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INHALT | |
Amtlicher Teil |
Leiter- und Leiterinnenkurs I
11./12. März 2000 in Rheineck,
11./12. November 2000, Ort noch offen.
Leiter- und Leiterinnenkurs II
9./10. September 2000 in Einsiedeln. Für Leiterinnen und Leiter, die
1998 oder 1999 einen Kurs I besucht haben. Die Anmeldeunterlagen werden
ihnen direkt zugeschickt.
Präsidestagung
Mittwoch, 30. August in Luzern.
Die Informationen und Anmeldungen werden den Pfarreien über die Bistumsversände zugestellt oder direkt über www.minis.ch, denn neu alle DAMP-Informationen aktuell im Internet unter www.minis.ch (DAMP-Sekretariat: Matthias Müller, Rappenhalde 23, 8307 Effretikon, Telefon 01-2041777, E-Mail damp@minis.ch; DAMP-Präsident: Pfr. Roland Häfliger, Mühlebühlstrasse 5, 5737 Menziken, Telefon 062-7654800).
Die Schweizer Bischofskonferenz hat mit grossem Bedauern von der schweren Unwetterkatastrophe, die verschiedene Teile Venezuelas heimgesucht hat, Kenntnis genommen. Sie lädt alle Christen ein, für die Opfer, für die Familien und besonders für die vielen Armen, die schwer betroffen sind, zu beten. Die Schweizer Bischöfe rufen im Weiteren alle Gläubigen auf, sich solidarisch zu verhalten, und danken der Caritas Schweiz für ihre grosszügige erste Unterstützung von Fr. 250000..
Nach der Unwetterkatastrophe, die verschiedene Länder Europas und besonders auch die Schweiz heimgesucht hat, möchte die Schweizer Bischofskonferenz allen Familien der Opfer ihr aufrichtiges Beileid aussprechen. Sie lädt alle Gläubigen dazu ein, für alle von dieser Katastrophe Betroffenen zu beten. Die Schweizer Bischöfe möchten auch den Feuerwehrleuten, Polizisten und freiwilligen Helfern danken, die Solidarität bezeugt und sich in diesen schwierigen Stunden für das Allgemeinwohl eingesetzt haben.
Gegen 70000 Jugendliche treffen sich in Warschau zwischen dem 28. Dezember
1999 und dem 1. Januar 2000, um gemeinsam am von der ökumenischen Gemeinschaft
von Taizé organisierten traditionellen Treffen für Jugendliche
teilzuhaben. Gut hundert Jugendliche aus allen vier Teilen der Schweiz haben
sich zusammengefunden, um in Warschau den gegenseitigen Austausch, das Teilen,
das Gebet und die Gemeinschaft zu vertiefen. Diese Jugendlichen finden zusammen,
um ihren Glauben an Jesus Christus, an den menschgewordenen Gott, zu feiern.
Sie werden in ihre Pfarreien und Gemeinschaften mit einem erneuerten spirituellen
Elan zurückkehren und so Zeugen sein von der Erneuerung im Glauben,
die Europa so dringend braucht.
Die Schweizer Bischofskonferenz gratuliert und ermutigt alle diese Jugendlichen.
In diesem Jubiläumsjahr, Jahr der Gnade und Wiederversöhnung,
erhält das 22. europäische Treffen einen ganz besonderen Stellenwert.
Die Schweizer Bischöfe laden alle Christen ein, dieses kontinentale
Treffen mit ihrem Gebet zu begleiten.
Die Schweizer Bischöfe bedanken sich bei der ökumenischen Gemeinschaft
von Taizé, dass sie all diesen Jugendlichen die Möglichkeit
gibt, ihren Glauben konkret zu leben, so wie es Papst Johannes Paul II.
in Worte fasst: «eine Nächstenliebe erfahren, die auf ihrem Weg
nicht angehalten werden kann, die sich entfaltet und strahlen muss, die
ihre Wärme weit verbreitet!».
In der letzten Zeit gab es vermehrt Anfragen zur «Katholisch-Apostolisch
Charismatischen Kirche ÐJesuð König» und zu deren «Erzbischof
Romulo Braschi». Es handelt sich dabei nicht um einen römisch-katholischen
Bischof oder eine römisch-katholische Gemeinde oder Gemeinschaft.
Vielmehr ist Romulo Braschi ein Vertreter der «episcopi vagantes»
(«Wanderbischöfe»). Er wurde 1998 in München als «Erzbischof
von München, Zürich, Buenos Aires und San Salvador de Bahia»
geweiht. In der Schweiz wird das «Generalordinariat» in 8255
Schlattingen von einer Frau Bettina de Ora («Diakonin») geleitet,
die seelsorgliche Beratung bis hin zum «Exorzismus» anbietet,
ebenso ein Gottesdienstangebot, dem zum Teil «Erzbischof Dr. Romulo
Braschi» vorsteht.
Esoterisches mit traditionell kirchlichem Gedankengut widerspiegelt sich
in der Lehre dieser christlichen Sondergemeinschaft mit ihren lateinamerikanischen
Wurzeln, die sie gleichfalls prägt.
Das Symbol der Tür, des Tores, stand im Mittelpunkt der Weihnachtsansprache,
die der Bischof von Basel, Kurt Koch, in der St.-Ursen-Kathedrale in Solothurn
am Heiligen Abend in der Mitternachtsmesse hielt.
Zu Beginn des Gottesdienstes in der Heiligen Nacht hatte der Bischof das
Heilige Jahr im Bistum Basel feierlich eröffnet. Es begann mit einem
Lichtlob in der Peterskapelle, denn, so der Bischof, alles Licht weise auf
das wahre Licht der Welt hin, Jesus Christus. Dann verkündete der Bischof
aus der Bulle des Grossen Jubiläums des Jahres 2000: «Die Geburt
Jesu in Bethlehem ist kein Ereignis, das sich in die Vergangenheit verbannen
liesse. Denn vor ihm steht die ganze Menschheitsgeschichte: unsere Gegenwart
und die Zukunft der Welt werden von seinem Dasein erleuchtet.»
In seiner Ansprache während der festlichen Eucharistiefeier wies der
Bischof darauf hin, dass die geöffneten Türen ein Zeichen für
Begegnung sind. Geschlossene oder verschlossene Türen dagegen ständen
für Abschottung und auch dafür, dass man sich aus der Gemeinschaft
ausschliessen wolle. Christus selbst hat das Symbol der Tür verwandt,
wenn er im Johannesevangelium verheisst: «Ich bin die Tür, wer
durch mich hineingeht, der wird gerettet werden.» Durch seine Menschwerdung
sei er die entscheidende Türe zum Geheimnis Gottes geworden.
Es gehe aber auch darum, selber zur Tür zu werden, so wie es in dem
alten Adventslied heisse: «Macht hoch die Tür, die Tor macht
weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit». In der Gestalt des Kindes
klopfe Christus, der aus leidenschaftlicher Liebe zu uns Mensch geworden
sei, an: nicht nur bei jedem Einzelnen von uns, sondern auch bei der heutigen
Gesellschaft, die ja alles andere als kinderfreundlich sei.
Während seiner Homilie hatte der Bischof auch auf die «Porta
Sancta», die Heilige Pforte, hingewiesen, die Papst Johannes Paul
II. in dieser Weihnachtsnacht aus Anlass des Grossen Jubiläums des
Jahres 2000 feierlich öffnete. Diese «Heilige Pforte» stehe
in besonderer Beziehung zum Bistum Basel. Sie sei nämlich ein Geschenk
des Bistums als Dank für die Bewahrung im 2. Weltkrieg gewesen und
von Bischof Franziskus von Streng und den Gläubigen Papst Pius XII.
zum Jubiläumsjahr 1950 geschenkt worden.
In der Festmesse am Weihnachtsmorgen betonte der Bischof, es brauche die Demut der Hirten, um Gott im Kinde, das in einer Krippe liegt, entdecken zu können. Er hatte zu Beginn seiner Ansprache die rabbinische Legende erzählt, in welcher der Rabbi einem Kinde, das sich darüber beklagt, weil es sich so gut versteckt habe, dass es die anderen Kinder gar nicht mehr gesucht hätten, sagt: «Auch Gott versteckt sich in der Welt so gut, dass ihn die Menschen nicht mehr suchen.» Gott, so Kurt Koch, respektiere den freien Willen des Menschen. «Darum will er sich den Menschen nicht aufdrängen, sondern lässt sich suchen, so wie die Hirten das Kind gesucht haben.»
Bischof Amédée Grab ernannte:
Francis Ola-king-al, bisher Pfarradministrator der Pfarrei Tuggen (SZ),
zum Pfarrer dieser Pfarrei;
Markus Kellenberger zum Vikar der Pfarrei Schmitten (GR);
Pirmin Zinsli zum Vikar der Pfarrei Bivio (GR);
Bruno Tresch zum Diakon mit der Funktion des Gemeindeleiters der Pfarrei
Bruderklaus, Altdorf (UR);
Remo Weibel zum Diakon mit der Funktion des Gemeindeleiters der Pfarrei
Freienbach (SZ).
Stefan Blöchliger, alt Pfarrer, Eschenbach
An der Beerdigung von Pfarrer Josef Stillhart am 14. Dezember hatte alt
Pfarrer Stefan Blöchliger gesagt, jetzt müsse er halt wieder vermehrt
für priesterliche Dienste einspringen. Damit ist nichts geworden. Am
23. Dezember ist er ebenfalls an Herzversagen gestorben.
Stefan Blöchliger, 1921 in eine Lehrerfamilie hineingeboren und mit
vier Brüdern aufgewachsen, hat in St. Gallen die Katholische Kantonssekundarschule
und die Kantonsschule besucht und in Freiburg Theologie studiert. Auf Wunsch
von Bischof Josephus Meile, der damals genügend Priester für die
Pfarreiseelsorge hatte, besuchte er nach der Priesterweihe an Ostern 1946
die Sekundarlehramtsschule. Bevor er am 1. Mai 1950 an der neu gegründeten
Sekundarschule Oberer Seebezirk in Eschenbach seine Tätigkeit als Sekundarlehrer
für Sprachen, Geschichte und musische Fächer aufnahm, war er während
eineinhalb Jahren Kaplan in Oberegg. Bis zuletzt verbanden den «Profi»,
wie er wegen seines Titels als Professor genannt wurde, vielfältige
Kontakte mit seinen ehemaligen Schülern.
Neben seinem vollen Pensum als Sekundarlehrer gestaltete Stefan Blöchliger
auch das Pfarreileben in Eschenbach mit. Als ihm die Doppelbelastung zu
viel wurde und sich zudem mittlerweile bereits ein Priestermangel abzuzeichnen
begann, demissionierte er 1981 an der Schule. Während vier Jahren war
er Kaplan der St.-Vinzentius-Pfarrei, 1985 wurde er ihr Pfarrer und blieb
es dann trotz eines Herzinfarktes bis 1994. 1983 wurde er zum Dekan des
Dekantes Uznach gewählt.
Als bald 74-Jähriger demissionierte Stefan Blöchliger als Pfarrer
von Eschenbach im gleichen Jahr, da er von der Ortsbürgergemeinde und
der Politischen Gemeinde Eschenbach das Ehrenbürgerrecht erhielt. Damit
wurde der Einsatz zum Wohl der Jugend an der Sekundarschule sowie seine
langjährige seelsorgerliche Tätigkeit gewürdigt.
Auf seinem Primizbildchen ist zu lesen «Voll Freude war ich, da man
mir sagte: Wir pilgern zu dem Haus des Herrn.» Jetzt ist die Pilgerschaft
von Stefan Blöchliger zu Ende, er ist im Haus des Herrn angekommen.
Am 29. Dezember 1999 ist er in Eschenbach beerdigt worden.
Die Diözese St. Gallen beginnt das neue Jahr mit einem neuen Personalverzeichnis,
das neu auch die E-Mail-Adressen aufführt. Seit dem Abschluss am 9.
Dezember 1999 hat sich die Zahl der in St. Gallen inkardinierten Priester
und Diakone von 152 auf 150 reduziert und das Total der in der Seelsorge
mindestens zu 50 Prozent tätigen Personen von 396 auf 394. Verantwortlich
für das Personalverzeichnis zeichnet die Arbeitsgruppe PV 2000. Diese
nimmt gerne Berichtigungen und Änderungswünsche entgegen. Im Herbst
dieses Jahres wird sie über allfällige Änderungen für
das Personalverzeichnis 2001 entscheiden.
Das Personalverzeichnis kann zum Preis von 20 Franken (zuzüglich Versandspesen)
bezogen werden bei: Bischöfliche Kanzlei, Klosterhof 6b, Postfach 263,
9001 St. Gallen, Telefon 071-2273340, Fax 071-2273341, E-Mail: kanzlei@bistum-stgallen.ch
Arnold Riedo
Geboren am 18. August 1903, Priesterweihe 1929, Vikariatsjahre in Prez,
Attalens, Montreux und Neuenburg. Pfarrer von Giffers von 19461979.
Resignat in St. Silvester von 19791999. Gestorben im Bezirksspital
Tafers am 19. Dezember 1999, beigesetzt auf seinem Heimatfriedhof Bösingen
am 22. Dezember 1999. Er war der älteste Priester des Diözesanklerus.
Die Frage, ob das Jahr 2000 das letzte oder das erste eines Jahrtausends
ist, scheint bei Vielen noch nicht entschieden. Die Faszination der Zweitausend-Zahl
hält die Menschen gefangen. Die beiden letzten Nullen beunruhigen immer
noch viele Zeitgenossen, vor allem in einer durch und durch informatisierten
Welt.
Über alle diese Fragen hinweg bin ich mir sicher, dass auch das Neue
Jahr Gutes und Böses, Freude und Leid, Wertvolles und Unbrauchbares
in das Leben jedes Menschen, jeder Familie, jeder Gemeinschaft und jedes
Landes bringen wird. Nein, nicht das Jahr wird Solches bringen. Wir selber
werden diesem Jahr 2000 unseren Stempel aufdrücken.
Wir selber werden es zu dem machen, was es am 31. Dezember 2000 sein wird.
Wir selber werden durch unser Sein, durch unser Leben und Wirken entscheiden,
ob es einem Rufe als «Jahrtausend-Jahr» gerecht geworden ist.
Es ist in unsere Hand gegeben. Seine Tage, Wochen und Monate sind uns «ausgeliefert».
Es wird ein gutes, ein faszinierendes Jahr sein, wenn wir es miteinander
in die Hand Gottes geben; wenn wir seine Zeit zur Zeit Gottes machen; wenn
wir seine endlichen Tage in die Unendlichkeit unseres Schöpfers hineinschreiben;
wenn wir zu unserer Schöpfung Sorge tragen; wenn wir das Licht der
Frohen Botschaft unseres Herrn Jesus Christus durch unseren Alltag tragen
und ihn davon erhellen lassen.
Das wünsche ich Ihnen, liebe Mitchristen, liebe Mitmenschen aller Konfessionen
und Religionen, liebe Brüder und Schwestern guten Willens.