, am Kirchentag das Abendmahl gemeinsam feiern zu wollen. An der ersten Pressekonferenz der «KirchenVolksBewegung» während des Kirchentages begründete Christian Weisner dieses Vorgehen damit, dass der Kirchentag ein ökumenischer werden und nicht ein gemeinsamer bleiben solle.
Demgegenüber hatten der Präsident des ZdK und die Präsidentin des Deutschen Evangelischen Kirchentags in ihrem Wort an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kirchentags darauf hingewiesen, dass «der Respekt vor dem Glauben, den theologischen Lehrauffassungen und den geltenden Regeln der jeweils anderen Kirche» die Grundlage der Zusammenarbeit beim Ökumenischen Kirchentag sind. Zusammen mit dem Vorstand des Ökumenischen Kirchentags haben sie damit die Bitte verbunden, «die in den Kirchen gültigen Regeln zu achten und im Bezug auf Eucharistiefeier und Abendmahl in ökumenischer Sensibilität miteinander umzugehen». Diesen Standpunkt unterstützte dann auch Papst Johannes Paul II. in seinem Grusswort an den Kirchentag, in dem er zu weiteren Schritten der Versöhnung ermunterte. «Setzt diese Bemühungen mit Sensibilität und Rücksichtnahme aufeinander, in Geduld und zugleich mit Mut in Ehrfurcht vor der Wahrheit und in aufrichtiger Liebe fort: im gemeinsamen Bekenntnis und Gebet, im theologischen Gespräch, in Vorschlägen zur Gestaltung des öffentlichen Lebens, in einem missionarischen Aufbruch zu einer neuen Evangelisierung und im Dienst der Liebe für die Armen und Bedrängten allüberall, und schliesslich in einem neuen, an der Person Jesu Christi ausgerichteten Lebensstil, der die Schätze dieser Erde schonend gebraucht, nicht zuletzt im Blick auf die kommenden Generationen.»
Die ökumenischen Gottesdienste, die dann in der Gethsemane-Kirche in Prenzlau-Nord gefeiert wurden, waren einmal eine katholische Eucharistiefeier mit «offener Kommunion» und ein andermal ein evangelischer Gottesdienst mit «Abendmahl für alle». Damit wurde keine volle Abendmahls- bzw. Eucharistiegemeinschaft gefeiert, sondern die gegenseitige Gastfreundschaft bei Eucharistie und Abendmahl vorweggenommen. Als Zeichen, dass Christen und Christinnen nicht nur miteinander, sondern zugleich mit den Bedürftigen teilen sollen, richtete die «KirchenVolksBewegung» gemeinsam mit der «Initiative Kirche von unten (IKvu)» und der «Initiative Ordensleute für den Frieden» unter Beteiligung von Bischof Jacques Gaillot ein «Mahl der Solidarität ­ Für alle genug» aus.
Der Regelbruch in der Gethsemane-Kirche wurde von einzelnen katholischen Bischöfen bedauert; gegen einen Priester, der am Abendmahl teilgenommen hatte, wurden gar Sanktionen ergriffen. Vor allem aber löste er bei strammen Katholiken Entrüstung aus.<1> Der protestantische Klaus Berger, Professor für Neutestamentliche Theologie an der Universität Heidelberg, verstieg sich gar zur Aussage, die «offene Kommunion» sei «ein Almosen für die Medien» gewesen, «die auf die Sensation erpicht waren».<2>
Weil die Frage der eucharistischen Gastbereitschaft und Gastfreundschaft zwischen den Kirchen kontrovers ist, wurde sie auch in der Podienreihe «Ökumene kontrovers» unter dem Titel «Ein Glaube ­ eine Taufe ­ getrennt beim Abendmahl?» thematisiert. Ein Ergebnis dieser Veranstaltung ist eine Resolution, die von der Überzeugung getragen ist: «Eucharistische Gastfreundschaft ist theologisch möglich und sollte deshalb als Zeichen schon bestehender Kirchengemeinschaft in ökumenischen Zusammenhängen auch jetzt schon praktiziert werden.» Gedacht ist dabei vor allem an «Angehörige[n] konfesionsverbindender Familien... und andere[n] getaufte[n] Christen in besonderen ökumenischen Zusammenhängen ­ wie zum Beispiel langjährigen ökumenischen Gruppen, lokalen ökumenischen Ereignissen und ökumenischen Kirchentagen».

«Tun, was uns eint»

Für den Alltag der Konfessionskirchen und ihrer örtlichen Gemeinden wäre die eucharistische Gastbereitschaft bzw. Gastfreundschaft demnach ein verfrühter Schritt. Die Schritte, die getan werden könnten und müssten, haben am Kirchentag 16 Kirchen mit der Unterzeichnung der 2001 bereits vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) und der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) unterzeichneten Charta Oecumenica vorgezeichnet.
Anregungen zu deren Umsetzung waren auf dem Kirchentag nicht zuletzt auf der Agora, der Ausstellung mit weit über 1000 Ständen, zu finden. So ist das «Netzwerk konfessionsverbindender Paare und Familien» überzeugt, «dass die Einheit der Christen schrittweise insbesondere zwischen konfessionsverschiedenen Nachbargemeinden gefördert und herbeigeführt werden kann und muss»; wichtig sei dabei, auch die kleineren christlichen Konfessionen einzubeziehen. Für diese Annäherung schlägt das Netzwerk die folgenden Stufen vor:

«1. Initial: Die Gemeinden leben friedvoll und tolerant nebeneinander.
2. Interessiert: In möglichst vielen Bereichen werden regelmässig ökumenische Veranstaltungen durchgeführt.
3. Informiert: Nachbargemeinden laden sich bewusst und gezielt gegenseitig zu ihren jeweils eigenen Veranstaltungen ein, wo immer es möglich ist. Dazu wird ein systematischer Informationsaustausch gefördert.
4. Integriert: Es wird alles gemeinsam durchgeführt, was nicht getrennt getan werden muss.»

In einem Hauptvortrag plädierte auch Kardinal Walter Kasper, der Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, dafür, endlich gemeinsam zu tun, was gemeinsam getan werden kann: «Wir wären vermutlich schon wesentlich weiter, wenn wir alles das gemeinsam täten und lebten, was schon heute möglich ist.»

«Ermutigende Enttäuschungen»

Die ersten beiden Themenkreise brachten mit sich, dass auf dem Kirchentag der theologische Dialog nicht zu kurz kam; die Theologische Fakultät der Humboldt-Universität hatte dazu eine ganze Podienreihe vorbereitet. Das Podium zum gegenwärtigen Stand der Ökumene wurde unter dem Titel «Ermutigende Enttäuschungen» angeboten. Im einführenden Vortrag benannte Wilfried Härle, Professor für Systematische Theologie an der Universität Heidelberg, was in den letzten Jahren die römisch-katholische Kirche, die Orthodoxen Kirchen und die Evangelische Kirche in Deutschland den anderen Kirchen an Enttäuschungen zugemutet hatten. Damit sei zu Tage getreten, wie Gemeinsamkeiten oft mehr gewünscht wurden als vorhanden gewesen seien, so dass es zu einer ökumenischen Öffnung gekommen sei, die den tatsächlichen ökumenischen Beziehungen nicht entsprochen habe. Das dürfe nicht aus «ökumenischer Scham» verschwiegen werden. Diese Enttäuschungen seien aber ermutigend, weil eine Vortäuschung nicht ewig halte und die Befreiung von einer Täuschung ein Realitäts-, Orientierungs- Freiheits- und Segensgewinn sei.
Das Ziel der Ökumene sei die volle Gemeinschaft am Tisch des Herrn, und das ökumenische Problem die Uneinigkeit in Bezug auf die dazu erforderlichen Voraussetzungen. Die evangelische Vorstellung sei eine Kirchengemeinschaft selbständiger Kirchen, die römisch-katholische hingegen eine sichtbare bzw. organisatorische Einheit. Beide Kirchen können nicht anders, und zwar aus Treue gegenüber einer Einsicht, auch wenn andere Motive mitspielen mögen. Taktische und andere nicht lautere Motive dürften aber nur Gegenstand einer Selbstprüfung, nicht einer Fremdprüfung sein. Müsste aber das Fehlen eines «ehrlichen Willens» festgestellt werden, wäre erst dies eine entmutigende Enttäuschung. So sei eine Intensivierung der Gespräche angesagt, in denen auf eine wechselseitige Bezeugung nicht verzichtet werde.
Dabei wäre die Methode der Mediation hilfreich, mit der eine Frage aufgegriffen wird, die noch nicht erörtert wurde, für die aber beide Seiten sensibilisiert sind. In der Ökumene wäre dies die Frage nach dem Grund des Glaubens. Der freikirchliche Theologieprofessor Erich Geldbach von der Universität Bochum möchte die Frage nach dem Grund des Glaubens auch im Blick auf die entchristlichte Gegenwart als missionarische Situation gestellt wissen.
Auf die kritischen Bemerkungen von Wilfried Härle zu den Begriffen «versöhnte Verschiedenheit» und «differenzierter Konsens» antwortete auf dem Podium Kardinal Georg Sterzinsky, Verschiedenheit müsse bleiben. Damit stimmte er mit der Aussage von Kardinal Walter Kasper überein: «Jede Kirche hat ihre Reichtümer, die sie nicht aufgeben kann und auch nicht aufgeben soll.» Diese Reichtümer gehören zur jeweiligen konfessionellen Identität und Beheimatung. Hier tritt das ökumenische Problem zu Tage, wenn eine Konfessionskirche in einer anderen Wesentliches vermisst: in mehr als einer Veranstaltung wurde dieses Wesentliche «essantials» genannt.

«Freie Kirchen in offener Gesellschaft»

Eine besondere Art der Identitätsvergewisserung geschieht sowohl unter dem Säkularisierungsdruck als auch in der Konfrontation mit Fremdreligionen, neuen religiösen Bewegungen und so genannten Sekten. Dazu hatten die Weltanschauungsbeauftragten der Kirchen in der «Werkstatt Weltanschauungen» einen eigenen Programmteil vorbereitet mit unter anderem einer Vortragsveranstaltung zum Thema «Christlicher Glaube und östliche Spiritualität» sowie einem Diskussionsforum zur Frage: «Esoterisches Christentum ­ Weg oder Holzweg?» Auf diesem Forum erklärte P. Niklaus Brantschen SJ vom Lassalle-Haus: «Wer andere ausgrenzt, schliesst sich ein.» In der gleichen Werkstatt hatte zwei Tage zuvor der Jurist Axel von Campenhausen, Professor in Göttingen, darauf bestanden: «Abgrenzung von anderen ist selbstverständlicher Bestandteil jeder kirchlichen Lehre.» (Über den Unterschied zwischen «abgrenzen» und «ausgrenzen» nachzudenken lohnte sich auch unabhängig vom Ökumenischen Kirchentag!)
Damit begründete er in einem Streitgespräch unter dem Titel «Ist Sektenkritik tabu?» die Zulässigkeit kirchlicher Information und auch kritischer Aufklärung über so genannte Sekten, wenn die beauftragten kirchlichen Stellen dabei rechtstreu bleiben und als Beauftragte von öffentlich-rechtlich anerkannten Grosskirchen auch rechtspolitische Vorsicht walten lassen, sich also besonderer Sorgfalt, Sachlichkeit und Wahrhaftigkeit befleissigen. Strittig war bei dieser Veranstaltung namentlich die Zulässigkeit staatlicher Stellen, das Streitgespräch hatte die Spannung von weltanschaulicher Neutralität und Religionskritik im säkularen Staat aufzunehmen, sowie die sozial unerwünschten Folgen als Kriterium der kirchlichen Sektenkritik. Kirchliche Weltanschauungsbeauftragte berücksichtigen dieses Kriterium, weil sie ihre Aufgabe im Sinne des Verbraucherschutzes wahrnehmen wollen und sich deshalb auch auf ihre Beratungserfahrung abstützen. Andere am Gespräch Beteiligte, namentlich der Religionswissenschaftler Hubert Seiwert von der Universität Leipzig und der Staatsrechtler Hermann Weber von der Universität Frankfurt am Main, setzten dem Verbraucherschutz den Minderheitenschutz entgegen, wie sie Sekten denn auch einfach als kleinere Religionsgemeinschaften umschrieben.
Mit dem Ort der Kirche im säkularen Staat befasste sich auch eine von der Vereinigung Evangelischer Freikirchen vorbereitete Diskussion der Fragen: Wie frei sind die Kirchen in der heutigen Zeit? Entwickeln sich die Grosskirchen zu Freikirchen? Der Titel der Veranstaltung gab als wünschbare Zukunft allerdings schon vor: Freie Kirchen in offener Gesellschaft. Ins Gespräch gebracht wurden dann vor allem gute gemeinsame Erfahrungen der Kirchenbeauftragten am Sitz der Bundesregierung. Grundsätzliche Überlegungen eingebracht wurden von Bischof Wolfgang Huber, der daran erinnerte, dass schon Dietrich Bonhoeffer gesehen hat, wie die volkskirchliche von der missionskirchlichen Situation abgelöst würde; gegen die Gefahr einer Milieuverengung plädierte Bischof Huber für «eine Kirche in dieser Welt und für diese Gesellschaft». Dazu gehöre, dass sich die Kirche dem Staat gegenüber als eine glaubwürdige Dialogpartnerin bewähre, aber auch die Kompetenz der Politiker und Politikerinnen, die Kirchenglieder sind, ernst nehme. Anderseits sollten sich auch die christlichen Politikerinnen und Politiker als Christinnen und Christen erkennbar machen. So werde das allgemeine Priestertum einerseits von der Kirchenleitung ernst genommen und so komme es anderseits zum Tragen.


Anmerkungen

1 www.kath.net

2 In einem Interview mit «Die Welt» (3. Juni 2003).


© Schweizerische Kirchenzeitung - 2003