SKZ 49/1998

INHALT

Berichte

Mission in der Postmoderne

Vom Freiburger Kolloquium berichtet Walter Ludin

 

«Die Sendung der Kirche am Vorabend des Dritten Jahrtausends»: So war das Missionskolloquium überschrieben, das am 22./23. Oktober an der Universität Freiburg stattfand. Anlass dazu war das 175-Jahr-Jubiläum der Päpstlichen Missionswerke und das 50jährige Bestehen des Instituts für Missiologie an der Hochschule im Üchtland. Damian Weber, Leiter von Missio Schweiz, und Anand Nayak, Direktor des Instituts, trugen die Hauptverantwortung der anregend verlaufenen Veranstaltung. Unter den Teilnehmenden war eine grosse Zahl Ordensleute.

Proselytismus?

Mit einer Auslegeordnung von Argumenten gegen die Missionstätigkeit der Kirche begann Bischof Karl Lehmann, Mainz, sein einführendes Referat. Menschen, die eine Vielfalt des religiösen Lebens hochschätzten, würden jeglicher Mission misstrauen, da sie darin Indoktrination und ein fanatisches und ideologisches Vorgehen vermuteten. Sie sähen Autonomie und Freiheit des Denkens gefährdet.
Lehmann, einer der Vizepräsidenten des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), ging auch kurz auf eine Problematik ein, die vor anderthalb Jahren die Europäische Ökumenische Versammlung von Graz überschattet hatte: den Vorwurf, der orthodoxen Kirche würden von Schwesterkirchen Gläubige abgeworben. In Wirklichkeit ginge es hier um die Erstverkündigung des christlichen Glaubens an bisher Nichtglaubende. Daher würde mit dem Begriff «Proselytismus» Schindluderei getrieben. «Heimlich oder offen gehen manche orthodoxe Kirchen von der alten, nicht leicht fassbaren Idee eines Ðkanonischen Territoriumsð aus, das Gott selbst der Kirche eines Landes anvertraut habe. In einem solchen Gebiet könne es keine Mission und schon gar nicht die Errichtung einer anderen kirchlichen Organisation geben», stellte der Vorsitzende der deutschen Bischöfe fest.

Anknüpfung und Widerspruch

In seiner Begründung des christlichen Missionsauftrages ging Karl Lehmann zuerst vom «Missionsbefehl» aus, der für ihn allerdings «von der Gattung her kein besonders geglückter Begriff» sei. Im Schluss des Matthäus-Evangeliums finde sich fünfmal das Wort «alle»: «Mir ist alle Macht gegeben...Gehet zu allen Völkern...» Das fünfmalige «alle» weite die gesamten Aussagen bis zum äussersten Horizont. Noch fundierter ist für den ehemaligen Theologieprofessor Mission vom trinitarischen und christologischen Aspekt her zu begründen. Gott erweise sich als ein Emmanuel, als ein «Gott-mit-uns», der anders als die antiken Götter nicht in ewigem Schweigen throne, sondern durch die Propheten und durch Jesus sich der Welt mitteile.
Während der lebhaften Diskussion wurde in der Grossen Aula der Universität Freiburg die Frage aufgeworfen, welchen Stellenwert die andern Religionen hätten. Der Referent meinte, kein missionarisches Wirken komme an der Spannung zwischen «Anknüpfung und Widerspruch» vorbei. Auf jeden Fall müssten «freiheitsunterdrückende Strukturen aufgedeckt werden». Der Mainzer Bischof bedauerte es sodann, dass in der europäischen Kirche so wenig missionarisches Wirken anzutreffen sei: «In der ehemaligen DDR haben 70 Prozent der Menschen noch nichts von Gott gehört. Was tun wir? Wir bleiben sitzen. Ich bin entsetzt, dass wir nicht unruhiger sind.» Der ehemalige Assistent von Karl Rahner zitierte hier seinen grossen Lehrmeister, der in einem Bildwort meinte, jeder Christ müsste zwei bis drei «Skalpelle von Ungläubigen» vorweisen, das heisst auf Menschen hinweisen können, die er zum Glauben hingeführt habe.
Bevor zwei Professoren und die erste Professorin der Theologischen Fakultät Freiburg das Wort erhielten, sprach nochmals ein Bischof: Jean Bonfils, Nizza. In seinem Vortrag über den Austausch der Ortskirchen stellte er die Thesen auf:

Als Konsequenz davon finde Mission nicht mehr als Einbahnstrasse statt: «Sie ist nicht mehr nur den alteingesessenen Kirchen, sondern jeder, auch der jüngsten Ortskirche aufgetragen. Die Strassen der Mission kreuzen sich: Sie führen überall hin und kommen von überall her. Der Austausch unter den Schwesternkirchen nährt die Lebendigkeit der Gesamtkirche.»

«Computer» statt «Weihe»

Was bedeutet Mission in postmoderner Geselllschaft? In einer Welt, für die religiös-kirchliche Sprache völlig unverständlich ist? Dieser Frage ging der Inder Anand Nayak nach, der Direktor des Freiburger Instituts für Missiologie und Religionswissenschaft und Inhaber des gleichnamigen Lehrstuhls. Vorweggenommen sei eine Anekdote, die der Referent in der «Nachtsitzung» des Kolloquiums erzählte. Ein französischer Bürgermeister wollte dem Ortsbischof zum 25. Jahrestag seiner Weihe gratulieren. Sein junger Sekretär, unkundig des Begriffs «ordination», beglückwünschte den Bischof zur Anschaffung von 25 «ordinateurs» (Computern)...
Neuevangelisierung in der postmodernen Gesellschaft besteht nach Nayak darin, den Menschen den «goût» für den Glauben zu vermitteln, durch Offenheit und Gastfreundschaft: «Der erste Schritt besteht darin, die Türen unserer Kirchen zu öffnen, nicht nur für die gläubigen Christen, sondern auch für jene Menschen, denen der Glaube abhanden gekommen ist und die nach Spiritualität suchen. Unsere Kirchen dürfen nicht geschlossene ÐClubsð von Gläubigen, sie sollen gastfreundliche Häuser für alle Suchenden sein. Wenn wir das Bild einer Kirche vermitteln können, die verzeiht und dem Menschen seine Schuld abnimmt, dann können wir dieser ganzen, zahlreichen Bevölkerung des Westens Jesus und seine Kirche wieder Ðschmackhaftð machen..., einer Kirche, in der jeder sich wohlfühlt im Glauben an Jesus und in der Geschwisterlichkeit, die er darin erfährt.»

Religionsfreundliche Postmoderne

Barbara Hallensleben, seit 1994 Professorin für dogmatische Theologie in Freiburg, ging in ihrem Referat davon aus, dass heute hierzulande eine religionsfreundliche Atmosphäre herrscht, die das missionarische Wirken der Kirche erleichtert. Denn die postmoderne Kultur müsse sich nicht mehr gegen die vormoderne abgrenzen. Früher sei Religiosität verpönt gewesen, weil sie den Fortschritt zu hemmen schien. Heute ist dieser selbst verdächtig und illusionär geworden. Trotz allem: Ähnlich wie einst in der religionsfreundlichen Atmosphäre des Areopag gelingt das Anknüpfen an die vorhandene Religiosität nicht immer.
Hallensleben betonte: «Mit seiner Verkündigung des Kreuzes und der Auferstehung bleibt das Christentum notwendigerweise jeder Kultur fremd. Denn es übersteigt in gleicher Weise die tiefe Nichtkultur des Todes wie die hohe Kultur des Lebens. Gegenüber jedem religiösen Phänomen, das dem Skandal des Kreuzes und der unglaublichen Botschaft der Auferstehung nicht gerecht wird, muss das Christentum ÐReligionskritikð üben.» Eine weitere These der Professorin lautet: «Die Mission dient nicht in erster Linie der Bekehrung der andern. Sie ist zuerst und zuletzt Ausdruck der eigenen Bekehrung.»
Zum Stichwort «Inkulturation» meinte Barbara Hallensleben in der Diskussion: «Der christliche Glaube hat sich von Anfang an nicht bloss in eine andere Kultur integriert. Er hat eine neue Kultur entstehen lassen. Mission heisst darum, die kulturschaffende Kraft des Glaubens neu zu entdecken.»

Kühnheit und Einheit

«Die Herausforderung der Inkulturation. Überlegungen zu einer Schicksalsfrage der Christen in Geschichte und Gegenwart»: So hiess der Titel des letzten Referates des Kolloquiums, gehalten von Mariano Delgado, seit 1997 Professor für Kirchengeschichte in Freiburg und intimer Kenner der Missionierung Lateinamerikas. Delgado verwies auf den weitgehenden Konsens von Theologen, die meinen, die Inkulturation des christlichen Glaubens sei in der Antike und im Mittelalter gelungen. Von Ausnahmen abgesehen sei jedoch «die neuzeitliche und moderne globale Inkulturation im Schatten der Europäisierung und Okzidentalisierung der Welt eher misslungen». Mit Blick auf Europa meinte der Referent, eine «Repaganisierung» würde nichts Gutes verheissen. Die Nazis hätten bewiesen, dass damit viele menschliche Werte unter die Räder gerieten.
So sehr Delgado sich für die Inkulturation einsetzte, übersah er die Gefahr nicht, das Christentum könne durch die Inkulturationsprozesse verkürzt und verfälscht werden. Theologie und Lehramt müssten diese darum sowohl mutig fördern wie auch kritisch begleiten: «In der jetzigen kirchlichen Stunde brauchen wir zugleich paulinische Inkulturationskühnheit und petrinische Einheitsverantwortung.» In der Diskussion doppelte Mariano Delgado nach: «Die Ortskirchen müssen mehr Kompetenzen erhalten. Doch der Pluralismus darf nicht anarchisch werden.» Die Grenzen lägen dort, wo die Dogmen frontal angegriffen würden. Auch auf einer andern Ebene sah der Spanier eine übertriebene Inkulturation. Obwohl mehr als 50 Prozent der Gläubigen seiner Pfarrei nicht Deutschschweizer seien, würde dort von Zeit zu Zeit die Messe auf Schweizerdeutsch gehalten...

«Kontextuelle Theologie»

Um Inkulturation ging es auch im Schlussplenum des Missionskolloquiums. Dabei wurde vorgeschlagen, den Begriff durch «Kontextuelle Theologie» zu ersetzen. So werde gezeigt, dass die Kirche sich der wahren Bedürfnisse der Menschen in ihrem konkreten Umfeld annimmt. Dadurch würde auch die Gefahr überwunden, Inkulturation bloss als Folklore misszuverstehen.
Im Bericht eines der Workshops, die während des Treffens zweimal zusammenkamen, hatte es geheissen: «Ich habe in Kambodscha als Missionar zahlreiche Menschen kennengelernt, die grosse Sympathien für das Christentum hegen. Sie möchten jedoch als Buddhisten in ihrer Kultur verwurzelt und heimisch bleiben.» Dazu wurde bemerkt, der Heilige Geist sei überall schon vor den Missionaren gewesen. Zudem: «Es geht darum, mit den Menschen die Spuren Gottes in ihrem eigenen Leben zu sehen. Der Missionar hat sich stets bewusst zu sein: Nicht ich leiste die Hauptarbeit.»

 

Der Kapuziner Walter Ludin ist Redaktor der Missionszeitschrift ite der Schweizer Kapuziner.


Churer Philosophentag über "Dichten"

von Heinrich Reinhardt

 

Ihren 6. Philosophentag hielt die Theologische Hochschule Chur am 7. November 1998 zum Thema «Dichten». Es fanden sich mehr Zuhörer ein als je zuvor.
Als erster referierte Dr. Gion Deplazes über «Die rätoromanische Sprache und Literatur ­ Rückblick und Ausblick». Der auf allen Stufen des Lehrerberufs erfahrene und als Schriftsteller, Dichter und Rundfunkprogramm-Gestalter mit der Mentalität seines Volkes vertraute Deplazes gab einen gut verständlichen Überblick. Nach der Eroberung Rätiens durch die Römer 15 v. Chr. brachte die Kirche die Grundlagen der eigenständigen romanischen Sprache, zugleich aber den Anfang der dialektalen Zersplitterung: Liturgie lateinisch, Sakramentenspendung und Predigt in den Volksdialekten. Der frühe Buchdruck schrieb durch viele Bibelübersetzungen unter anderem diese Situation fest: fünf Hauptdialekte, zudem die konfessionelle Teilung, die auch sprachlich manifest ist. Deplazes zeigte, dass diese Zersplitterung kein Nachteil sein muss. Sie regte die rätoromanische Literatur eher an. Trotz der bis etwa 1950 sehr wenigen Gebildeten wuchs eine lebendige, ausdrucksreiche und vom Volk geachtete eigenständige Literatur heran. Deplazes nannte auch die aktuellen Probleme beim Namen: Verlust der romanischen Sprache durch Wegzug ins deutsch sprechende Umland, verstärkte Auswärtsarbeit, Jugendmobilität, Fremdenverkehr mit rein deutscher Umgangssprache. So sinkt das Interesse der Romanen, sich lesend und vor allem singend mit der eigenen romanischen Identität zu verbinden. Die 200 Jahre lang wichtigen Laienchöre kämpfen nun oft ums Überleben, die dörfliche Theaterpraxis nimmt ab. Andererseits gibt es bei vielen Jüngeren gesteigertes Verständnis für die eigene Sprache und Dichtung. Deplazes gab sich nicht pessimistisch, aber besorgt. Der Vortrag von romanischen Gedichten aus mehreren Epochen schloss das Referat ab.
In der Diskussion bemerkte der Tagungsleiter Prof. Dr. Heinrich Reinhardt, dass Beispiele wie die des Rätoromanischen den Alltagsbezug des Dichtens enthüllen. Dichtung baue sich auf den lebensweltlichen Bezügen der Dichter zu ihrer Umwelt auf, und diese oft winzigen Dinge müssten präsent bleiben, damit Dichtung und wissenschaftlich-philosophisches Reden über Dichtung nicht ins Unverbindliche abheben.
Das zweite Referat hielt Reinhardt selbst: «Haiku-Dichtung als Weg ins Zentrum des Dichtens». Die aus Japan stammende, inzwischen weltweit verbreitete Gedichtform «Haiku» muss nach Ansicht des Referenten aus ihren ursprünglichen Regeln heraus verstanden werden. Wesentlich für dieses «Kürzestgedicht» aus 17 Silben sei die «Pause danach». In ihr könne sich der Rezipient «umwandeln», das heisst ganzheitlich «hören» und verantwortungsvoll etwas ausdrücken, aber so, dass er immer mehr das Schweigen schätzen lernt. Jedes Sprechen sei von Anfang an Hören, also Schweigen, jede Dichtung lehre den Menschen, besser zu schweigen, und jedes Haiku sei «um das Schweigen herumgebaut». Hier könne der Mensch am besten das Sprechen als Konfrontation mit dem Absoluten erfahren, denn «die Sprache spricht, nicht der Mensch», wie Reinhardt mit einem Heidegger-Zitat pointierte. Die Sprache an sich, das Absolute, hörend und aus diesem nonverbalen «Sprechen der Sprache selbst» sich erneuernd, baue der Mensch Aggressionen ab, werde vom Wesenskern her friedlich und gelassen. Im Hören auf das «Sprechen der Dinge» fasse er die Wahrheit selbst und schöpfe aus deren völliger Absichtslosigkeit die tiefsten Freuden. Das sei die «Frucht» jedes guten Haiku.
Dr. Lenka Karfíková, Direktorin des Philosophischen Instituts der Universität Olomouc (Olmütz) und Dozentin am Ökumenischen Institut der Theologischen Fakultät Prag, lenkte mit ihrem Referat «Aequalitas numerosa. Schönheit nach Augustinus und Bonaventura» den Blick auf die Dimension der Schönheit. Diese wird in der augustinischen Tradition des Denkens durch zahlenmässige, regelmässig wiederkehrende Strukturen begründet. Sowohl bei Augustinus wie bei Bonaventura bekommt dadurch der Begriff «Schönheit» einen rationalen, ja technischen Charakter. So etwa, wenn Bonaventura definiert: «Schönheit ist nichts anderes als eine zahlenhafte Gleichheit» (Itin. 2,5).
Letzter Referent war der Dichter und Literaturwissenschaftler Dr. Paul Konrad Kurz aus Gauting bei München. Er enthielt sich jeder theoretischen Aussage und trug eigene Gedichte vor. Der Titel seiner Lesung, «Jeschua, Jeschua. Theopoetische Lyrik und Prosa», deutete mit der aramäischen Form des Namens «Jesus» bereits an, dass hier eine leise, aber unerbittlich lebensechte Auseinandersetzung mit dem Geheimnis Gottes ­ des in mir jeweils lebendigen Gottes ­ stattfinden solle.
Und es war faszinierend, wie da jenseits aller Dogmatismen und Scheuklappen das Menschliche und das Göttliche wie selbstverständlich zusammenfanden. Besonders das Gedicht über Maria, mit dem Kurz seine Lesung abschloss, war in diesem elementaren Sinne «offenbarend».
In der Podiumsdiskussion, die wie immer den Philosophentag abrundete, kamen einige Zusatzgedanken ins Spiel. Ein Teilnehmer fragte nach dem Motiv, das den Dichter zum Dichten bringe. Ein anderer nahm die Antwort vorweg, indem er auf Leopardi hinwies, der, ungeachtet seines umfassenden Ekels und Pessimismus, doch immer weiter gedichtet habe: einfach, weil es sich so erträglicher leben lasse. Der Tagungsleiter wollte dieses Motiv erweitern zu einem grundsätzlichen Interesse an Welt, Leben und Sprechen, und er brachte nochmals den Aspekt des Wohlgefallens ein: selbst Leopardi habe an den eigenen Worten, unabhängig von ihrer «Botschaft», Wohlgefallen gehabt, was mehr sei als blosse Erträglichkeit.
Allgemein fiel an diesem Philosophentag auf, dass keinerlei polemische Töne oder Spannungen aufkamen. Dennoch verabschiedete der Tagungsleiter die Teilnehmer mit der Feststellung, dass dies der letzte Churer Philosophentag in dieser Form sei; er lege das Amt in andere Hände.

 

Der Verfasser ist Professor für Philosophie und Philosophiegeschichte an der Theologischen Hochschule Chur.


VOKOS-Vorstand

von Sr. M. Michaela Kneubühler

 

Die Generalversammlung VOKOS (Vereinigung der Oberinnen kontemplativer Orden der deutschsprachigen Schweiz), verbunden mit Bildungstagen, fand vom 4. bis 7. November 1998 mit 35 Teilnehmerinnen im Schweizer Jugend- und Bildungszentrum in Einsiedeln statt. Der Erfahrungsaustausch, die Besprechung gemeinsamer Aktionen, die Berichte von anderen Ordensvereinigungen in der Schweiz und anderen kirchlichen Gremien und die Begegnung mit Weihbischof Martin Gächter bereicherten alle Teilnehmerinnen.
Da die vierjährige Amtszeit des Vorstandes abgelaufen ist, wurden Wahlen vorgenommen. Piorin M. Fidelis Schmid, Benediktinerinnenkloster Fahr, trat nach acht Jahren Wirkens im Vorstand ­ davon zuletzt vier Jahre als Präsidentin ­ zurück. Piorin M. Anita Baumann, Benediktinerinnenkloster Melchtal, wünschte ebenfalls nach 12 Jahren als Vorstandsmitglied entlastet zu werden. Beiden Schwestern gilt ein herzlicher Dank für ihr segensreiches Wirken im Vorstand der VOKOS.
Nach vollzogenen Wahlen setzt sich der neue Vorstand wie folgt zusammen: Priorin M. Anna Nerlich, Kapuzinerinnenkloster Maria Opferung, Zug, Präsidentin; Priorin M. Dominika Jakober, Dominikanerinnenkloster St. Katharina, Wil, Vorstandsmitglied und Vertreterin in der Pastoralkommission; Priorin M. Benigna Tillmann, Kapuzinerinnenkloster Maria Hilf, Altstätten, Vorstandsmitglied; Äbtissin M. Bernarda Meile, Benediktinerinnenabtei St. Gallenberg Glattbrugg, Oberbüren (SG), Vorstandsmitglied; Priorin M. Margrith Jegerlehner, Benediktinerinnenkloster Marienburg, Wikon.
Die Bildungstage leitete Sr. Dr. Liliane Juchli, Ingenbohlerschwester, mit dem Thema: Älter-werden in einer alternden Gemeinschaft. Das Thema ist so aktuell und ihre Arbeitsweise fand so guten Anklang, dass Sr. Liliane für die nächsten Bildungstage wieder eingeladen ist.


© Schweizerische Kirchenzeitung - 1998