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Dieses Bändchen aus der Abtei der Benediktinermissionare von Münsterschwarzach behandelt ein grundsätzliches Thema in der Identitätskrise des Missionswesens. Ist Glaubensverbreitung und Heidenmission heute überhaupt noch ein Thema? Die Entwicklungshilfe für die Dritte Welt setzt ja ganz andere Akzente. Ist Heidenmission nicht ein fragwürdiges Relikt kolonialistischer Zeiten? Solche und ähnliche Bedenken nimmt der Autor ernst und setzt sich seriös mit ihnen auseinander, nicht um in der Stille zu resignieren, sondern um den Weg einer neuen Mission zu zeigen für eine Welt, wo auch in altchristlichen Gesellschaften neue missionarische Situationen entstehen. Das erfordert ein radikales Umdenken. Europa ist nicht mehr der Mittelpunkt der Welt auch nicht der Kirche. Es gilt, auf die Fremden in Süd und Ost zuzugehen, um ihnen zu begegnen. Nicht Apologie und Rechthaberei ist da gefragt, auch nicht die Utopie von einem christlichen Weltreich. Es geht um das Reich Gottes, das in den Herzen der Menschen beginnt. Christus hat uns ein Beispiel gegeben, als Mensch zu den Menschen zu gehen.
Dieser Band, in dem eine Menge von Fragen und Anliegen der Pfarrei-Liturgie diskutiert werden, hat einen praktischen Ausgangspunkt. Es sind die Grossgottesdienste an Katholikentagen (Berlin, Karlsruhe). Diese Gottesdienste stehen unter dem Druck einer präzisen und ausgeklügelten Regie. In liturgischen Gesprächskreisen interessierte aber die Praxis der Pfarrei-Gottesdienste viel brennender. Es war die Frage: Wie feiert man Sonntagsgottesdienste in Pfarrkirchen, wo sich die Bankreihen von Jahr zu Jahr immer mehr lichten? In diesen Diskussionen kamen viele wohlüberlegte Einwände zur Sprache. Diese Voten, für die Buchausgabe etwas überarbeitet, kommen im ersten Teil nochmals zur Sprache, während für die offiziellen Vorträge auf die Katholikentagspublikationen verwiesen wird. Der zweite Teil bietet eine Textdokumentation von der Vielfalt von Gruppenfeiern, Andachten und Meditationen am Rande des offiziellen Katholikentags.
Dieses Werkbuch für Marienverehrung und Marienfeiern ist seinem Ansatz nach bemerkenswert. Die Herausgeber und Mitautoren Siegers und Willemsen sind als Referenten für Familienarbeit und Frauenarbeit in der Diözese Aachen tätig. Das Dutzend Mitarbeiter für die Praxisanregungen stellen eine breite Auswahl von Gemeindepfarrern, Katecheten, Pastoralreferenten usw. dar. Das Buch selber ist ein Versuch, Maria aus der Erfahrungswelt und dem Lebensgefühl eines aufgeschlossenen jungen, erwachsenen Menschen zu verstehen. Maria wird so zum Exempel auf der Suche nach einem zeitgemässen religiösen Verständnis und einer engagierten Praxis. So hat ein solches Buch in einer Zeit, wo viele Gläubige mit der Marienfrömmigkeit ihre liebe Not haben, Bedeutung. Das Buch bietet Anregungen für Rosenkranzandachten, Maiandachten, Wochenendseminare, Jugend- und Frauengottesdienste usw. Doch ist es kein traditionell braves Buch. Es fordert heraus: zum Nachdenken und zum Diskutieren.
Bernhard Häring hat noch einmal in heiliger Leidenschaft für seine Kirche, in der er soviel erlebt und erfahren hat, ein engagiertes Buch geschrieben, das gerade ob seiner mutigen Offenheit weite Beachtung verdient. Das Buch gliedert sich in zwei Teile: Erlebnisse, Tendenzen und Entwicklungen in der Moraltheologie und in der Kirche in erlebter und seriös erarbeiteter Schau der Vergangenheit im ersten Teil. Häring zeigt hier immer mit eigenen Erfahrungen und Erlebnissen illustriert die Überwindung der ins 19. Jahrhundert zurückreichenden Restauration. Der zweite Teil stellt fest, dass die Restauration zurückgekehrt ist besonders im gegenwärtigen Pontifikat. Doch Häring verzweifelt nicht. Er sieht viel Licht im Dunkel und vertraut auf diese aufsteigende Morgenröte.