5/2001

INHALT

Amtlicher Teil

 

Alle Bistümer

 

Ein neuer Vizegeneralsekretär und Pressebeauftragter der Schweizer Bischofskonferenz (SBK)

Der Genfer Journalist Marc Aellen, zurzeit Redaktor bei der Monatszeitschrift «Nouvelle Cité» in Paris, wird neuer Vizegeneralsekretär und Pressebeauftragter der Schweizer Bischofskonferenz (SBK). Seine offizielle Wahl ist für die nächste Plenarsitzung der SBK vom 5.­7. März 2001 (in Morges) vorgesehen, doch tritt er in Absprache mit den Bischöfen seine Stelle bereits am 1. Februar 2001 an und übernimmt den Posten von Dr. Nicolas Betticher, welcher seit dem 1. Januar 2001 die Stelle des Pressesprechers von Frau Bundesrätin Ruth Metzler innehat.
Marc Aellen (geb. am 19. Juni 1962) absolvierte sein Studium an der Universität seiner Geburtsstadt Genf und schloss das Lizenziat in Politikwissenschaft 1985 ab. Danach liess er sich zum Journalisten ausbilden und absolvierte seine Lehrzeit bei der Zeitung «Le Courrier», wodurch er im Berufsregister eingeschrieben wurde. Die theologische Ausbildung erhielt er in Florenz im Rahmen der Fokolarbewegung 1988­1989.
1991 wirkte er im Auftrag der SBK als Hauptredaktor der dreisprachigen Zeitschrift «Katholog» zum Anlass der 700-Jahrfeier der Eidgenossenschaft. Von 1991 bis 1994 war er bei SDA als Redaktor engagiert, zuerst als Korrespondent für nationale Fragen, dann als Korrespondent in Zürich. Seit 1995 arbeitet er in Paris als Redaktor der Monatszeitschrift «Nouvelle Cité» sowie als Auslandkorrespondent der SDA.
Er ist Mitglied der Fokolarbewegung und wohnt als Laie in geweihter Lebensform seit 1984 in einer Gemeinschaft der Bewegung.

Schweizer Bischofskonferenz


Ein neuer Direktor von Missio Schweiz-Liechtenstein: P. Bernard Maillard

Am 5. Januar 2001 hat Kardinal Jozef Tomko, Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, auf Vorschlag der Schweizer Bischofskonferenz Br. Bernard Maillard aus dem Kapuzinerorden zum Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke Missio in der Schweiz und Liechtenstein ernannt. P. Bernard Maillard wird das vorerst auf fünf Jahre befristete Mandat am 21. März 2001 antreten. Er ersetzt den Mariannhiller Missionar P. Damian Weber, der nach Ablauf der zehnjährigen Amtsdauer in seiner Ordensgemeinschaft neue Aufgaben erhält und sich von Brig aus der missionarischen Animation und Bildung widmen wird. Die Amtsübergabe findet am 2. März 2001 in Freiburg, dem Sitz von Missio Schweiz-Liechtenstein, statt.
Br. Bernard Maillard, geboren 1943, ist in Rueyres-St-Laurent (Freiburg) aufgewachsen. Das Gymnasium absolvierte er in St-Maurice. 1965 trat er dem Kapuzinerorden bei. Sein Noviziat machte er in Luzern, Philosophie und Theologie studierte er in Stans, Sitten und Freiburg. 1971 wurde er vom damaligen Direktor von Missio, Alt-Bischof Eugène Maillat, zum Priester geweiht. Anschliessend studierte er an der Universität Gregoriana in Rom. Seine Lizenziatsarbeit machte er im Fach Missiologie mit einer Studie über die Bamilekes, einen kamerunesischen Stamm. Dann ging er nach Kamerun zum Studium der sozio-religiösen Strukturen im Bezirk Bandjoun, was zur Doktoratsthese mit dem Titel «Macht und Religion» (1982) führte. In die Schweiz zurückgekehrt, übernahm er die Redaktion des missionarischen Zeitschrift der Kapuziner «Frères en marche»/«Ite». In seinem Orden wurden ihm verschiedene Aufgaben übertragen: Mitglied des Regionalrates der französischen Schweiz, Guardian im Kloster St-Maurice, Regionaloberer der französischen Schweiz, Mitglied des schweizerischen Provinzrates, Oberer im Kloster Freiburg und seit 1998 im Kloster Bulle. In diesen Jahren unternahm er mehrere Reisen in Länder Afrikas, Asiens und Lateinamerikas, um seine Mitbrüder zu besuchen.
Bernard Maillard kennt das Werk Missio, dessen Direktion er übernimmt, sehr gut:
Er war Präsident des Missio-Stiftungsrates (1982 bis 1986 und seit 1994), Präsident der westschweizerischen Missionskonferenz, Mitglied der westschweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Missionsinstitute und des Schweizerischen Katholischen Missionsrates, schliesslich zwischen 1982 und 1993 Mitglied verschiedener Gremien des Fastenopfers der Schweizer Katholiken.


Bistum Basel

 

25 Jahre Bischofsweihe von Altbischof Dr. Otto Wüst

Lieber Bischof Otto

Am 1. Februar 1976 bist Du in der Kathedrale in Solothurn zum Bischof geweiht worden. Nach Deinen reichen pastoralen Erfahrungen als Vikar in St. Marien Bern, als Sekretär des Schweizerischen Katholischen Volksvereins und als Leiter des Diözesanen Personalamtes bist Du der erste Weihbischof im neuen Bistum Basel geworden. Nach sechs Jahren hast Du die Verantwortung als Diözesanbischof übernommen, die Du in grosser Umsicht, menschlicher Liebenswürdigkeit und priesterlicher Treue ganze elf Jahre wahrgenommen hast. Du wolltest vor allem ein treuer «Diener an Eurer Freude» sein, wie Dein bischöflicher Wahlspruch heisst. Denn aus Deiner tiefen Verwurzelung im Geheimnis Jesu Christi hast Du mit Deinem Leben und Wirken als Bischof auf Christus als den tiefsten Grund unserer christlichen Freude hingewiesen. Von daher hast Du in jenem Licht gewirkt, das vom Fest der Darstellung des Herrn auf Deine Weihe vorausgestrahlt ist, die Du einen Tag vor diesem schönen Fest empfangen durftest.
Zu Deinem silbernen Bischofsjubiläum entbiete ich Dir im Namen des ganzen Bistums herzliche Glück- und Segenswünsche. Ich wünsche Dir in Sursee, Deiner geliebten Heimat, weiterhin eine schöne Zeit der Ruhe und der Musse. Ich freue mich, dass wir Deinen 25. Bischofsweihetag am 3. Februar in der Kathedrale in Solothurn feiern dürfen zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern der Ordensgemeinschaften in unserem Bistum, die ich eingeladen habe, um den «Tag des geweihten Lebens» gemeinsam begehen zu können. Gerne nehme ich Dein Bischofsjubiläum zum Anlass, Dir von Herzen zu danken für das, was Du für unser Bistum Basel gewirkt hast, und für Deine bischöflichen Dienste, die Du auch heute noch ausübst. Zugleich darf ich die liebenswürdigen Worte der Anerkennung und des Dankes, die der Heilige Vater zu Deinem silbernen Bischofsweihejubiläum an Dich gerichtet hat, der Öffentlichkeit übergeben. In der treuen Verbundenheit des Gebetes grüsse ich Dich herzlich als Dein dankbarer

+ Kurt Koch
Bischof von Basel


Gratulation von Papst Johannes Paul II.

Dem ehrwürdigen Mitbruder Otto Wüst, dem früheren Bischof von Basel, der das Silberne Jubiläum seiner Bischofsweihe feiert, wünschen wir von Herzen alles Beste, vor allem ein grosses Vertrauen auf die künftigen Güter.
Und indem wir ihn Christus empfehlen, der die Menschen erlöst und zu neuen Geschöpfen umgestaltet hat, erteilen wir ihm herzlich als Zeichen unserer Liebe und unseres Wohlwollens den Apostolischen Segen.

Aus dem Vatikan am 8. Januar 2001
Johannes Paul II.


Ausschreibungen

Im neu strukturierten Seelsorgeverband Altnau-Güttingen-Münsterlingen, dessen Seelsorgeteam ebenfalls aufgebaut werden muss, wird vorerst die vakante Stelle einer Gemeindeleiterin/eines Gemeindeleiters zur Besetzung ausgeschrieben.
Die auf den 15. Juli 2001 vakant werdende Kaplanenstelle Kastanienbaum in der Pfarrei Horw (LU) wird für einen Priester zur Wiederbesetzung ausgeschrieben (60 Stellenprozente).
Interessierte Personen melden sich bitte bis zum 22. Februar 2001 beim Diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch


Anonymer Anrufer belästigt Frauen im kirchlichen Dienst

Seit dem vergangenen Jahr wurden und werden in regelmässigen Abständen im kirchlichen Dienst des Bistums Basel stehende Frauen von einem anonymen Anrufer auf widerliche Art und Weise belästigt. Mittels Fax, Telefon oder SMS hinterliess der anonyme Anrufer obszöne Mitteilungen. Auch gab der anonyme Anrufer an, in arger psychischer Bedrängnis zu stehen und drohte mit Suizid. Die Vorgehensweise des anonymen Anrufers ist für die Adressatinnen belastend und schlichtweg verletzend.
Es könnte sein, dass der anonyme Anrufer sich im kirchlichen Umfeld des Bistums Basel gut auskennt. Das ist der eine Beweggrund, dass wir diesen Hinweis im amtlichen Teil platzieren. Vielleicht gar liest der anonyme Anrufer diese Zeilen. Er lasse sich dann eindringlich sagen, mit dem widerlichen Unfug aufzuhören. Der andere Beweggrund ist folgender: Vielleicht werden noch weitere Frauen im kirchlichen Dienst durch verletzende Mitteilungen (welcher Art auch immer) seitens eines anonymen Anrufers belästigt. Sollte dies zutreffen, mögen betroffene Frauen im kirchlichen Dienst sich bitte mit dem Personalamt in Verbindung setzen.
Diese Mitteilung geschieht in Rücksprache mit den vom anonymen Anrufer belästigten Frauen.


Diözesane Konferenz der Dekane, Dekanatsleiterinnen und Dekanatsleiter (DKD) tagte

Eine Vielzahl von Themen hat die Diözesane Konferenz der Dekane, Dekanatsleiterinnen und Dekanatsleiter (DKD) während ihrer Tagung vom 16. bis 18. Januar in Bethanien in St. Niklausen (OW) bearbeitet. Auf der Traktandenliste standen unter anderem Fragen wie Beratung/Begleitung im kirchlichen Kontext, aber auch die Eröffnung der Vernehmlassung zur «Grossräumigeren Regionalisierung» sowie Beiträge zum Problem «Staatskirchenrechtliche Systeme und katholische Ekklesiologie». Ein wichtiger Punkt war auch der Informationsaustausch, einerseits unter den Dekanen, Dekanatsleiterinnen und Dekanatsleitern, andererseits zwischen ihnen und der Bistumsleitung.
Nach einer besinnlichen Einstimmung von Weihbischof Denis Theurillat tauschten die Dekane, Dekanatsleiterinnen und Dekanatsleiter ihre Erfahrungen mit dem Bistumsprojekt «Als Getaufte leben» aus. Dabei wurde das Taufgeschehen vor allem auch unter dem Aspekt der Gemeinschaft gesehen.
Merkmale der Beratung im kirchlichen Kontext zeigte der Gemeindeberater Dr. Paul Zemp, Solothurn, auf. Dazu stellte er eine Orientierungshilfe vor und verschwieg nicht, dass durchaus Spannungen zwischen Beratungs- und Leitungsfunktionen entstehen können. Als Ergebnis einer anschliessenden Gruppenarbeit wurde an die Bistumsleitung die Erwartung geäussert, darauf hinzuwirken, dass die Möglichkeit, eine Supervision in Anspruch zu nehmen, im Arbeitsvertrag geregelt wird und die Kirchgemeinden sich an den anfallenden Kosten für Einzelne und Teams beteiligen.
Ein weiteres Thema, das ausführlich besprochen wurde, war die «Grossräumigere Regionalisierung» des Bistums Basel. Dabei wurden die Unterlagen zur Vernehmlassung erläutert, die allen daran beteiligten Gremien (Dekanate, Regionaldekanate, Domkapitel, Priesterrat, Rat der Diakone, Laientheologinnen und Laientheologen, Diözesaner Seelsorgerat, Kantonale Seelsorgeräte, staatskirchenrechtliche Institutionen auf kantonaler Ebene und dem Administrationsrat des Bistums Basel) zugestellt worden sind.
Die DKD beschäftigte sich auch mit: «Staatskirchenrechtliche Systeme und katholische Ekklesiologie». In diesem Zusammenhang wurde noch einmal überdeutlich klar, dass es weder um ein anderes System, schon gar nicht um das deutsche, gehe, sondern «um eine gerechtere und solidarischere Verteilung der Gelder auf Bistumsebene», um einen «Finanzausgleich auf Bistumsebene». Ein zweites Problem besteht darin, dass es im Bistum zwar zehn Landeskirchen gibt, der Bischof aber kein aus diesen Vertretern gebildetes Gremium als direkten und verbindlichen Ansprechpartner hat.
Kritische Fragen wurden auch zur Ernennung des designierten Generalvikars, P. Roland-B. Trauffer, gestellt, der bis zum 31. Dezember 2000 Generalsekretär der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) war. Dazu erläuterte der Bischof, der neue Generalvikar sei von ihm nach dem gleichen Modus ernannt worden wie der amtierende Generalvikar, Rudolf Schmid. Da P. Trauffer noch einen pastoralen Einsatz in Guatemala leistet, bevor er in das Bistum Basel kommt, habe er sich ­ so Bischof Kurt Koch ­ entschlossen, den Medien zuvor zu kommen und die Berufung noch vor der Ausreise Trauffers bekannt zu geben.
Schliesslich wurden Strukturvorschläge für die Versammlung diskutiert und anschliessend verabschiedet. Diese sollen die Arbeitsweise der DKD verbessern, die Themenwahl sowie den Informationsfluss zwischen den Dekanaten und der Bistumsleitung fördern und eine gute Mischung zwischen Beratung und Information gewährleisten. Dazu soll die Einrichtung eines «Ständigen Büros» beitragen.

Informationsstelle


Bistum Chur

 

Ernennung

Bischof Grab ernannte:
Stefan Staubli, Vikar in Rüti/Tann, zum Leiter des Einführungsjahres für künftige Priester


Missio canonica

Die bischöfliche Missio canonica erhielten:
Dr. Hermann-Josef Hüsgen als Pastoralassistent des Pfarradministrators der Pfarrei Niederhasli (ZH) mit der Aufgabe der Gemeindeleitung;
Thomas Joller als Pastoralassistent des Pfarradministrators der Pfarreien Ardez und Scuol (GR) mit der Aufgabe der Gemeindeleitung;
Sr. Marianne Rössle als Pastoralassistentin des Pfarradministrators der Pfarrei Affoltern a.Albis (ZH) mit der Aufgabe der Gemeindeleitung;
Mäggie Marinelli Stäuble als Katechetin der Pfarrei Oberrieden (ZH);
Frieda Mathis als Katechetin der Pfarrei Thalwil (ZH).


Im Herrn verschieden

Dr. iur. can. Robert Gall, Pfarrer im Ruhestand
Der Verstorbene wurde am 5. September 1922 in Zürich geboren und am 7. Juli 1947 in Chur zum Priester geweiht. Von 1947­1948 war er als Professor am Kollegium Schwyz tätig. Nach seinem Weiterstudium und Abschluss des Doktorates in Rom wirkte er von 1953­1972 in der Pfarrei Bruder Klaus in Zürich, zuerst als Vikar und ab 1963 als Pfarrer, anschliessend von 1972­1992 in der Pfarrei St. Katharina, Zürich, und von 1992 bis zu seinem Tod in der Alters- und Spitalseelsorge der Pfarrei St. Anton, Zürich. Nebst seiner seelsorgerlichen Tätigkeit arbeitete er von 1953­2001 am Diözesanen Kirchlichen Gericht mit, zuerst als Ehebandverteidiger und Kirchenanwalt und ab 1993 als Diözesanrichter. Von 1978­1992 war er zudem als Dozent für Kirchenrecht an der Theologischen Hochschule Chur tätig. Nach längerer Krankheit starb er am 21. Januar 2001 in seinem Heim im Pfarrhaus St. Anton in Zürich, Bestattet wurde er am 26. Januar 2001 in Zürich.


Ausschreibungen

Infolge Demission der bisherigen Amtsinhaber, werden folgende Pfarreien zur Wiederbesetzung ausgeschrieben:

Interessenten mögen sich melden bis zum 23. Februar 2001 beim Sekretariat des Bischofsrates, Postfach 133, 7002 Chur.

Bischöfliche Kanzlei


Bistum St. Gallen

 

Personales Zeugnis geben...

Am Mittwoch, 14. März, findet von 16 bis 21 Uhr im Pfarreiheim St. Fiden-St. Gallen das 10. Diözesanforum kirchliche Jugendarbeit statt. Dazu laden Bischof Ivo Fürer, Diözesankatechet Philipp Hautle und die Diözesane Arbeitsstelle für Jugendseelsorge (Daju) alle Seelsorgerinnen und Seelsorger, Katechetinnen und Katecheten, Kirchenverwaltungsräte und Pfarreiräte ein. Referent ist Werner Tzscheetzsch (Jg. 1950), der Mann, der bereits am 1. Diözesanforum dabei war. Damals war er noch Direktor der Katholischen Akademie für Jugendfragen in Altenberg, heute ist er Professor für Religionspädagogik und Katechetik an der Uni in Freiburg.
Um was geht es diesmal? In der Jugendpastoral (Jugendseelsorge, Religionsunterricht, Firmung ab 17 u.a.) geht es um eine «Lehre», allerdings um eine, die personal vermittelt wird. Was heisst das? Dem Jugendalter ist es eigentümlich, nicht deutlich zwischen Sache und Person, Lehre und Lehrer zu unterscheiden; Meinungen und Programme gelten ihnen in der Regel so viel wie die Person, die sie «ver-körpert». Deshalb kommt es in der Jugendpastoral entscheidend darauf an, dass auch die Botschaft Jesu den jungen Menschen in glaubwürdigen Personen begegnet. Kirchliche Jugendarbeit kann der Ort sein, an dem Jugendliche zunächst durch das Zeugnis des Lebens, das sehr oft ein Zeugnis ohne Worte ist, auf einen geschwisterlichen Lebensstil aufmerksam werden und in ihnen die Frage nach dem «warum» weckt...


Tagung des Priesterrates und des Rates der hauptamtlichen Laienseelsorger/Laienseelsorgerinnen in St. Arbogast

Nach der konstituierenden Sitzung im Herbst in St. Gallen trafen sich die beiden Räte mit Bischof Ivo zur ersten Arbeitstagung am 15./16. Januar im Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast. Als Roter Faden zog sich «Es gibt verschiedene Geistesgaben, aber nur den einen Geist. Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn...» durch die beiden Tage. 1 Korinther 12,4­11 diente als spiritueller Einstieg, bestimmte die abendliche Besinnung und war Thema der Predigt in der morgendlichen Eucharistiefeier.
Indem die Teilnehmenden zuerst ihren eigenen Grundlagen des Seelsorger- und Seelsorgerinnen-Daseins nachspürten und sich dann in Gruppen über ihre Stärken und über das, was sie gern tun oder gern täten, austauschten, sollte eine Grundlage des Vertrauens und der Vertrautheit entstehen. Denn erst eine solche Grundlage ermöglicht ehrliche und offene Auseinandersetzungen in den Räten, die sich auch in der neuen Amtszeit wieder mit verschiedenen Fragen der Seelsorge und der Gestaltung der Seelsorgearbeit beschäftigen müssen.
In einer weiteren persönlichen Reflexion und Austauschrunde in Gruppen, diesmal dekanatsweise zusammengestellt, ging es darum, die eigene Ratsarbeit im Hinblick auf das Dekanat zu überdenken. Die Überlegungen, wie Anliegen aus den beiden Räten weitergegeben und wie andererseits solche von der Basis in die Räte hineingetragen werden können, wurden in einem nächsten Schritt im Plenum aufgelistet.
Am Vormittag des zweiten Tages diskutierten die beiden Räte getrennt das Projekt Berufsklärung. Regens Josef Wick wollte wissen, wie sich die Priester wie auch die Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten zum «Churer Modell» stellen, das ein «Jahr der Berufsklärung» für Priesteramtskandidaten und «Einführungswochen für Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten» vorsieht (siehe SKZ 50/2000). Die Trendabstimmung zum «Churer Modell» ergab ein Ja, eine Enthaltung und 23 Nein. Wie wichtig die Vertretung der Studierenden in diesen Räten ist, zeigten bei diesem Geschäft die Überlegungen, welche die Freiburger Vertreterin überzeugend eingebracht hatte.
Explizit verdankt wurde die Arbeit des Büros (Ursula Baumgarnter, Josef Manser, Lukas Hidber und Matthias Koller). Es hatte die Tagung im Team sorgfältig vorbereitet, ist an ihr als Team aufgetreten und leitete sie als Team entsprechend den «verschiedenen Gaben und Fähigkeiten».


© Schweizerische Kirchenzeitung - 2001